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Kirahe - Der weiße Fremde. Unterwegs zu den letzten Naturvölkern [Broschiert]

Roland Garve , Frank Nordhausen
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

Mai 2007
Seit mehr als zwanzig Jahren fährt Roland Garve in die entlegensten Regionen der Erde zu archaischen Kulturen, die dem Untergang geweiht scheinen: nach Neuguinea, Schwarzafrika und an den Amazonas. Kaum ein anderer Deutscher hatte so viele Kontakte mit unbekannten Naturvölkern, wenige gingen auf so gefährliche Expeditionen. Der promovierte Zahnarzt reist als Ethnomediziner, Völkerforscher und Dokumentarist. »Kirahé« nennen ihn die Lippenpflockindianer im brasilianischen Regenwald, »der weiße Fremde«. Die Ureinwohner sehen in ihm einen Freund, denn er lässt sich auf ihr Leben ein und engagiert sich international für den Schutz ihres Lebensraumes. Gemeinsam mit dem Journalisten Frank Nordhausen erzählt er nun aus seiner bewegenden Lebensgeschichte, die zugleich eine einzigartige Dokumentation verschwindender Kulturen ist - illustriert mit mehr als 250 Farbfotos. Wegen der aktuellen E10 Diskussion sind die Kapitel über die Rohdung des Regenwaldes, ihre Ursachen und Folgen von bedrückender Aktualität.

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Produktinformation

  • Broschiert: 528 Seiten
  • Verlag: Ch. Links Verlag; Auflage: 2., Auflage (Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861534258
  • ISBN-13: 978-3861534259
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 52.703 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Roland Garve beschreibt mit großer Liebe und Einfühlsamkeit, wie die Yanomami-Indianer in Venezuela, die Korowai in West-Papus oder die Zoe in Brasilien im Kampf zwischen Tadition und Moderne ihre Würde zu wahren versuchen. (Berliner Morgenpost/Die Welt)

Garve sieht sich nicht als »Survival-Typ«, sondern als Völkerkundler, der den ursprünglichen Menschen mit Neugier und großem Respekt begegnet. (stern TV)

Ein packendes und auch sehr persönliches Buch. (Planet Wissen)

