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Kirchenführer Rom
 
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Kirchenführer Rom [Broschiert]

Herbert Rosendorfer
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Edition Leipzig; Auflage: 4., aktualisierte Auflage. (18. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865022618
  • ISBN-13: 978-3865022615
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Rom ist die Stadt der Kirchen. Aus den über tausend wählte Herbert Rosendorfer hundert aus: nach religiöser oder architektonischer Bedeutung, wegen herausragender Kunstwerke, die sich dort befinden, oder aus persönlicher Vorliebe für die eine oder andere Kirche. Auch die Beschreibung der einzelnen Bauwerke spiegelt die persönlichen Eindrücke des Autors wieder, der aus der Fülle der Daten und Fakten über Architektur, Baugeschichte und Heiligenviten die ihm wichtigen Informationen herausgreift und diese in seiner humorvoll hintergründigen Art darstellt. Der Leser erfährt viele intime Details aus Geschichte und Gegenwart, die nicht im Baedecker stehen - bis hin zu Geheimtips, wie man sich Eintritt in eine geschlossene Kirche verschafft. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Herbert Rosendorfer, 1934 in Bozen geboren, 1939 nach München umgezogen, studierte an der Akademie der Bildenden Künste, wechselte danach zum Jurastudium. Seit 1969 zahlreiche Romane und Erzählungen sowie Theaterstücke. Professor für Bayrische Literaturgeschichte an der Universität München. Nach seiner Tätigkeit als Richter lebt er wieder in der Nähe von Bozen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dem geneigten Leser wird sofort bewusst, welche intensive Recherche hinter diesem Führer durch 100 der bemerkenswertesten Kirchen Roms steckt. Zu jeder Kirche erzählt der Autor ihre ganz persönliche Geschichte und geht dabei auf Kunstschätze, Baugeschichte und Personen ein, die auf unterschiedlichste Art und Weise mir ihr verbunden sind. Nebenbei werden Öffnungszeiten und Besichtigungshinweise gegeben. Die Auswahl der Kirchen ist meiner Ansicht nach durchaus gelungen.

Die skeptische und streng historische Betrachtung der mit den Kirchen verknüpften Geschichten der Bibel und den Heiligen- und Märtyrerberichten ist auch als solches für einen Autor vollkommen in Ordnung. „Wo wir noch wissen können, brauchen wir noch nicht zu glauben". Aber genauso wenig historisch belegt sind Behauptungen des Autors, wonach Jesus bei der Entstehung des Christentums nur eine Nebenrolle gespielt habe und eines von vielen Kindern Marias gewesen sei oder Feststellungen, dass Heilige und Märtyrer einfach „erfunden" worden seien. Dies kann nur jemand sagen, der das Gegenteil beweisen kann (nämlich dass es nicht so war und dass es sie nicht gegeben hat) und vor 2000 Jahren oder entsprechend später persönlich dabei gewesen ist. Ich finde, man sollte dabei schon dasselbe Maß anlegen und dann eine ebenso große Skepsis zeigen, wie den Überlieferungen der Bibel und Heiligengeschichten gegenüber. Etwas mehr Distanz und Achtung vor dem Glauben anderer wäre an manchen Stellen wünschenswert gewesen.

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Nicht einmal der Heilige Geist weiß, wie viele Kirchen es in Rom gibt", meint Autor Herbert Rosendorfer. Wer Rom besucht, kommt an keiner Kirche vorbei. Doch welche "lohnt" einen Besuch? Antwort gibt der "Kirchenführer Rom". Herbert Rosendorfer hat eine Auswahl getroffen und sich auf 100 Kirchen und Kapellen beschränkt. Wohl auch diese 100 dürften den Rahmen eines normalen Romaufenthaltes sprengen. Aber wer Rom einmal gesehen hat, kommt sowieso immer wieder, und so dürfte der "Kirchenführer Rom" zum zeitlosen Begleiter aller Romreisenden werden.

