Aus der Amazon.de-Redaktion
Um es gleich vorwegzunehmen:
Kinski Paganini kann und darf nicht mit den Maßstäben einer gewöhnlichen Produktion gemessen werden. Zum einen handelt es sich um ein unter nahezu unmöglichen Bedingungen entstandenes Werk, dass allein durch den Starrsinn und Mut Kinskis realisiert werden konnte, zum anderen ist
Kinski Paganini das finale Vermächtnis und gleichzeitig das Lebenswerk eines der umstrittensten Schauspieler des letzten Jahrhunderts.
Der Plot als solcher ist nur in groben Zügen vorhanden und zeichnet das Leben Paganinis wie es tatsächlich war (oder von Kinski interpretiert wurde): ein stetes Auf und Ab eines missverstandenen Künstlers, der von den Frauen geliebt und von deren Männern verachtet wurde und als Künstler die Kritiker in zwei Lager spaltete -- ein Spiegelbild von Klaus Kinskis Leben selbst.
Kinski Paganini missachtet gänzlich die gängigen Erzählweisen und geht konsequent seinen eigenen Weg. Hin- und hergerissen zwischen Armut und Anerkennung zieht Paganini von Station zu Station, verliert sich in intensiven, aber oberflächlichen Liebesabenteuern, um letztlich die wahre Erfüllung in der Beziehung zu Sohn Achille Paganini zu finden (in Kinski Paganini gespielt von Kinskis Sohn Nikolai).
Kinski hatte kein Interesse daran, das Publikum zu unterhalten. Er wollte die Leidenschaft, sowohl die positive als auch die negative, einfangen und das Leben von Niccolo Paganini auf einer Ebene darstellen, die sich fernab von künstlerischen Zwängen präsentiert. Die bloße Tatsache, dass das gesamte Bildmaterial in Kinski Paganini ausschließlich unter Verwendung natürlicher Lichtquellen gefilmt wurde (was das Werk bereits zu einem Unikat werden lässt), ist eine der unzähligen Eigenheiten des Films, über die Kinski in seinem zweiten Buch Paganini ausführlich spricht.
Nach einer Wartezeit von über zehn Jahren ist es nun möglich, einen Kinski-Film zu erleben, wie Klaus Kinski ihn erträumt hat -- ohne Zugeständnisse an Regisseure und Publikum. Kinski Paganini ist purer Narzissmus, dieser allerdings mit einer an Wahnsinn grenzenden Leidenschaft bis zur Selbstaufgabe gespielt. --Daniel Hofmann
Video Jakob Kurzinhalt
Schon lange glaubte Kinski ähnliche Erfahrungen gelebt zu haben wie der legendäre "Teufelsgeiger" Paganini, der das gesamte Europa des 19. Jahrhunderts in Taumel versetzte und durch dessen Persönlichkeit Klaus Kinski ein letztes Mal, mit der ihm eigenen tiefen Ehrlichkeit und Konsequenz, die ganze Bandbreite auch seines eigenen Lebens offenbart, ein Leben der Extreme. Den Rahmen dieses Filmes bildet ein spektakuläres Konzert, bei dem Paganini als diabolischer "Vampir mit Violine" das Publikum durch die unwiderstehliche Naturgewalt seiner Musik in geistige und körperliche Extase versetzt. Paganini selbst durchlebt entscheidende Episoden seiner Vergangenheit und enthüllt uns in dämonischer Voraussicht seine Zukunft. Ohne Reue blickt er auf sein verfluchtes Leben der großen Leidenschaften zurück: die unermüdliche Aufopferung für die Musik und sein Publikum, die Sucht nach Frauen, die abgöttische Liebe für seinen Sohn Achille und das Geld. Unmöglich ist es für seine Umwelt, sich dem Zauber dieses genialen Künstlers KINSKI-PAGANINI zu entziehen, den alle für besessen halten, fremd in seiner Art, seinem Aussehen und seiner Ausstrahlung, dessen übermenschliches Talent und körperliche Ausgezehrtheit ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließen.
DVD & Video Report
Der Geigenvirtuose Paganini durchlebt bei einem Konzert Episoden seiner Vergangenheit. Klaus Kinskis einzige Regiearbeit.
Blickpunkt: Film
Der Geigenvirtuose Paganini gibt 1834 in Parma ein spektakuläres Konzert. Während er die Zuhörer in geistige und körperliche Ekstase versetzt, durchlebt er seine Vergangenheit und blickt in dämonischer Voraussicht in die Zukunft. Filmisches Denkmal von Klaus Kinski, der glaubte, die Reinkarnation Paganinis zu sein und über 20 Jahre an diesem Film arbeitete.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Der Geigenvirtuose Paganini durchlebt bei einem Konzert Episoden seiner Vergangenheit. Klaus Kinskis einzige Regiearbeit.
Kurzbeschreibung
Schon lange glaubte Kinski ähnliche Erfahrungen gelebt zu haben wie der legendäre "Teufelsgeiger" Paganini, der das gesamte Europa des 19. Jahrhunderts in Taumel versetzte und durch dessen Persönlichkeit Klaus Kinski ein letztes Mal, mit der ihm eigenen tiefen Ehrlichkeit und Konsequenz, die ganze Bandbreite auch seines eigenen Lebens offenbart, ein Leben der Extreme. Den Rahmen dieses Filmes bildet ein spektakuläres Konzert, bei dem Paganini als diabolischer "Vampir mit Violine" das Publikum durch die unwiderstehliche Naturgewalt seiner Musik in geistige und körperliche Extase versetzt. Paganini selbst durchlebt entscheidende Episoden seiner Vergangenheit und enthüllt uns in dämonischer Voraussicht seine Zukunft. Ohne Reue blickt er auf sein verfluchtes Leben der großen Leidenschaften zurück: die unermüdliche Aufopferung für die Musik und sein Publikum, die Sucht nach Frauen, die abgöttische Liebe für seinen Sohn Achille und das Geld. Unmöglich ist es für seine Umwelt, sich dem Zauber dieses genialen Künstlers KINSKI-PAGANINI zu entziehen, den alle für besessen halten, fremd in seiner Art, seinem Aussehen und seiner Ausstrahlung, dessen übermenschliches Talent und körperliche Ausgezehrtheit ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließen.
SPLATTING IMAGE
"Ein beispielloses, abendfüllendes, in Naturlicht gefilmtes, musikdurchwirktes Poem von einem Film, nur getragen von der sinnlichen Lust am Wahrnehmen. Ein Konsequent durchgehaltener Drogenrausch ... hier fließt Blut, hier fließen Tränen "
PLAYER
"Umstrittener kann Kino kaum sein"
PLÄRRER
"Wie ein monumentaler Video-Clip, in Zeitlupe, mit unentwegt mobiler Kamera, in raffiniertes Licht getaucht, wird das Phänomen Kinski-Paganini umkreist, als handele es sich um einen exzessiven Rockstar der Gegenwart ..."
TIP MAGAZIN
"Wahnwitzig eitel ist dieser gegen jede Konvention gedrehte Film, hysterisch und roh erzählt, aber so ehrlich in seinem Gestus, wie Kinski es sich wünschte. Das letzte Denkmal seines anarchischen Eigensinns."