Die 2000er Scheibe "Kings Of Beer" hat nicht nur ein Killerartwork, sondern auch wieder mehr Spitzfindigkeiten in den Texten. So wird im Titelsong eine Band wie Manowar tierisch verarscht und die herrlich unpassenden "ohohoho" Chöre setzen dem ganzen die Krone auf. Insgesamt gehen die Frankfurter mit dem noch neuen mittlerweile etablierten Gitarristen Andy Gutjahr thrashiger und flotter zu Werke. Das fast fröhliche "Dark Exile" ist schon ein Ohrwurm, aber nicht alle Songs sind solche Kracher, doch zeigte Tankards Kurve im Jahre 2000 wieder eindeutig nach oben. Glücklicherweise sind die Riffs weniger punkig und alles klingt wieder thrashiger. Aber die herrlichen Texte, die auch wirklich oft kritisch der Gesellschaft den Spiegel vorhalten ("Talk Show Prostitute"), sind es auch wert gelesen und verstanden zu werden. Anders gesagt: Tankard find' ich einfach gut! Das bleibt auch so, da ändert auch der fast 1:1 kopierte Metallica Song "Damage Inc." gar nichts dran. Das ist für mich eine überflüssige Sache, da man da nichts verändert hat, was vielleicht auch besser war. Es wäre billig Tankard nur auf das Sauf-Image zu reduzieren...