Das Format des Führers ist überaus handlich, so dass er in jede Tasche passt. Die Handhabung ist denkbar einfach: Nach dem Alphabet und in der gängigen italienischen Stadtplanbezeichnung sind die 100 Gotteshäuser sortiert. Im Anhang befindet sich eine Karte des Stadtzentrums, in der alle vorgestellten Objekte rot markiert sind. Herbert Rosendorfer verzichtet bewusst auf moderne Kirchen und solche, die außerhalb des Stadtzentrums liegen. Dass er jedoch nur katholische Gotteshäuser vorstellt, "weil sich das Buch seiner Natur nach an den katholischen Rombesucher wendet", ist mehr als anmaßend! Obwohl der Autor selbst zugibt, dass unter den "nichtkatholischen Kirchen hochinteressante Bauwerke zu finden sind". Sind nicht vor Gott alle Menschen gleich, und sollte dies nicht auch für deren Gotteshäuser gelten? Bleibt zu hoffen, dass die Protestanten erhaben über die Überheblichkeit des Autors sind, denn der "Kirchenführer Rom" ist - abgesehen von dieser Beleidigung gleich auf der ersten Seite - wirklich gut.

Interessant ist die anfängliche Erklärung der "Heiligen-Nomenklatur", die aufzeigt, wie die verschiedenen Bezeichnungen "San", "Santa" und "Santissimo" zu unterscheiden und zu verstehen sind. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kirchen - die Auswahl beschränkt sich auf die bedeutenden, mittleren und kleineren (katholischen!) Bauwerke - finden einen gekonnten Mittelweg zwischen architektonischer Baubeschreibung, historischem Hintergrundwissen und Andachtsanleitung. Auch Teile der zu sehenden Kunstwerke werden beschrieben, und kleine Anekdoten lockern die wissenslastigen Texte hin und wieder auf. Bei den einzelnen Kirchenbeschreibungen sind oftmals Öffnungszeiten und immer die genaue Adresse angegeben. Zahlreiche schöne Fotos von Innenansichten und Außenaufnahmen der vorgestellten Gotteshäuser komplettieren den "Kirchenführer Rom".

Der "Kirchenführer Rom" ist ein lohnenswerter und kompetenter Begleiter für die Reise in eine der bedeutendsten und schönsten Städte der Welt!

