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Kinsey - Die Wahrheit über Sex
 
 

Kinsey - Die Wahrheit über Sex

Liam Neeson , Laura Linney , Bill Condon    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Liam Neeson, Laura Linney, Chris O'Donnell
  • Regisseur(e): Bill Condon
  • Komponist: Carter Burwell
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 4. August 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 114 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0009K3R4M
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.677 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Bill Condon, der schon mit "Gods and Monsters" ein Meisterwerk vorgelegt hat, wartet auch hier mit einem hochinteressanten Stoff auf. Sensibel und mit viel Gespür für den Zeitgeist inszenierte Condon einen Film, der zwar vor 50 Jahren spielt, aber noch immer aktuell ist — und das gilt besonders für das puritanische Amerika, wo Sex noch immer verpönt ist und Lächerlichkeiten wie Janet Jacksons entblößte Brust zum Skandal werden. "Kinsey" lebt nicht nur von seinem Drehbuch und der filigranen Inszenierung, sondern auch von Liam Neeson, der einmal mehr alles in seine Darstellung packt und Alfred Kinsey vor dem Zuschauer zum Leben erweckt. "Kinsey" ist sicherlich kein Film für die große Masse, aber ein Kleinod für jeden Filminteressierten. Fazit: Großartiges Biopicture

Moviemans Kommentar zur DVD: Ein großartiger Film, großartig in Szene gesetzt, mit einer hochwertigen Bildqualität und adäquatem Ton. Auch die Extras sind gut gelungen, nur leider wurde wichtiger Bonus der US-Disk nicht auf den deutschen Release importiert.

Bild: Das Bild stellt sich als recht gut dar. Von Rauschen ist nur selten etwas zu sehen, am ehesten fällt es bei den kurzen Schwarzweißszenen auf (00:04:05). Die Farben sind natürlich und kräftig, wirken mitunter jedoch auch ein wenig gedämpft. Das alles trägt dazu bei, den Film stärker seiner Zeitperiode zuzuordnen. Einziger Mangel, wenn man es so nennen will, ist die Schärfe des Films. Hin und wieder wirken Gesichter etwas zu weich, aber es bleibt auch zu konstatieren, dass die Kanten sehr schön und sauber gehalten sind (00:54:37). Die Kompression ist sehr gut, der Kontrast sehr markant (01:09:04).

Ton: Der Ton ist gut, allerdings muss man auch sagen, dass dies der wohl überflüssigste DTS-Track ist, denn es jemals gegeben hat. Denn "Kinsey" ist einer jener Filme, die vor allem von ihren Dialogen zu leben. Selbst Massenszenen in der Universität oder bei Kinseys Begegnungen mit der Presse sind Centerlastig. Die Dialoge sind klar und sauber, ohne jede Störung. Die Musik ist gut eingesetzt und hin und wieder auch mit leichtem Bass vernehmbar. Insgesamt ein absolut adäquater Audio-Track für einen Film wie "Kinsey".

Extras: Es gibt 20 entfallene Szenen inklusive eines alternativen Endes, das simpler gestaltet ist als das im Film zu sehende Ende. Einige der Szenen sind hochinteressant, so etwa die Kinsey-Sex-Report-Momente mit Kinsey und Clara, die weiteren Einblick in die Figuren geben. Das Gag-Reel ist kurz, aber witzig, was insbesondere des Filmthemas zu erwarten ist. Der Audiokommentar von Bill Condon ist interessant. So erzählt er, dass er beim Schreiben des Drehbuchs daran dachte, einen Erzähler für die Geschichte zu benutzen, wobei er hierfür gerne Ian McKellen engagiert hätte, doch entschied er sich, seine Story lieber im Präsens zu erzählen. Warum es trotz der interessanten Extras nur für fünf Punkte reicht, liegt daran, dass 20th Century Fox nur eine abgespeckte Version anbietet. In den USA ist der Film als 2-Disk-Set erschienen und wartet u.a. mit einer mehr als 80-minütigen Dokumentation auf. Das Weglassen eines solch essenziellen Extras erfordert natürlich drastischen Punktabzug. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Fox Kinsey - Die Wahrheit Ãber Sex, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 01.08.05

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Brillanter Film, 15. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kinsey - Die Wahrheit über Sex (DVD)
Die Verfilmung des Lebens von Alfred Kinsey ist gelungen, ohne dem Voyeurismus zu frönen. Die Wandlung von der unfreiwilligen Jungfrau bis hin zum promiskuitiven Sexforscher ist packend und überzeugend, Kinseys problematisches Verhältnis zum Vater wird brillant aufgearbeitet. Seine zunehmend monomane Fixierung auf Sexualität kommt beklemmend deutlich rüber. Kinseys vieljährige Sammlung von Fallstudien wird kurzweilig dargestellt; bei der Fallstudie eines völlig Perversen zeigt schließlich eindrucksvoll, wie sehr sich die ethisch-moralischen Prinzipien von Alfred Kinsey schon gedehnt haben. Dass auf seine wissenschaftliche Hochmut ein tiefer Fall kommt, versteht sich dann fast schon von selbst.