Über den Autor

Roland Garve, Jahrgang 1955, Studium der Zahnmedizin an der Universität Greifswald; 1981-83 wegen Vorbereitungen zur Republikflucht in der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg-Görden inhaftiert, danach Ausweisung aus der DDR; 1985 Promotion an der Universität Hamburg, ausgedehnte Forschungsreisen als Mediziner und Dokumentarist nach Afrika, Ozeanien und Südamerika, seit 1990 Zusammenarbeit mit den Völkerkundemuseen in Leipzig und Dresden, Fachvorträge zu Ethnomedizin und Völkerkunde, Arbeit als Kameramann, Fotograf und Autor, Produktion zahlreicher Dokumentarfilme über Naturvölker. Im Ch. Links Verlag erschien von ihm 1999: »Unter Mördern. Ein Arzt erlebt den Schwerverbrecherknast«.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnsbuch 18. Juli 2007
Format:Broschiert
Nachdem ich nun das ganze Buch gelesen habe, kann ich nur sagen, es ist ein Wahnsinnsbuch. Manches hätte vielleicht kürzer ausfallen können, aber im Großen und Ganzen ist das eine Biografie, die wirklich ihresgleichen sucht. Wer von all den anderen so genannten Abenteurern hat denn so viel erlebt wie Roland Garve? Aus Garves Erlebnissen hätte ein Nehberg fünf Bücher gemacht!
Er hat wirklich unermüdlich an seinem Ziel festgehalten, zu den Indianern zu kommen, hat sich nicht von DDR, Gefängnis und anderen Widrigkeiten aufhalten lassen. Wenn dieser Mann etwas hat, dann ein Ziel, einen Traum, und enorm viel Mut. Das allein reicht schon, um das Buch zu empfehlen - es ist ganz sicher eine der ungewöhnlichsten neueren deutschen Biografien.
Aber das Buch ist auch spannend, aufregend, der Autor hat wirklich was zu sagen. Er hat ja auch eine Menge erreicht - ein Schutzgebiet für die Zoé-Indianer zum Beispiel. Er hat vielen Indianern die Zähne behandelt, das ist doch wirklich was anderes, als mit einem Reisebüro zu fahren. Insofern irritieren mich einige andere Kritiken hier sehr (die sicher auch mit Garves scharfer Kritik an den Missionaren zu tun haben). Allein die im Buch geschilderten Reisen zu den Zoé, den Korubo oder den Indianern am Xingú sind überhaupt nicht mit einem Reisebüro machbar - da kommt man nur mit spezieller Genehmigung der brasilianischen Indianerbehörde hin. Und Garve hat das geschafft!
Meiner Meinung nach gibt es auf dem deutschen Buchmarkt absolut nichts Vergleichbares. Und dann zu dem Preis, das Buch ist immerhin durchgängig farbig. Man erfährt auch viel über die Ethnologie, ohne dass es wissenschaftlich wird. Aber das hat Garve auch nirgends behauptet. Meine Empfehlung lautet also: kaufen!
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entdeckungsreise 18. Juni 2007
Format:Broschiert
Das Buch ist heftig, sehr heftig sogar. Ich muß es erst einmal verdauen. Diejenigen, die ein "Zahnarzt-was-kann-er-sich-alles-leisten-Reisebuch" erwarten, werden genauso enttäuscht sein wie Leute, die eine bloße Abhandlung über Naturvölker vermuten. Auch für Globetrotter und Survival-Liebhaber scheint das Buch nicht so recht geschrieben worden zu sein. Es ist eine ungewöhnliche spannende Biographie, bei der am Satzanfang schon ruhig öfters mal das Wörtchen "ich" stehen sollte. Der Spannungsbogen ist sehr weit gefasst. Aber das scheint so gewollt zu sein. Eine Entwicklung vom indianerspielenden Thälmannpionier, NVA-Diversanten, Stasi-Häftling inmitten von Kindermördern, Vergewaltigern und Nazi-Kriegsverbrechern im DDR-Zuchthaus und nach der Abschiebung in den Westen und etlichen Expeditionen weiter zum engagierten "Völkerforscher" - eine Bezeichnung übrigens, die der Sender PRO-SIEBEN extra für ihn erfunden hat. Die Geschichte ist schon ein "harter Tobak". Es geht im Buch nicht nur um Indianer und Völkerkunde, sondern auch um Gewalt, Mord und Totschlag in der DDR. Das alles wird sehr lebensnah geschildert. Die teils erschütternden Geschichten aus der DDR-Zeit sind kein gewolltes Survivalspiel, das Manager für ein Wochenende zwecks Selbstfindung buchen könnten, diese Geschichten waren Realität und bitterer Ernst in einem düsteren Kapitel deutscher Geschichte. Im DDR-Knast ging es um das nackte Überleben, um Machenschaften von Ost und West-Geheimdiensten, um Spitzel, Schleusungen usw. Im Buch geht es aber auch um das Mitwirken eines Arztes bei der Schaffung von Schutzgebieten für isolierte Indianer, einem sehr sinnvollen Einsatz deutscher Steuergelder für das Überleben von Naturvölkern, wie ich meine.

