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Kingdom of Rust
 
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Produktinformation

  • Audio CD (3. April 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI Record (EMI)
  • ASIN: B001QFNSCK
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Schallplatte  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Anhören11. Lifelines 4:26EUR 0,97


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Weil es Starsailor gibt, Keane, Athlete und auch einige schwache Snow-Patrol-Songs, kann man schon mal den Fehler machen, die Doves aus Manchester in diese Ecke der Britpop-Bands zu stellen, die den Schuss nicht gehört haben.

Bisher wäre das lediglich unfair gewesen – ihre Discografie war schließlich immer schon wasserdicht, voller Wendungen und Konstanz –, ab sofort ist es schlichter Schwachsinn: „Kingdom Of Rust“ ist die abenteuerlichste aller Doves-Platten, vom ersten Ton an bemüht darum, den Sound der Band aufzubrechen und zu erweitern. Man kann sich prima vorstellen, wie Sänger Jimi Goodwin und die Williams-Brüder jahrelang auf einer entlegenen Farm abgestiegen sind, um dieses Album nicht bloß aufzunehmen, sondern regelrecht zu ertüfteln, und so ist es auch tatsächlich gewesen – rückblickend erklärt sich dadurch ein Teil der vierjährigen Wartezeit auf „Kingdom Of Rust“ und, das ist wichtiger, warum der letzte Song des letzten Doves-Albums „Ambition“ hieß. „Jetstream“ ist nun der Opener und das Lied, das die Band gerne im Abspann von „Blade Runner“ gehört hätte; ein düsterer, ständig an der eigenen Ungewissheit herumzerrender Song mit in sich selbst verheddertem Keyboard-Auftakt und kanonengleichen Elektro-Beat-Einschlägen, der in seiner Nervosität und Synthetik den Ton der ganzen Platte vorgibt. Das Titelstück erlaubt der Gitarre dann mehr Freiraum zur Unberechenbarkeit, sie klingt erst nach Western, dann nach Shoegazer und muss sich auch noch mit unhöflich hereinplatzendem Refrain-Klavier, eigensinnigem Bass, hoppelndem Schlagzeug und bewusst unscharfen Streicher-Samples herumplagen. Nicht jeder Song auf „Kingdom Of Rust“ ist so gut wie diese beiden, aber alle sind sie ähnlich detailverliebt, mit vielfältigen Texturen überzogen und weit entfernt von der Schwerfälligkeit, die Goodwin mit seinen Vocals und lang gezogenen Silben bisweilen nahelegt. So kann „Compulsion“ als abgestaubtes Madchester-Relikt auch im letzten Albumdrittel noch mal aus dem ohnehin längst gesprengten Rahmen fallen und „House Of Mirrors“ sogar frech werden – wenn Noel Gallagher nicht längst schon alles egal wäre, dann hätte das letzte Oasis-Album womöglich klingen können wie dieser Psych-Rock-Wadenbeißer, der außerdem die halbe Kula-Shaker-Discografie und leider auch „Lifelines“, das etwas zu lasche Abschlussstück von „Kingdom Of Rust“, überflüssig macht.

Die Nachricht kommt trotzdem an: Diese Band ist zurück, und jetzt geht sie auch nicht mehr weg, verdammt noch mal.

Anspieltipps: Jetstream | Kingdom Of Rust | House Of Mirrors

Autor: Daniel Gerhardt
Erschienen in: VISIONS Nr. 193 - Schönheit der Ausgabe





motor.de

Nach vierjährigem Rückzug kommt die Band Doves nun mit neuem Album zurück. "Kingdom Of Rust" läd zur gemeinsamen Achterbahn-Fahrt.

Die Veröffentlichung von "Kingdom Of Rust" kann man wohl als Drang nach Perfektion verstehen - immerhin waren die Briten erst nach vier Jahren mit der Studio-Arbeit fertig. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum sie mit ihrer Interpretation von Brit-Pop solchen Erfolg haben. Die Vorgänger-Alben erzielten mehrfache Top-Platzierungen in den UK-Charts. Nun knüpfen die Brüder Jez und Andy Williams gemeinsam mit Jimi Goodwin wieder dort an, wo sie aufgehört haben. "Kingdom of Rust" zeigt, dass sich die Band treu geblieben ist und ihren Sound weiter gefestigt hat.

Mit stakkato-artigem Bass und elektronisch scheppernden Drums eröffnet der Song "Jetstream" das Album. Jimi Goodwins Stimme breitet sich episch über den Klängen aus. Der folgende Song, der auch dem Album seinen Titel gibt, zeigt die Band wieder von ihrer bekannten Brit-Pop Seite. Im Soundstil von Coldplay bewegt sich dieser Song nach vorn, bis er zur Mitte in massiven Gitarren-Riffs ausbricht und sich dann wieder melodisch sammelt.

"The Outsiders" nimmt sich in Sachen Tempo ebenfalls nicht zurück und erzählt mit verzerrten Gitarren und schnellem Gesang von Existenz-Ängsten. Nach dem melancholischen Pop-Stück "Winter Hill" startet mit "10:03" eine anfänglichen Ballade, die sich zunehmend öffnet und steigert. Sie durchläuft massiv-einwirkende Beats bis hin zum puren Rock-Song-Finale. Das Gegenstück erwartet den Hörer mit "Birds Flew Backwards", einem sehr spährisch dahinziehenden Titel. Auf Schwung wartet man vergebens.