Die schauspielerischen Leistungen sind überzeugend, besonders Laura Linney glänzt in der Rolle als Kinseys Ehefrau. Auch kleine Rollen sind hochkarätig besetzt, so spielt Lynn Redgrave voll zarter Hingabe eine ältere Dame, die Kinsey in einer Phase der höchsten Enttäuschung über sein Lebenswerk das Gefühl gibt, dass ihr Leben viel erfüllter wurde, seit sie Kinseys Erkenntnisse zur Sexualität der Frau gelesen hat.

Ein wirkliches Juwel in der DVD-Sammlung! Und wer noch mehr ins Leben von "Prok" Kinsey einsteigen will, dem sei T.C. Boyles Roman "Dr. Sex" empfohlen.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Man darf doch wohl fragen., 27. Dezember 2005
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kinsey - Die Wahrheit über Sex (DVD)
Der Biologe Alfred Kinsey erforscht zunächst Insekten. Seine gefangenen präparierten Exemplare gehen in die Hunderttausende. Doch dafür soll der etwas kauzige Professor nicht weltbekannt werden. Als er seine junge Frau heiratet, kommt es zu Sexproblemen. Ganz Wissenschaftler lässt er sich medizinisch und psychologisch beraten und stellt fest, es gibt eigentlich keine aussagekräftigen verifizierte Unterlagen über dieses für alle Menschen doch wichtige Thema.

Er beginnt eine neue Feldstudie, diesmal an Menschen. Gezielt befragt er so viele Menschen wie er nur kann. Dabei stellt er fest, je größer die gewährleistete Anonymität, desto offener, ehrlicher werden die befragten Menschen. Seine ersten Statistiken verschaffen ihm Anerkennung und finanzielle Unterstützung. Jetzt kann er seine Forschungen auf das ganze Land ausdehnen.

Neben seinem leidenschaftlichen Interesse zeigt der Film auch einen menschlichen Kinsley, der mit seinem Vater hadert und auch mit seinem Sohn Probleme zu haben scheint. Doch er findet seinen Weg mit beiden ein gutes Verhältnis aufzubauen. Ebenso geht es mit seinem Forschungsteam. Diese Aufgabe kann niemand leidenschaftslos erledigen. Entweder das Interesse an diesem Forschungsgebiet entflammt oder der Kandidat ist nicht geeignet.

Ein so heikles Thema und eine so großes öffentliches Interesse werden nicht ungeteilt geschätzt. Gegner aus den unterschiedlichsten Lagern treten auf den Plan. Kritik des Präsidenten, die Homosexuellen mit Regierungsaufträgen nicht zu nennen, Verdacht den Kommunismus zu fördern und schlichtweg Ignoranz, stoppen dann doch dieses grandiose Projekt. Das großzügig sprudelnde Geld versiegt. Neue Förderer wagen es nicht einzusteigen.

Was bleibt ist Schwanengesang. Ein großer Vorausdenker zieht sich in den Kreis seiner Familie zurück.

Der Film ist spannend und melancholisch zugleich. Der freundliche und zugleich naiv, neugierige Kinsley ist beliebt bei seinen Studenten und seinem Forschungsteam. Er ist sorgender Familienvater und die Welt ist sein Labor. Ein großartiges Filmvergnügen, das dem Zuschauer ein Stück zurückliegender, aber immer noch aktueller, Zeitgeschichte zeigt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Sexdoktor, 5. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Kinsey - Die Wahrheit über Sex (DVD)
Der Film 'Kinsey', 2004 von Bill Condon. Mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist eine Biographie eines fast vergessenen Wissenschaftlers, der sich vor allem mit dem Tabuthema Sexualität profilierte (und mit seinen Forschungsergebnissen auch die sexuelle Revolution vorantrieb). Eine augenzwinkernde bis tragische Abhandlung über den verklemmten Amerikaner. Prisma-Online dazu:

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Da Alfred C. Kinsey als Kind unter seinem mürrischen, völlig freudlosen Vater litt, steigert er sich als Erwachsener immer mehr in seine akademischen Forschungen hinein. Zunächst wird Kinsey eine Koryphäe unter den Insektenkundlern. Doch später hat es ihm vor allem die menschliche Sexualität angetan. Mit einem Stab an Helfern wird seine umfangreiche Studie zum Sexual-Verhalten des Mannes berühmt. Doch damit zieht er nicht nur den Ärger mächtiger Konservativer auf sich, er muss seine Offenheit mit einer deftigen Ehekrise bezahlen...

