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Die Kirche der toten Mädchen
 
 
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Die Kirche der toten Mädchen [Gebundene Ausgabe]

Stephen Dobyns
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 462 Seiten
  • Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1. Auflage (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810504386
  • ISBN-13: 978-3810504388
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.694.514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stephen Dobyns
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Stephen Dobyns' Die Kirche der toten Mädchen ist zweierlei: ein packender Thriller und ein Psychogramm einer Kleinstadt. Diese Mischung ist brisant. In einer Kleinstadt im amerikanischen Nordwesten verschwinden nacheinander drei Mädchen spurlos. Der Täter schickt die Kleidung der drei sauber gereinigt und zusammengefaltet zurück. In einer Stadt mit rund 7.000 Einwohnern, wo jeder jeden kennt -- oder zumindest zu kennen glaubt -- müssen solche Verbrechen Aufregung hervorrufen.

Liebevoll baut Stephen Dobyns die Szene vor dem geistigen Auge seiner Leserschaft auf: Wer arbeitet wo? Wer hat mit wem für wie lange ein Verhältnis? Wer hat welche Marotten? In diese heile Kleinstadtwelt bricht das Verbrechen ein. Eine Gruppe von Bürgern bildet sich, die sich auf der allgemeinen Suche nach dem Verbrecher immer mehr Rechte herausnimmt und am Ende sogar Anordnungen der Polizei mißachtet.

Der Autor läßt den Leser mitfühlen, wie die Panik in der Stadt immer größer wird, bis Unschuldige ermordet, die Wohnungen Unbeteiligter verwüstet werden, Kinos und Cafés leer bleiben und statt dessen der Pizza-Service Konjunktur hat. Der Autor läßt den später brutal ermordeten Lehrer seinen Schülern eine wesentliche Erkenntnis mitgeben: "Wer anders ist, eignet sich zum Sündenbock." Die Polizei folgt dem üblichen Verfahren: Die, die ohnehin schon aufgefallen sind, nimmt sie als erstes unter die Lupe. Um dann ziemlich blamiert einsehen zu müssen, daß ein angesehener und bisher völlig unverdächtigter Bürger der Schuldige ist.

Was der Mörder mit den drei Mädchen gemacht hat, wird zur Nebensache. Den lesenden Kleinstadtbürger beschleicht das beklemmende Gefühl, daß morgen das gleiche in seiner Stadt passieren kann. Zu realistisch, zu lebensnah ist das Beschriebene. Nie läßt der Autor den Eindruck aufkommen, es werde übertrieben. Genau das macht das Buch lesenswert. Irgendein billiges Happy-End? Fehlanzeige! Wer nach 462 Seiten das Buch zuklappt, wird nachdenklich. Ist man nicht selbst auch schnell mit vorschnellen Schuldzuweisungen bei der Hand? --Corinna S. Heyn

