Vielfalt - ein Wort, dass sich mir beim neuen Album der doves ganz unmittelbar aufdrängt. Natürlich sind sie die Band geblieben, die mit unglaublich intensiven Melodien und Harmonien großartige Gitarrenmusik zelebrieren. Dennoch finden sich auf "Kingdom of Rust" eine riesige Vielfalt an Stilen mit genialen Soundideen und vielschichtigem Gesang. Mal kommen interessante elektronische Elemente hinzu ("Jetstream", "the Outsiders"), dann wieder vielstimmiger Gesang mit treibendem Schlagzeug und Hall-Gitarren ("House of Mirrors"). Und dann gibt es da einen Song, "10:03", der ruhig, fast beschaulich beginnt, um sich dann mit lauten Gitarren und donnerndem Drums in immer aggressivere Stimmungsbereiche hineinzusteigern.
"Kingdom of Rust" ist ein weiteres, großartiges Album der doves geworden. Aber diese nüchterne Feststellung allein ist viel zu banal und platt.
Man muss es schon selbst gehört haben, um diese Nüchternheit mit Leben und Enthusiasmus füllen zu können.
Denn genau das haben die doves mit diesem Album bei mir ausgelöst.