König Lear gehört zu den schwierigsten Stücken Shakespeares und ist daher
für jeden großen Schauspieler eine absolute Herausforderung.
Sir Ian McKellen hat diese hervorragend gemeistert und dadurch gezeigt,
dass er zu oberen Schauspielerelite gehört.
Die Geschichte eines egozentrischen, aufbrausenden Königs der in der
Verbannung dem Wahnsinn verfällt und erst am Schluss nach dem Tod seiner
liebsten Tochter Cordelia (Romola Garai) klaren Sinnen wird bevor er selbst
aus Trauer stirbt, wird hier auf klassische Art umgesetzt.
Es gibt keinerlei Special Effects, nur karge Kulissen so dass sämtlicher
Unterhaltungswert von der Leistung der Schauspieler abhängt.
Und so wirkt der ganze Film als hätte man ihn direkt aus dem Globe übertragen.
Entäuschend für diejenigen, die gewohnt sind dass man ihnen Shakespeare
leicht verdaulich serviert aber umso besser für Freunde des Klassischen Stils
mit dem die Stücke damals aufgeführt wurden.
Fazit: grundsätzlich nur für Hardcore Stratfordianer geeignet, da der Film mit
fast drei Stunden Länge unter Umständen etwas mühsam sein kann