(c) Steffani Lehmann von Literaturtipp.com
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7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nachdem ich beide Venedig-Bücher Rosendorfers negativ beurteilt habe, schien es mir angebracht, mir auch seine Rom-Bücher vorzunehmen. Vielleicht kann er mich ja - anders als mit seinem Venedig-Kirchenführer - davon überzeugen, daß er wirklich in der Stadt und den Kirchen gewesen ist, bevor er darüber schrieb. Dem ist wohl so, denn Hinweise auf verborgene Kunstwerke oder Zugänge kann man wohl nur geben, wenn man zuvor dort war. Es kommen mir aber auch Zweifel, wenn ich etwa lese, daß vor der Kirche Il Gesu "sich die Straßenschlucht des Corso Vittorio Emanuele nach der Piazza Venezia das erste mal zu einem Platz" öffne (Kirchenführer Rom S. 86). Um diesen Fehler zu vermeiden, muß man nicht einmal dort gewesen sein, sondern nur auf einen Stadtplan schauen: Der Corso Vittorio Emanuele II. beginnt bzw. endet nicht an der Piazza Venezia, sondern eben genau an der Piazza Il Gesu. Die Straße, die von diesem Platz an der Nordseite der Kirche zur Piazza Venezia führt, heißt Via dei Plebicito. Auch anhand des von Rosendorfer verfaßten ADAC-Rom-Reiseführers könnte man aus Feststellungen einiger Rezensenten (Harald Woelke v. 24. September 2003, Ingo Lauer v. 7. August 2004) mutmaßen, Rosendorfer sei nie in Rom gewesen.
Es ist aber in jedem Falle verdienstvoll und hilfreich, einen handlichen Führer für die Kirchen der heiligen Stadt zusammengestellt zu haben. Das gewichtige Werk von Mariano Armellini Le chiese di Roma da secolo IV al XIX (Roma 1942) ist leider kaum geeignet, um damit in der Hand herumzulaufen. Rosendorfer erwähnt Armellini wenigstens S. 5 und auch in seinem Buch Rom. Eine Einladung (Köln 2008 S. 93) läßt aber hier wie dort den Leser darüber im unklaren, um welches Werk es sich konkret handelt. Er gibt hier generell keinerlei Literaturhinweis (www.amazon.de weist allein über 500 Bücher zu Stichwort "Kirchen in Rom" aus). Eine Handreichung für Kirchenbesucher ist auf vorhandener Literaturgrundlage leicht zu machen. Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, auszuwählen, wegzulassen. Da will ich mit Rosendorfer gar nicht streiten. Genauere Auskunft hätte ich aber schon, woher er das Wissen hat, daß "nicht einmal der Heilige Geist weiß, wieviele Kirchen es in Rom gibt." (Kirchenführer Rom S. 5) Um diese intimen Kenntnisse des Heiligen Geistes werden ihn wohl viele beneiden. Das hat ihn wohl auch veranlaßt, einleitend darauf hinzuweisen, daß "sich dieses Buch seiner Natur nach an den katholischen Rombesucher wendet... für Rombesucher gedacht ist, die aus religiösen Gründen in die Stadt reisen... (und es) wurde versucht, bei der Beschreibung der einzelnen Kirchen einen Mittelweg zwischen reiner Baubeschreibung, historischer Darstellung und Andachtsanleitung zu finden" (S. 5f). Nun gut, Versuche können mißlingen. Diese Behauptungen kann ich nämlich im Text zu den Kirchen nicht bestätigt finden. Der katholische Leser wird eher durch immer wieder eingestreute und völlig überflüssige abfällige Bemerkungen verärgert. Spät, aber immerhin, hat Rosendorfer - ein empörter Leserbrief an den Verlag hat da wohl nachgeholfen - eingesehen, daß dieses Buch "für sehr fromme Seelen" wohl doch nicht geeignet ist (Rom. Eine Einladung S. 142).
Rosendorfer gibt sich - schließlich weiß er ja, was der Heilige Geist weiß - allwissend und hält daher jegliche Begründung seiner mitunter angedeuteten opaken Ansichten für überflüssig. Das goutiert sicher auch manch einer nicht, der sich keineswegs für einen rechtgläubigen Christen hält. Andersdenkende werden nun nicht schnurstracks nach dem Staatsanwalt oder einem Verdikt des Papstes rufen (Das gäbe Buch und Autor eine Bedeutung, die dem bei weitem nicht zukommt, und bei einem über 70jährigen Herrn muß man ja auch befürchten, daß er vielleicht nicht mehr verhandlungsfähig ist.), wo Rosendorfeer den Glauben, die volkstümliche Frömmigkeit und die Nöte der Menschen, die des Glaubens bedürfen, gezielt lächerlich zu machen sucht (z.B. Kirchenführer Rom S. 13, 50, 82, 150). Wenn man hier also nicht gleich strafrechtlich relevante Religionsschmähung ausmacht, so sind zahlreiche seiner Bemerkungen auf jeden Fall geschmacklos. Mit nahezu gleichförmig immer wieder eingestreuten abwertenden Attributen zu Heiligen und Päpsten wird gewiß auch niemand überzeugt und wer da Rosendorfeers Meinung ist, liest wohl in den seltensten Fällen einen Kirchenführer. Wer sich aber in der Geschichte des Christentums gut auskennt, bemerkt hier schnell die Unredlichkeit des Autors. So halb entschuldigt sich der auch im Vorwort: "Sollte ein Leser oder eine Leserin über manchen kritischen Ton (namentlich in den Heiligenviten) erstaunt sein, erlaubt sich der Autor darauf hinzuweisen, daß auch Skepsis zum Glauben gehört. Wir brauchen dort noch nicht zu glauben, wo wir noch wissen können." (S. 6) Gewiß! Ein Bemühen, Glauben und Wissen zu versöhnen, ist nicht unbedingt von jedem zu verlangen, unter der Fahne "Wissen" Vorurteile vorzutragen, ist aber doch ein wenig arg. Rosendorfer hätte, anstatt den Leser mit Meinungsbrocken abzuspeisen (Bereits bei seinem Venedig-Einladungsbuch war mir aufgefallen, daß der Autor seine Leser offenbar für ziemlich dämlich hält. Ich gebe dagegen zu bedenken, daß Leser eines noch so schlechten Buches aber doch immerhin nicht nur lesefähig, sondern auch -willig sind und für diese Kulturleistung sogar - meist - dafür Geld ausgegeben haben, also irgendwie zum besseren Teil der Menschheit gehören müssen.), vielleicht besser eine kritische Geschichte der Heiligen, der Päpste, des Christentums schreiben sollen. Solche gibt es aber schon zur Genüge. Ich glaube auch nicht, daß ich ein solches Buch von Rosendorfer lesen würde, denn um damit einen erbaulichen Genuß zu vermitteln, fehlt ihm die heitere Gelassenheit des Katholiken (Ich verspreche, mich in meinem Venedig-Buch redlich darum zu mühen.), der sich der Seligkeit gewiß ist.
"Andachtsanleitung" gibt Rosendorfer überhaupt keine. Wie könnte er auch! Er hätte aber wenigstens S. 7 darauf hinweisen sollen, daß zur Erlangung des vollständigen Ablasses durch Besuch der sieben Pilgerkirchen an einem Tage auch die vorherige Beichte geboten ist und daß man "reinen Herzens" kommen möge. Auch der Hinweis, daß man öffentliche Verkehrsmittel benutzen darf, um von einer Pilgerkirche zur anderen zu gelangen, nicht aber ein Taxi oder PKW, fehlt. Hilfsstellung bieten hier ja auch hinreichend Pilgerwerke und andere fromme Einrichtungen. Insofern ist Rosendorfers Buch völlig überflüssig. S. 90 läßt er auch ungewollt durchblicken, daß er von mittelalterlicher Architektur nichts versteht, indem er am "schlampigen Bau" von San Giorgio in Velabro rumnörgelt. Daß man bis zum 15. Jahrhundert nicht nach Zeichnungen, sondern nach Modellen und mit dem Prinzip "Versuch und Irrtum" baute, es folglich gar nicht so selten war, daß "kein Winkel ordentlich (ist), keine Arkade... der anderen" gleicht, ist dem sich als allwissend gebenden Autor scheinbar unbekannt.

