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Kirschblüten - Hanami [Blu-ray]

Elmar Wepper , Hannelore Elsner , Doris Dörrie    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 12,95 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Maximilian Brückner, Aya Irizuki
  • Regisseur(e): Doris Dörrie
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: 20th Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 4. November 2011
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 122 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B005C7S544
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.216 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Amazon.de

In Hanami spielen Hannelore Elsner und Elmar Wepper ein Ehepaar, dass mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird. Doris Dörrie ist ein wunderbarer Film geglückt, über das Opfer, die Liebe und den Tod.

Die Kirschblüte ist in diesem Film als Metapher zu verstehen, für eine Haltung zum Leben. Die Blüte ist atemberaubend in ihrer Schönheit, und sie ist es nicht zuletzt weil sie vergänglich ist - ein Schauspiel, dass sich alljährlich für einen kurzen Zeitraum wiederholt. Es geht also um ein Bewußtsein, das im Alltagsrauschen schwer festzuhalten ist. Das Bewußtsein von Vergänglichkeit und Tod und der Notwendigkeit die uns gegebene Zeit zu zelebrieren. Das mag in manchen Ohren kitschig und klebrig klingen, es trifft dennoch eine tiefe Wahrheit, der sich niemand ernsthaft verschließen kann. Und auf diesen Kern zielt Doris Dörries Film ab.

Hanami beginnt in der bayerischen Provinz. Der Beamte Rudi (Elmar Wepper) liebt das Beschauliche, Vorhersehbare. Er mag es, immer um die gleiche Zeit aufzustehen, das gleiche zu sehen, zu schmecken und zu hören. Aber Rudis Leben verändert sich schlagartig als er mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wird: er hat Krebs im Endstadium. Seine Frau Trudi (Hannelore Elsner) überredet ihn nach Berlin zu fahren, zu den Kindern und Enkelkindern. Die Begegnung verläuft anders als erhofft. In Berlin hat man keine Zeit füreinander, ist man fest im Griff des Alltags - Facts of Live. Man beschließt gemeinsam weiterzufahren, an die Ostsee, um ein paar Tage miteinander zu verbringen und sich vorzubereiten, auf das Unvermeidliche.

Soweit, so gut, oder auch nicht. Das Klischee lauert an jeder Ecke, umso unerträglicher weil man befürchtet, dass Klischee könne mehr mit dem eigenen Leben zu tun haben als einem lieb ist. Und es ist nicht etwa so, dass man von Doris Dörrie etwas anderes erwartet hätte. Doch dann geschieht das Unerwartete. Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, und der Film beginnt von Neuem. Rudi ist untröstlich, weiss nicht wohin mit sich. Verständlich. Er muss feststellen, dass ihm Trudi fremder war als er es für möglich hielt. Sie hatte ihre Sehnsüchte verraten um sich für ihn aufzuopfern. Eine schreckliche Wahrheit. Er macht sich schließlich auf, nach Japan, um ihr post Mortem ihren Traum zu erfüllen.

Im zweiten Teil des Films passiert etwas erstaunliches. Der Film bringt es fertig seine eigene Biederkeit zu überwinden und verwandelt sich von einem Rührstück in eine bewegende Auseinandersetzung mit dem was man in Ermangelung eines treffenderen Begriffes Trauerarbeit nennt. Wenn Rudi auf den Spuren von Trudis Träumen durch Tokio läuft, in Frauenkleidern, ganz verletztlich, dann hätte das auch ganz leicht ins albern-abgeschmackte abdriften können. Doch das geschieht nicht. Es ist nicht zuletzt Elmar Wepper zu verdanken, seinem zurückgenommenem Spiel, seiner Durchlässigkeit, dass Hanami im letzten Drittel zu einem richtig guten Film wird. Und natürlich hat Doris Dörries Inszenierung daran ihren Anteil. Dieser Eindruck wurde von vielen Rezensenten immer wieder bestätigt, nicht ohne eine gewisse Verwunderung - ist doch Elmar Wepper in der Schublade des Fernseharbeiters abgelegt. Es ist an der Zeit diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen und zu konstatieren: es gibt nur eine verlässliche Konstante im Hinblick auf Film und Fernsehen. Beide Bereiche bringen manchmal gelungenes und oft weniger gelungenes zustande. Hanami und Elmar Wepper zaubern ein wenig Hoffnung in unsere Herzen.Thomas Reuthebuch

Produktbeschreibungen

Systemvorraussetzungen:
BD-25 Dual-Layer Disc, Region B. Kodierungsart: 2. Ausgabeformat: 16:9. Aufnahmeformat: 1,85:1. Sprachversion: Deutsch Dolby Digital 5.1, 3/2.01, AC3