Kurzbeschreibung

Nach und nach verschwinden drei junge Mädchen in der kleinen Stadt Aurelius im Staate New York. Als das erste Mädchen verschwindet, richtet sich der Verdacht der Bewohner zunächst auf alle Außenseiter der Stadt. Als das zweite Mädchen auf die gleiche mysteriöse Weise verschwindet, nehmen Angst und Mißtrauen zu, verdächtigen sich Menschen, die seit jeher Nachbarn sind, gegenseitig. Und als das dritte Mädchen verschwindet, spitzt sich die Atmosphäre alptraumhaft zu. Keiner der Bewohner bleibt verschont von den zerstörerischen Auswirkungen der Denunziationen und Verdächtigungen - weder der angesehene Chefredakteur der Regionalzeitung noch der prüde Apotheker; nicht einmal der Erzähler, ein Biologielehrer, weil er dabei beobachtet wird, wie er mit Mädchen aus der Nachbarschaft Plätzchen backt. Als die Hysterie dem Höhepunkt zutreibt, die Bewohner das Gesetz in die eigene Hand nehmen und eine Bürgerwehr gründen, kommen alte Gerüchte, alte Feindschaften und Begierden an die Oberfläche und geben die geheimen Geschichten dieser scheinbar so friedlichen Stadt preis. Die Kirche der toten Mädchen ist die Geschichte einer Stadt, die zerfressen wird von der Angst, einen schrecklichen Verbrecher in ihrer Mitte zu haben - denn das furchtbare ist, daß jeder der Mörder sein könnte. Was dabei mit den Menschen passiert, das schildert Stephen Dobyns auf eindringliche Weise in diesem Psychothriller der Extraklasse.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Idee dahinter.... 18. Oktober 2004
Von kathrin
Format:Taschenbuch
Zugegeben, es ist schon etwas her, seit ich das Buch (auf Englisch) gelesen habe. Dennoch kann ich mich keiner der hier wiedergegebenen Meinungen wirklich anschließen, denn weder war das Buch sonderlich gruselig, noch war es zäh oder schwer zu lesen (es sei denn, die deutsche Übersetzung ist wirklich so schlecht). Noch heute suche ich nach einem Kriminalroman, der ähnlich psychologisch und fesselnd die Abgründe menschlichen Verhaltens wiedergeben kann und dabei zu keiner Zeit langweilig oder gar vorhersehend wird. Sicherlich dauert es seine Zeit, bis Charaktere eingeführt und Handlungsstränge aufgebaut werden, doch dies steht der Geschichte nicht im Wege, sondern vertieft sie vielmehr. Entgegen anderer Autoren stellt Dobyns eben nicht einen abgehalfterten Kriminalisten in den Mittelpunkt seines Werkes, sondern vielmehr einen Protagonisten, der teils ironisch, teils resigniert, aber immer erschreckend authentisch wirkt. Beginnend mit dem Fund der Opfer zeichnet Dobyns weniger die Suche nach dem Mörder, sondern vielmehr das psychologische Profil einer Anfangs idyllischen Kleinstadt, die sich, getrieben durch Angst und Hilflosigkeit, in einen Ort verwandelt, in dem sich jeder durch blosse Andersartigkeit verdächtig macht. Schon bald geht es nicht mehr nur darum den Täter zu finden, sondern vor allem auch sich selbst von Vorwürfen frei zu sprechen. Dobyns' Erzählstil tut sein Übriges, um dieses Buch gekonnt aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen hervor zu heben. Für mich ein Grund mehr, das Buch im Bücherschrank nicht zu weit nach hinten zu stellen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tanja
Format:Taschenbuch
Zunächst einmal, wer einen Thriller lesen möchte, wo man bis zur letzten Seite miträtselt, wer denn nun der Täter ist, der ist mit diesem Werk schlecht beraten. Denn weder ist das Verbrechen originell (kleine Mädchen werden gemeuchelt), noch bekommt man Hinweise, wer der Täter sein könnte (vielleicht war der Autor selbst überrascht, wer nun der Mörder ist).
Trotzdem kann man der Geschichte nicht die Spannung absprechen. Leser, die sich gerne überraschen lassen und vom erwarteten Genre abweichen können, kommen auf ihre Kosten.
Es steht nicht das eigentliche Verbrechen (kleine Mädchen werden gemeuchelt) im Vordergrund, sondern die Art, wie eine amerikanische Kleinstadt damit umgeht (obwohl das nicht ausschließlich nur für amerikanische Kleinstädte gelten dürfte).
Da die Einwohner nicht wissen, wer ihre Kinder bedroht und sich dementsprechend hilflos fühlen, fangen sie an, sich selbst einen Täter „maß zu schneidern“. Klar, daß es zunächst die Außenseiter trifft, die sich schon immer merkwürdig verhalten haben (Vorsicht, hier sind manche Charaktere einfach zu überspitzt dargestellt).
Als man dort dem Täter nicht habhaft werden kann (obwohl Blut fließt), beginnt man im näheren Umfeld nach zu forschen. Dabei kann es unliebsame Zeitgenossen erwischen, alte Rechnungen wollen beglichen werden, ...kurzum, die braven Bürger bekommen paranoide Züge und niemand ist davor gefeit, selbst ins Fadenkreuz zu geraten.Währendessen wird das Leben der Unschuldigen von den Morden bestimmt, da sie sich kaum noch in die Öffentlichkeit wagen und lieber ihr eigenes Netz der Angst spinnen, worin sie sich vollendens verfangen.