Ich begrüße ich es, dass Roland Garve in den verschiedenen Talkshows die verantwortlichen Politiker darum bittet, Völkerkunde in Deutschland zu einem Schulfach zu machen, und die Etatkürzungen für Völkerkundemuseen scharf kritisiert. Umgekehrt stelle man sich mal vor, ein Ethnologe würde sich für eine finanzielle Förderung der Zahnärzte einsetzen. Sympathisch finde ich an dem Autor, dass er sich im Buch niemals selbst als Völkerkundler bezeichnet. Obwohl sein letztes Buch "Unter Amazonasindianern" bis heute eines der ganz wenigen aktuellen Nachschlagewerke über die Tieflandindianer in Südamerika ist. Weltweit! Leider sind auch alle anderen seiner Bücher längst vergriffen. Aber während des Studiums war es für uns nichts ungewöhnliches, wichtige Informationen aus Büchern gerade von Ärzten oder autodidaktischen Feldforschern zu bekommen. Der große Xingú-Forscher Karl von der Steinen war Nervenarzt und der bekannteste Amazonas-Völkerkundler Brasiliens Nimuendajú ein Optiker aus Jena usw. Ohne deren Forschungsergebnisse wäre die südamerikanische Indianistik ganz schön arm.

Bedauerlich finde ich nur, dass der Autor gar nicht weiter auf die Kultur der Korowai und Kombai eingeht. Schließlich hat er über diese Völker mehrere Fernsehberichte und Fachveröffentlichungen gemacht. Das gleiche gilt für die anderen Völker Melanesiens, z.B. in Vanuatu... Oder die Entdeckung der Din in Neuguinea, was damals durch die Weltpresse geisterte. Aber vielleicht hätte das ja auch den Rahmen gesprengt.
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5.0 von 5 Sternen Super 5. Februar 2013
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Liest sich gut, viele Einsichten in fremde Kulturen. Außerdem gibt es Einblicke, wie mit Menschen in der damaligen DDR umgegangen wurde, die nicht mit dem System klarkamen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen nicht mehr als katalog-reiseerlebniss
einen Großteil dieser Reisen haben schon tausende vor ihm gemacht: gebucht über diverse deutsche Reiseveranstalter. Nun, jeder sieht es mit anderen Augen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2007 von henry
5.0 von 5 Sternen unterhaltsam, wissenswert, zum nach-denken
Ich habe das Buch und auch viele Rezensionen darüber gelesen. Beides hochspannend. Es gibt zwei Pole: gnadenloser Verriss oder grosses Lob. Ich lobe dieses Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juni 2007 von Findus
1.0 von 5 Sternen Oberflächliche Reisebeschreibung
Schon die Ankündigung des Verlages lässt Schlimmes vermuten: "Kein anderer

hatte je so viele Erstkontakte mit bisher isolierten Völkern! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2007 von West Sepik
1.0 von 5 Sternen Ein Buch, das die Welt nicht braucht...
... denn es wird in den Ausführungen des selbsternannten Völkerforschers deutlich, dass diese Naturvölker doch am besten bedient sind, wenn man sie in Ruhe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2007 von reiter
1.0 von 5 Sternen Lieber gleich Rolf Torring!
Wer sich ethnologische Informationen erwartet, der hat sich das falsche Buch gekauft. Diese findet man in gleicher Qualität in den alten Rolf Torring Abenteuerromanen, nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2007 von Telefomin
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Einblicke in bedrohte Kulturen
Für alle, die sich für ursprünglich lebende Völker und ihre bedrohte Kultur interessieren, ist dieses Buch ein absolutes Muss! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2007 von Rosaroter Panther 44
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert
das Buch ist schwer im Buchladen zu bekommen, aber ich habe inzwischen viel wissenswertes erfahren, dabei geht es auch am Anfang um Träume in der DDR und später dann in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2007 von kotten
5.0 von 5 Sternen Unglaublich - wertvoll
Der weiße Fremde - klingt abenteuerlich. Ist er wohl auch. Doch in der Autobiografie steht viel mehr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2007 von Cobra
1.0 von 5 Sternen grauenvolle Selbstdarstellung....
Wer wirklich wissen will, was ein selbsternannter Völkerkundler als Zahnarzt im Urwald will, der blättere in diesem Buch.... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2007 von ssiller
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