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
74 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir dachten, wir hätten noch Zeit... 19. Oktober 2008
Format:DVD
...sagt Rudi Angermeier(Elmar Wepper) zu seinem Sohn Karl. Das sollte sich nicht als der einzige Irrtum in Rudis Leben herausstellen. Das merkt der bayrische Beamte allerdings erst, als es zu spät ist. Rudi wollte, dass einfach alles so weitergeht, wie es ist. Aber auch hier macht ihm das Leben einen Strich durch die Rechnung. Rudi ist ein Grantler, ein Beamter im Amt, der nach außen hin einfach und eingeschränkt wird. Sein Tag läuft im Gleichmass ab. Die Fahrt zur Arbeit, die Fahrt nach Hause, das Essen mit seiner Gattin Trudi(Hannelore Elsner). Der Apfel, den Trudi ihm mitgibt und Rudis Spruch dazu: "One apple a day, keeps the doctor away." Das ist Rudis Irrtum Nr.3. Denn er ist schwer krank, hat nicht mehr lange zu leben. Das weiß allerdings nur Trudi. Sie will ihren Mann mit dieser Nachricht nicht belasten und plant daher, ihre drei Kinder noch einmal zu besuchen. So macht sich das schrullige Paar auf den Weg nach Berlin. Dort leben zwei ihrer Kinder. Der andere Sohn, Karl, lebt in Tokio. Trudi, die sich für japanischen Budotanz interessiert, wollte schon immer nach Japan, aber mit Rudi scheint das nicht zu gehen.
So landen die beiden in Berlin und merken ziemlich schnell, dass sie ihren Kindern eine große Freude machen würden, wenn sie wieder nach Hause fahren würden. Lediglich Franzi(Nadja Uhl) eine Freundin der Tochter, interessiert sich für das bayrische Paar. Von Berlin geht es an die Ostsee. Rudi stellt auch hier fest: "Das Meer ist auch nicht mehr das, was es mal war", und sagt zu Trudi: "Lass uns wieder nach Hause fahren." Dazu kommt es jedoch nicht mehr. In der letzten Nacht an der See stirbt Trudi. Der kantige, einfache Rudi wird von ihrem plötzlichen Tod regelrecht erschlagen. Wieder zu Hause muss er feststellen, dass nicht einmal alle Kinder zur Beerdigung Trudis kommen. Da fasst Rudi einen Plan. Wenn er seiner Frau schon zu Lebzeiten die Japanreise nicht ermöglicht hat, dann soll es jetzt soweit sein. Er packt Trudis Sachen, die sie kurz vor ihrem Tod trug und besteigt den Flieger nach Tokio. Dort landet Rudi in einer anderen Welt. Einzig vertraut ist ihm die Abneigung des eigenen Sohnes, der ihn am liebsten so schnell wie möglich wieder zu Hause sehen möchte. Aber mit Rudi ist eine Wandlung vorgegangen. Während der Sohn arbeitet, zieht sich Rudi Trudis Sachen unter seinem Mantel an und zeigt ihnen die Stadt. Dabei lernt er die junge Budotänzerin Ju kennen. Sie erklärt ihm das Geheimnis der Kirschblüte. Sie ist plötzlich da, wunderschön und einzigartig, hält nur ein paar Tage an und verschwindet wieder, als wäre sie nie da gewesen. Rudi fasst eine unglaubliche Zutraulichkeit zu Ju. Als er merkt, dass sie wie eine Obdachlose lebt, will er helfen. Aber Rudis Zeit läuft ab. Zusammen mit Ju macht er sich auf den Weg zum Fudjijama, das war immer Trudis Traum gewesen. Am Fuß des schneebedeckten Gipfels findet Rudi den Weg zur großen Liebe seines Lebens wieder.