Wie ein Auf und Ab leitet "Spellbound" wieder mit satter Instrumentierung ein, die zu keiner Zeit überladen klingt. Dieser kommt musikalisch sehr erwachsen daher und wird zum stärksten neuen Doves-Song. Die gewonnene Stimmung hält aber nur kurz. Mit monoton-dumpfer und sehr präsenten Bass-Linie ertönt "Compulsion". Echo-artige Gitarrensounds begleiten diese und drücken den vorher gewonnenen Gemütszustand wieder. Mit den harmonischen Mid-Tempo Nummern “House Of Mirrors” und “Lifelines” nimmt “Kingdom Of Rust” dann einen adäquaten Ausklang.

Die abwechslungsreiche Achterbahnfahrt von satt zu seicht lässt die Stimmung tanzen. Dem Hörer erschließt sich die solide musikalische Bandbreite der Band bereits während der ersten Hälfte des Albums. Die restlichen Songs sind nicht minder gut, Überraschungen bleiben aber aus.
Ob beim Radfahren oder im Club - "Kingdom Of Rust" verspricht passende Musik für unterschiedliche Anlässe. So setzt auch der vierte Streich von den Doves einen weiteren Meilenstein.

Sebastian Wiczak

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Instant Classic, 2. April 2009
Dieses Album ist einer der seltenen Glückfälle, wo man Großes erwartet und noch größeres bekommt: Ein wahrer Klassiker.
Der Vorboote Jetstream hat schon die Richtung für das Album vorgegeben: wuchtig, episch und eindringlich sind die Songs auf Kingdom of Rust, und zwar jeder einzelne. Die Produktion ist toll. Reich an Details, aber nie selbstverliebt. Einzelne Highlights herauszuheben erübrigt sich, denn Füller oder Durchhänger kann ich auf diesem Album nicht ausmachen. Mein persönlicher Liebling ist dennoch Greatest Denier.
Das bisher beste DOVES Album, mein bisheriges Highlight des Jahres. Und nachdem Elbow letztes Jahr den Mercury Prize für das britische Album des Jahres gewonnen haben, müsste dieses Ehre 2009 eigentlich den DOVES widerfahren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meandering sideways, 4. April 2009
Vielfalt - ein Wort, dass sich mir beim neuen Album der doves ganz unmittelbar aufdrängt. Natürlich sind sie die Band geblieben, die mit unglaublich intensiven Melodien und Harmonien großartige Gitarrenmusik zelebrieren. Dennoch finden sich auf "Kingdom of Rust" eine riesige Vielfalt an Stilen mit genialen Soundideen und vielschichtigem Gesang. Mal kommen interessante elektronische Elemente hinzu ("Jetstream", "the Outsiders"), dann wieder vielstimmiger Gesang mit treibendem Schlagzeug und Hall-Gitarren ("House of Mirrors"). Und dann gibt es da einen Song, "10:03", der ruhig, fast beschaulich beginnt, um sich dann mit lauten Gitarren und donnerndem Drums in immer aggressivere Stimmungsbereiche hineinzusteigern.
"Kingdom of Rust" ist ein weiteres, großartiges Album der doves geworden. Aber diese nüchterne Feststellung allein ist viel zu banal und platt.
Man muss es schon selbst gehört haben, um diese Nüchternheit mit Leben und Enthusiasmus füllen zu können.
Denn genau das haben die doves mit diesem Album bei mir ausgelöst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Grandios..., 27. Juni 2009
Von Thomas Lepper "lepp1975" (Kasbach-Ohlenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Mitte 2009, die Nuller Jahre sind so gut wie durch - da darf man mal Bilanz ziehen und sich fragen, welche Band die konstanteste Qualität in dieser Dekade abgeliefert hat.
Bei den Vertretern von der Insel fällt die Antwort leicht:
Die Doves natürlich.
Mit "Kingdom of Rust" nunmehr das vierte nahezu perfekte Album, das zwar nicht die großen Veränderungen bringt, aber auf dem die Band Ihre Stärken perfekt und nahezu spielerisch einbringt.
Nicht einmal "Last Broadcast" war abwechslungsreicher und spielte gekonnter das Spiel zwischen leiser Melancholie und wahren Gitarren- und Drumwänden.
Bestes Beispiel ist "10:03", mein Lieblingsstück, das sich über Minuten von Null auf ein furioses Finale hochfährt.
"Spellbound", "Greatest Denier" oder "Outsiders" würde ich als Anspieltipps empfehlen, um sich vom breiten Spektrum dieser Scheibe zu überzeugen.
Ein Lob auch an die überragende Produktion und die vielen kleinen Details, die man am besten wahrnimmt, wenn man mal ganz ungestört über Kopfhörer das Album hört. Und zwar als richtige CD und nicht als mp3.
1 1/2 Jahre Vorbereitung der akribischen und überaus sympathischen Jungs haben sich einmal mehr gelohnt. Bislang mein Album 2009.
Und auch alte Pink Floyd-Hörer, die das hier zufällig lesen sollten unbedingt reinhören.
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Tja, es gibt Bands, die bringen jedes Jahr ne neue Platte heraus und kopieren nur das Vorgängeralbum. Lesen Sie weiter...
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