Das Buch beschreibt auf 32 Seiten verschiedene Kirigami-Motive. Wobei von Beschreiben an sich nicht die Rede sein kann: die Beschreibung beschränkt sich auf den Musterbogen, ein Foto, wie das Ergebnis aussehen soll und sehr sparsame Tipps. Damit kommt man aus, aber mehr Beschreibung ist es nicht.
Die Motive sind überwiegend blumig. Zwei Hasenmotive lassen österliche Gedanken aufkommen, zwei Schmetterlingsmotive und zwei Vogelmotive sommerliche, für die Weihnachtszeit sind ein paar Sterne dabei. Auch die mit dem Schwierigkeitsgrad 3 (von 3) gekennzeichneten Motive sind mit etwas Übung machbar (es muß nicht alles gleich beim ersten Mal funktionieren, aus Fehlern lernt der Mensch...), allerdings ist Kirigami auf die Dauer eine Technik, die etwas komplizierter ist, als es ausschaut.
Warum man aber nicht einfach auf den Gedanken kommt, die unhandlichen Schnittmustervorlagebögen als normale Buchseiten in die Mitte des Buches (bzw. Heftes) zu tackern, wo man sie je nach Belieben entfernen, abpausen oder kopieren könnte, erschließt sich mir nicht. Die Methode des Frechverlages, eine Sichthülle in die Buchmitte zu tackern, in die man das Ding nach Entfernen aus dem Buch sorgsam einlegen kann, ist auch nicht schlecht, aber sicher in der Herstellung nicht billiger als normale Buchseiten.