Was soll man dazu sagen? Ein deutscher Film mit so viel Tiefgang wie ein voll beladener Ozeandampfer. Eine Regisseurin Doris Dörrie, die hier nicht den Bewegten Mann, sondern ein bewegendes Drama abliefert, das uns emotional in den Grundfesten erschüttert. Eine Geschichte, so einfach klar und tausendfach im richtigen Leben vorhanden ist, dass man sie oft übersieht. Eingefangen in Bildern, die keine Wünsche offen lassen. Unterlegt mit Musik und Szenen von Traumsequenzen, die man so schnell nicht wieder vergisst. Hannelore Elsner spielt die Trudi so lebensecht und liebevoll, das es fast schon weh tut. Nadja Uhl holt aus ihrer Nebenrolle eine Menge heraus und wie Aya Irizuki die Tänzerin Ju auf die Leinwand zaubert, das ist sehenswert und unglaublich bewegend. Über allem aber steht Elmar Wepper in seiner ersten großen Kinoproduktion. Ich weiß nicht, wie das Casting für Kirschblüten abgelaufen ist. Wer jedoch auf die Idee kam, den Fernsehschauspieler und Theatermimen Elmar Wepper an diese große Charakterrolle heran zu lassen, der sollte demnächst vielleicht für die Seligsprechung oder zumindest einen Landesorden vorgeschlagen werden. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, das Wepper einen derart schwierigen, ernsthaften und ambivalenten Charakter so ausfüllen kann. Und nicht nur das: Wepper überstrahlt in seinem Spiel die gesamte Produktion mit allem Drum und Dran. Er ist die treibende Kraft der Erzählung, der Mittelpunkt des Dramas und der Quell der winzig kleinen Hoffnung. Wenn er in Tokio durch die Stadtviertel irrt, vor einem blühenden Kirschbaum seinen Mantel öffnet und wir erkennen, dass er Trudis Kleider trägt, dann merken wir, wie uns sein Spiel die Tränen in die Augen treibt. Wenn er dann noch mit brüchiger Stimme sagt: "Das ist alles für dich, Trudi" gibt es kein Halten mehr. Das ist ganz großes Kino im Endstadium!

Ich war schon immer der Meinung, dass der Deutsche Film lebt. Kirschblüten bestätigt das auf eine eindrucksvolle Art und Weise. Wer der Wirklichkeit entfliehen will, indem er Wepper und Elsner gerade diese Wirklichkeit 122 Minuten lang darstellen lässt, der ist bei Kirschblüten richtig. Wer noch träumen kann und will, nicht alles im Leben verteufelt, sich aber den realen Ängsten und Sorgen stellen kann, der wird diesen Film lieben. Vielleicht nimmt man auch ein Stück des Films mit in seinen Alltag. Das muss nicht die Reise nach Tokio sein, oder der Tanz vor dem Fudji; vielleicht reicht schon Rudis Ausspruch: "Wir haben ja uns", um zu verstehen, worum es im Leben eigentlich geht.
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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das ist für dich, Trudi, ..." 22. September 2008
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
... sagt Rudi, der mit geöffnetem Mantel, unter welchem er Strickjacke und Rock seiner verstorbenen Frau trägt, auf die Kirschblütenpracht der Baumkronen über ihm blickt. Rudi ist in Tokyo, das heimliche Traumziel seiner Frau, deren Erfüllung diese sich aber zeitlebens versagte.
Der Film "Kirschblüten" beginnt aber in der bayerischen Provinz. Rudi fährt jeden Morgen zur gleichen Zeit mit Frühstücksbrot, Apfel und stets demselben Sinnspruch ("an apple a day, keeps the doctor away") zur Arbeit. Die Frau an seiner Seite hat ihm drei Kinder geboren, die längst ihre eigenen Wege gehen. Sie weiß, dass er zufrieden ist, auch wenn er gern über dies und jenes grantelt. Er jedoch weiß von ihr und den Kindern nur wenig. Sie erfährt dann vom Arzt, dass ihr Mann nicht mehr lange zu leben hat und soll ihm diese Nachricht überbringen.
Ohne ihn einzuweihen, fahren beide die Kinder (einen verheirateten Sohn und eine lesbische Tochter) in Berlin besuchen und nach einem eher missglückten Zusammentreffen weiter an die Ostsee. Trudi möchte auch noch gern den anderen Sohn in Tokyo besuchen, doch Rudi winkt ab, denn man habe noch so viel Zeit - später!
Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, plötzlich und unerwartet, wie es in Traueranzeigen heißt. Im Gespräch mit Franzi, der Lebenspartnerin seiner Tochter, erfährt Rudi dann von den Träumen seiner Frau, über die sie mit ihm nie gesprochen hatte und die sie sich nie erfüllte: dem Wunsch, die Kunst des Butoh-Tanzes zu erlernen und nach Japan zu reisen, um den göttlichen Berg Fujiyama zu sehen.
Rudi macht sich auf nach Japan, den Koffer und die Sachen von Trudi immer dabei. Die Reise nach Tokyo wird für Rudi nicht nur die Einlösung eines unerfüllten Versprechens der verstorbenen Frau gegenüber, sondern auch zu einer Reise in sein eigenes Innerstes.
Es ist Elmar Wepper zu verdanken, dass er auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Kitsch nie abrutscht und seine Figur des Rudi, selbst wenn sie plötzlich in Frauenkleidern durch Tokio spaziert und im Park Butoh tanzt, nie der Lächerlichkeit preisgibt.
Mit "Kirschblüten - Hanami" gelingt Doris Dörrie ein subtiles und partiell hoch emotionales filmisches Memento mori. Ein Stoff also, der vom Thema des Todes und der Trauerarbeit stets wieder zum Leben und den Lebenden hinführt. Immer geht es um die Frage, wie wir miteinander umgehen: Was wissen wir wirklich voneinander; interessieren uns die Träume und Hoffnungen derer, die uns umgeben; öffnen wir uns deren Wünschen oder sind wir nicht zu stark mit der Pflege des eigenen Ego befasst?
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönheit der Vergänglichkeit 22. November 2010
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Blu-ray
So wie die japanische Sakura keine essbaren Früchte trägt und nur wenige Tage im Jahr blüht, bietet das Leben oft nur eine kurze Zeit des Glücks - und es gibt wenig von Wert, was man hinterlässt. Daher feiern die Japaner den Frühlingsbeginn mit dem Hanami (jap. "Blüten betrachten") als Symbol des Lebens und der Freude am Leben, aber auch wegen der Vergänglichkeit des Schönen.