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Kinsey war in den USA der fünfziger Jahre also das, was Oswald Kolle in den sechziger Jahren in Deutschland war, ein Aufklärer in Sachen Sex. Um seinen prüden Vater nicht allzu sehr zu schockieren, studierte der junge Kinsey zuerst Biologie mit der Fachrichtung Entomologie, wurde Professor und sammelt Millionen von Wespen. Als dann aber immer mehr seiner Studenten sich mit ihren sexuellen Problemen an in wandten und Rat von ihm wollten, wechselte er sein Fachgebiet und wurde zum besessenen Forscher auf dem Gebiet. In den Büchern aus dieser Zeit fand er eigentlich nur Mist zum Thema Sex. Hier ein Auszug:

Zitat:

Handbuch der amerikanischen Pfadfinder:

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'Jeglichen Bedürfnis, einen Samenerguss herbeizuführen, muss entgegengewirkt werden. Nach Einschätzung von Ärzten führt die zu Erkrankungen, wie Hirnerweichung, Blindheit, Epilepsie und sogar zum Tod!'

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Zitat:

Die vollkommene Ehe, ihre Physiognomie und Technik:

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'Oraler Kontakt, welcher als Stimulanz Verwendung findet, ist pathologisch und kann zu Verletzungen führen, wenn er zum Orgasmus führt. Sexuelle Erregung sollte niemals mit Hilfe der Hände hervorgerufen werden. Es gibt nur einen Finger der Liebe, der sich den weiblichen Genitalien nähern darf und das ist einzig das männliche Geschlechtsorgan!'

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Kinsey war erschüttert über soviel Blödsinn und begann mit einer eigenen Feldforschung, die sehr viel offener an das Thema Sex herangingen. Kinsey selbst trieb sich nachts sogar in den Schwulenbars herum, um auch über diese Seite der Sexualität fundiert schreiben zu können. Als er dann sein erstes Buch, den Kinsey-Report geschrieben hatte, in dem er sich mit der Sexualität amerikanischer Männer befasst hatte, wurde das Buch ein Bestseller und sein Verleger liebte ihn dafür. Als er dann aber den Kinsey-Report über die weibliche Sexualität herausbringt, wendet sich das Blatt und man verhöhnt ihn und erklärt ihn zum 'Selbsternannten Messias der sexuell Diffamierten' und er wird auch von Kommunistenjäger, Senator McCarthy gejagt.

Soviel zu den historischen Hintergründen und damit verrate ich ja nichts Neues aus dem Film.

Der Film bietet mit Liam Neeson einen grandiosen Kinsey, der ausgerechnet mit Tim Curry aus der *Rocky Horror Picture Show* einen recht bösartigen und verklemmten Gegenspieler hat. Wenn man diesen Film gesehen hat, dann wird einem auch klar, warum in dem Amerika von heute, 50 Jahre später, sogar ein Stinkefinger, der in einer Talkshow gezeigt wurde, mit einem schwarzen Balken versteckt wird.

Das *Land der unbegrenzten Möglichkeiten* ist einfach nur unbegrenzt prüde, ob nun 1955 oder im Jahr 2005 und mit einem Präsidenten wie Bush wird sich daran auch nichts ändern.

Meine Wertung für den Film ist 9/10, denn ich finde ihn recht unterhaltsam und auch sehr lehrreich. Außerdem hat er meine Meinung über die Verlogenheit der 'Political Correcness' in den prüden USA nur bestätigt.

Meine Wertung für den Film ist 9/10, denn ich finde ihn recht unterhaltsam und auch sehr lehrreich. Außerdem hat er meine Meinung über die Verlogenheit der "Political Correcness" in den prüden USA nur bestätigt. Wenn man dazu bedenkt, dass heute, über 60 Jahre nach Kinsey die Mehrheit männlicher Amerikaner einen Wet Shirt Contest für den Höhepunkt der Erotik halten, müsste der 1956 verstorbene Kinsey glatt wieder auferstehen und sein Land noch mal erziehen...
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