Es ist nicht alles Gold was glänzt, auch wenn es aus Hollywood kommt- das ist zumindest meine Meinung. Obwohl ich sehr gerne actionreiche Krimikomödien und insgesamt amüsantes Popcorn-Kino mag, das gerne auch etwas leichter sein darf, war ich von 'Kiss and Kill' ziemlich enttäuscht. Zwar ist die Storyline eigentlich ganz interessant, (Vergleiche zu Mr. & Mrs Smith kann man hier allerdings überhaupt nicht ziehen, dieser Film ist völlig anders gemacht und aufgebaut) doch die Umsetzung ist alles andere als gelungen.
Zunächst aber zu den positiven Aspekten: Bei Kutcher und Heigl stimmt die Chemie und sie sind beide redlich darum bemüht, ihr Bestes zu geben und auch Tom Selleck setzt einige amüsante Akzente in diesem Film. Nebenbei bemerkt hoffe ich sehr, dass Hollywood Selleck in Zukunft wieder des Öfteren gedenkt, vor allem, falls Magnum- der Film doch noch mal den Weg in die Kinos finden sollte, da er in diesem Film die beiden Hauptakteure fast an die Wand spielt. ;-)
Nun zu den negativen Dingen:
Ich finde Ashton Kutcher leider, trotz seiner Bemühungen in der Rolle des verliebten Auftragskillers völlig fehlbesetzt. Ihm fehlen meiner Meinung nach einfach diverse Ecken und Kanten, er wirkt zu glatt und zu weich in seinem Schauspiel.
Allerdings muss man ihm fairerweise zugestehen, dass ihm seine vorgegebene Rolle auch nicht viel Platz einräumt, um seiner Figur mehr Facettenreichtum bescheren zu können.
Heigl, die ich bereits in mehreren romantischen Komödien sah, spielt ihre Rolle zwar routiniert, jedoch konnte mich die Filmheldin, die sie verkörpert nicht wirklich begeistern. Zickig, überdreht und ständig plappernd, nervte sich mich ab dem Zeitpunkt, als sie erfährt, welchen Beruf ihr Göttergatte vor ihrer Ehe ausübte. Wenn wenigstens die Pointen ein wenig besser gewesen wären, dann hätte ich diesen Film ein wenig besser benotet, doch auch diese sind, wie der komplette Film flach und nicht wirklich witzig, sieht man mal von der ein oder anderen Szene ab- etwa wenn Tom Selleck als gestrenger Schwiegervater seinen Schwiegersohn in die Schranken weisen will.
Die Actioneinlagen nehmen zwar ab der Mitte des Filmes stetig zu, doch da der Film wenig Substanz hat, haben sie den Film auch nicht mehr retten können- im Gegenteil sie sind völlig überzogen und zudem entpuppt sich praktisch jeder Mensch im nahen Umfeld von Jen und Spencer plötzlich als Killer- nein, selbst in einer Komödie war das ein wenig too much für mich.
Ich bin der Meinung, ein besseres Drehbuch mit besser ausgearbeiteten Charakteren, hätte hier einiges verbessern können. Selbst Popcornkino, das funktionieren soll, benötigt ein gutes Drehbuch & gute Dialoge!
Fazit: eine schwache Romantic-Actionkomödie- allerdings mit einem starken Nebendarsteller besetzt ist, der allen anderen die Show stiehlt.
Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)