Mit einem Elmar Wepper (61), der immer besser zu werden scheint, und der großartigen und völlig uneitlen Hannelore Elsner (65) fand Doris Dörrie 2008 die ideale Besetzung für ihre Parabel von der Schönheit und Vergänglichkeit der menschlichen Existenz.

Rudi und Trudi Angermeier leben zufrieden ihr geregeltes Leben. Doch während er es am meisten schätzt, wenn jeder Handgriff Tag für Tag gleich abläuft, findet sie sich im Ankoku Butoh (dt. "Tanz der Finsternis"), einem gleichermaßen grotesken wie zarten Ausdruckstanz in Wiederaufnahme alter Traditionen. Ihr Traum wäre eine Reise nach Japan, wo ihr Sohn lebt. Den Fuji bestaunen - aber für Rudi ist der Fuji ein Berg wie jeder andere.

Aus der Endlosigkeit der Zukunft kann schlagartig panikartige Bedrückung erwachsen, wenn die Ärzte verkünden, dass die Tage gezählt sind. Trudi beschließt, ihrem Gatten die tödliche Diagnose zu verschweigen. Doch sie setzt durch, endlich mal die Kinder in Berlin zu besuchen. Als die Beiden feststellen müssen, dass die Kinder ihr eigenes Leben leben und alle Leitungen gerissen sind, besuchen sie noch einmal die Ostsee. Doch schneller als erwartet wird ihnen das Heft der Handelns aus der Hand gerissen...

Niemand kann wissen, was morgen kommt. Der Schmerz der Trennung, die Angst vor dem Alleinsein, das Ende der Normalität, die Einsamkeit des Individuums, der Verlust des einzigen Menschen, mit dem man sich verstanden hat, die Entfremdung der Kinder, die Erwartung des eigenen Endes - das sind Themen, die jeden betreffen, Situationen, die auf jeden zukommen.

Nicht alleine gehen zu müssen, an einem symbolkräftigen Ort, der verbindet und abschließt, bietet der feinfühlige Film von Doris Dörrie als besondere Gnade des Schicksals an.

Neben der eindrucksvollen schauspielerischen Leistung der beiden Alten, aber auch der jungen Aya Irizuki, tragen vor allem auch die umwerfenden Bilder, die Hanno Lentz unter inspirierter Nutzung der erweiterten Möglichkeiten der HDTV-Kamera (Sony HDW-750, 1080p, 1.85:1) eingefangen hat, zu einem ganz besonderen Erlebnis bei: Wo die technischen Möglichkeiten gegeben sind, lohnt sich die Blu-ray unbedingt - einige Ostsee-Szenen und vor allem die Eindrücke aus Tokio und vom Fuji sind atemberaubend. Mit der kleinen Sony HVR-Z1 wurden "intime" Aufnahmen möglich, z.B. in Restaurants oder in Fußgängerzonen.

Die BD bzw. Editionen mit Bonus-DVD bieten ein sehenswertes "Making Of", die Pressekonferenz der Berlinale, Butoh-Tanzszenen, die Verleihung des Deutschen Filmpreises, Trailer, entfallene Szenen, Interviews mit der Regisseurin, den Produzenten und den Darstellern und eine Fotosammlung.

Kein Film fürs große Publikum und weniger eindrucksvoll auf kleinen Bildschirmen - aber für unvoreingenommene, geduldige (Original-Länge 127 Minuten) und aufnahmefähige Filmfreunde auf der großen Leinwand ein außerordentlicher Genuss.

film-jury 5* A0379 14.12.2010eg Genre: Romanze | Drama
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Veröffentlicht am 11. Juli 2009 von kontrast
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