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Sie beinhaltet alle Arbeiten, die der international anerkannte und mit Preisen überhäufte deutsche Regiessuer Werner Herzog mit Klaus Kinski, dem bekanntesten und eigensinnigsten deutschen Schaupieler realisierte.
In den Jahren 1972 bis 1987 drehten sie 5 Spielfilme, mit denen sie Kultfiguren wurden und Kinogeschichte schrieben.
Auf den 6 DVDs, befinden sich die Klassiker des Autorenfilms "Aguirre, der Zorn Gottes", "Nosferatu - Phantom der Nacht", "Woyzeck", "Fitzcarraldo" und "Cobra Verde". Abgerundet wird diese Filmsammlung mit der genialen Dokumentation "Mein liebster Feind", in der Regiesseur Herzog 8 Jahre nach dem Tod Kinskis nochmals alle Schauplätze aufsucht und die Hassliebe zwischen den beiden Visionären Revue passieren lässt.
Aguirre, der Zorn Gottes: "... Die Produktion des Films war ebenso von Abenteuer und Katastrophen geprägt wie sein Inhalt: Produktionsbedingungen unter Lebensgefahr, 350 aus einem Flugzeug geraubte Affen als Statisten und ein Klaus Kinski, der von Regisseur Werner Herzog unter Waffengewalt vor die Kamera gezwungen werden musste."
Der Film verblüfft durch tolle Bilder, den sphärischen Klängen von Popol Vuh und der nie zuvor gesehenen schauspielerischen Performence von Klaus Kinski.
Nosferatu: Frei zitiert nach dem Stummfilm-Klassiker von F.W. Murnau. Kinski bekam das Filmband in Gold. Auch Bruno Ganz und Isabelle Adjani spielen im ghotischen, neo-expressionistischem
Vampirmeisterwek. Düster, Stimmungsvoll und gibt dem Vampirmythos neue Impulse. Bester Film mit Vampirthematik.
Woyzeck: Klaus Kinski lehnte die Rolle des Franz Woyzeck schon als
Theaterstück und damals als 1. Filmangebot des deutschen Regiesseurs Werner Herzog ab.
Die Begründung: Diese Rolle ist Selbstmord!
Wenn man nun Kinski in dieser Rolle sieht, glaubt man es ohne
Einschränkung! Er selbst sagte, dass er sich Jahre nicht von
den seelischen Qualen erholt hatte, die er für diesen Film "leben" musste.
Herzog köderte 1972 den schwierigen Darsteller mit einer Rolle,
die Kinski nach seiner skandalösen "Christus Erlöser" (Welt-)Tour, die zum Eklat wurde und nach nur 2 legendären Auftritten abgebrochen wurde, nicht abschlagen konnte: "Aguirre - Der Zorn Gottes".
Nach dieser Erfahrung und dem tollen Ergebnis, war es wenig
verwunderlich, dass noch 4 weitere Klassiker folgen sollten.
Woyzeck ihr 3.- Film bietet tolle Musik, eine würdige Inszenierung und Schaupielkunst die ihres gleichen sucht! Was will man mehr?!
Fitzcarraldo: Mammutprojekt, welches unter Lebensgefahr in 4 Jahren abgedreht wurde. Verdientermaßen gab es in Cannes für Werner Herzog den Regiepreis. Zu diesem Film kann man nichts sagen, man muss ihn gesehen haben!
Cobra Verde: Optisch der Beste Kinski/Herzog, wie immer (Ausnahme: Woyzeck) untermalt von der Stimmungsvollen Musik von Popol Vuh.
Meiner Meinug nach der schwächste der fünf Werke, aber immer noch ein Highlight, wobei ich dies nur von der englischen Original-Version behaupten kann, die deutsche Synchro raubt dem Film viel von seiner Faszination und den Darstellern viel an Tiefe!
Kinski spielt mal wieder göttlich und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er Cobra Verde IST. Ein unterschätzter Film.
Herzog sagte zurecht: "So wie hier wird nie wieder gestorben werden"
Den DVDs mekt man die liebevolle Aufarbeitung an! Schöne Cover, toll designte Menüs und stimmige Texte auf der Rückseite zeugen davon. Das wichtigste, die Bild und Tonqualität wurde auch nicht vernachlässigt! So übertreffen die Kinowelt DVDs sogar die Qualität der ohnehin schon sehr guten Anchor Bay DVDs.
Die verbleibenden "Mängel" an Bild und Ton, sind Altersbedingt.
Sehr gut gelungen sind auch die Audiokomentare von Werner Herzog, er nutztze diese, um zu jedem Film viele Hintergrundinformationen zur Realisierung und einige kleine interessante Anekdoten mit auf die DVD zu bannen.
Dann ist noch zu erwähnen, dass neben einem Making of zu Nosferatu und Auszügen aus der Doku "Location Afrika" auch Herzogs Kurzfilm "La Soufriere - Warten auf eine unausweichliche Katastrophe" auf den DVDs Platz gefunden hat.
Einziger Nachteil: "Fitzcarraldo" kommt in der Box im Gegensatz zur einzeln erhältlichen DVD ohne die Preisgekrönte 90 Minuten Doku "Die Last der Träume" daher.
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