Kritisieren muß ich auch die Buchgestaltung, die die Nutzung als Handbuch beim Besuch der Kirchen behindert: Die Nummerierung der Kirchen ist wenig hilfreich, da sie fortlaufend in der alphabetischen Reihenfolge geschehen ist, wie die Texte im Buch stehen. So ist es sehr erschwert, die jeweilige Kirche auf der Karte zu finden, wenn man sich nicht in Rom auskennt. Hier wäre es sinnvoller gewesen, nach der Karte zu nummerieren - etwa von oben links nach rechts unten. Die Nummerierung von Sehenswürdigkeiten in San Pietro in Vaticano auf dem Plan S. 219 in Uhrzeigersinn scheint mir ebenfalls unzweckmäßig: Folgt man der damit vorgegebenen Laufrichtung, gelangt man erst am Ende und wohl etwas ermattet zur "Pietà von Michelangelo (18) (,die) als das schönste Bildwerk der Peterskirche bezeichnet" werden kann (S. 216). Diese überragende und ergreifende Figurengruppe gehört unbedingt an den Anfang eines Rundgangs! Auch daß ein Namensverzeichnis fehlt, setzt den Gebrauchswert des Broschüre erheblich herab, denn wer sich für die Künstler und Baumeister, Heiligen und Würdenträger der Kirche(n) interessiert, findet die nur durch mühevolle Durchsicht des gesamten Buches. Schließlich wäre eine Erläuterung einiger dem interessierten Laien wahrscheinlich kaum geläufigen Begriffe angezeigt gewesen.

Die Mängel des Buches ließen sich durch eine gründliche Überarbeitung - ich würde empfehlen, dazu einen anderen Autor hinzuzuziehen (Wie wär's mit Arne Karsten?) - leicht beheben und etwa mit den Signalinformationen auf der Randleiste in Rosendorfers Venedig-Kirchenführer hat der Verlag ja schon gezeigt, daß er Vorbildliches zu liefern in der Lage ist.
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