Gelungen ist auch der Erzähler. Zwar beschreibt er sich selbst gut genug, daß er plastisch wird, doch bleibt er durchschnittlich genug, daß es erschreckend ist, wenn er schließlich selbst zu den Verdächtigen gezählt wird (weil er schwul ist, weil er Kinder mag, etc.). Der Leser selbst verliert das eigentliche Verbrechen irgendwann aus den Augen, weil er zu sehr damit beschäftigt ist, wen die Stadtbewohner wohl als nächstes aufs Korn nehmen.
Die Identifizierung des Mädchenmörders ist dagegen fade, denn man hat ihn zuvor nicht richtig kennen gelernt. Der Leser erhält eigentlich kaum eine Chance, ihm auf eigene Faust auf die Schliche zu kommen. Da wirkt die Auflösung recht zusammengeschustert.
Dieser Roman ist vielmehr Sozialstudie, denn Thriller. Mich hat es nicht gestört, da es fesselnd bis zum Schluß blieb und ich nicht umhin konnte, nachdenklich zu werden. Deswegen volle Punktzahl.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von lysandros
Format:Taschenbuch
Nachdem ich die bisherigen Bewertungen hier gelesen hatte, war ich gespannt auf das Buch, da es entweder gleich 5 Sterne gab oder es völlig verissen wurde.
Für mich ist das Buch sicher nicht das Beste, das ich in letzter Zeit gelesen habe, es ist aber auch nicht ganz schlecht. Die ersten 100 Seiten sind recht zäh zu lesen, der Autor stellt hier sehr viele Personen in allen Einzelheiten vor, sodaß man schnell den Überblick verliert. Ich habe mehrmals zurückblättern müssen um noch mal nachzuvollziehen, wer diese Person jetzt eigentlich ist. Im späteren Teil des Buches gelingt es ihm immer besser, die über der Kleinstadt liegende Spannung und die gegenseitigen Verdächtigungen darzustellen. Hier liest sich das Buch auch viel flüssiger.
Der Schluss ist aus meiner Sicht weniger gut gelungen, man kommt recht schnell auf den Täter und es ist aus meiner Sicht auch nicht besonders nachvollziehbar, aus welchen Beweggründen die Entführungen und Morde durch ihn geschahen.
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fesselnde Millieustudie
Dies ist ein Buch, das ich nur schwer wieder aus der Hand legen kann. Obwohl mich bei dieser Art von Roman immer ein Gefühl der Beklemmung und des Grauens überkommt und... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Flowergirl veröffentlicht
Langweilig und zäh
Von einem Krimi/Thriller erwarte ich Spannung un eine nachvollziehbare Handlung.
Hier hatte ich eine extrem langartmige Erzählung, die sich die ersten 140 Seiten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. März 2010 von Kerstin
eine Kleinstadt in Angst
Dieses Buch hat es schwer gehabt, das merkt man auch den Rezensionen an. Das Buch ist kein Reißer, kein sogeannter Pageturner, kein Thriller, der einem den Puls hochtreibt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2008 von Jupiter
The American Way Of Crime
Kaufen, hinsetzen, aufschlagen und dann NICHT MEHR WEGLEGEN !!!
Hohes Suchtpotenzial !!!!
Veröffentlicht am 29. April 2005 von Torsten Hermann
Es zieht sich....
Der Anfang des Buches ist denkbar gut und verspricht Spannendes. Nach der Einführung erfolgt allerdings zu nächst einmal eine sehr langgezogene und mit teils... Lesen Sie weiter...
Am 31. Juli 2004 veröffentlicht
Unglaublich spannend und gruselig
Ein unglaublich spannender, aber auch sehr gruseliger Roman mit einer klug aufgebauten Handlung. Für den Fall, dass Sie zu gewissen Ängsten neigen, würde ich Ihnen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2004 von Renate
atmosphärisch dicht
Sicher kann man an diesem Buch einige Punkte zum Nörgeln finden - etwa den missratenen Versuch, das Ende im Prolog vorwegzunehmen oder die Person des Erzählers, die in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2003 von helmut seeger
Political Correctness zum Einschlafen
Dobyns versucht zu erzählen, wie eine Kleinstadt in Misstrauen untergeht, weil sich die Bewohner gegenseitig verdächtigen, junge Mädchen zu entführen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2002 von F. Althoff
mühsam, 1 Stern ist zu viel
Furchtbar langatmig und uninteressant entpuppt sich dieses Buch hinter der sehr spannend klingenden Kurzbeschreibung! Lesen Sie weiter...
Am 5. März 2002 veröffentlicht
Langweilig und enttäuschend !!
Eigentlich reicht ein Wort, um dieses Buch zu beschreiben: Langweilig !!! Aber gut, ein paar Worte noch: Als wahrer Krimi-Fan machte ich mich sogleich begeistert ans Lesen, doch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. August 2001 von downey_jr
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