King of the World von David Remnick hat mir sehr gut gefallen udn bis zum Schluß gefesselt.
Tief detailliert mit neuen Fakten zu Alis Jugend, Privatleben, Verhältnis mit seinen Betreuern und Cheerleadern, Bezug nehmend zur Nation of Islam beschreibt David Remnick Alis Aufstieg in der Boxwelt und in der Gerechtigkeit gegenüber den afrikanisch stämmigen Amerikanern. Interessante Aspekte zu Malcolm X, zu Martin Luther King und die konträre Meinung der Nation of Islam zur Rassenintegration in den USA. Sein Kampf mit Sonny Liston das Vorgeplänkel und die Furcht der beiden Kontrahenten vor Attentaten, während des Kampfes und eventuelle Absprachen werden sehr anschaulich lebendig geschildert.
Muhammads plötzliche Magenerkrankung mit anschließender Notoperation, 3 Tage vor dem 2. Kampf gegen Liston. Im Vorkampf zum Weltmeisterschaftskampf 1964 beobachtet Ali seinen Bruder Rudy bzw. Rahaman im Kampf gegen einen stärkeren Gegner und Ali schwört, dass Rudy nicht mehr boxen muss, um zu überleben. Bruder Rudy, der mit Muhammad den Weg der Nation of Islam geht und erst Rudolph Valentino dann sich Rahaman Ali nennt, sind alles neue Aspekte, die mich sehr interessierten, die so nicht in anderen Büchern über Muhammad Ali zu finden sind. Schade ist etwas, daß nur wenige Fotos zu sehen sind.