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Bei Historikern ist der erste Arthur-Film seit Der 1. Ritter äußerst umstritten. Nicht nur, da fraglich ist, ob die Hauptperson überhaupt gelebt hat, sondern auch weil der amerikanische Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer (Fluch der Karibik) eine eigene, angeblich authentische Variante der Geschichte liefert. Seine Neuauflage der König-Arthus-Sage, in der die Ritter der Tafelrunde ihre britische Heimat gegen fremde Barbaren verteidigen, wird zwar entmystifiziert, beinhaltet aber die alten Elemente der Legende. Die Folge: Eine renommierte Fachpublikation wie Europas größtes Kinomagazin Cinema beurteilte die 126 Minuten folgendermaßen: "Viel Schlachtengetöse ohne Magie und Gefühle"!
In King Arthur ist Action Trumpf. Deshalb gilt Gleiches auch für die Musik. Los geht es (auf der CD) allerdings soft mit dem ätherischen "Tell Me Now (What You See)", das im Film den Abspann untermalt. Mit dem von der Clannad-Leadvocalistin Moya Brennan gesungenen Lied schlägt Zimmer gleich zwei Fliegen: Einerseits ist das New-Age-Lied eine Referenz an den breitenwirksamen Stil von Brennans Schwester Enya ("May It Be" aus Herr der Ringe) und andererseits eine neue Variante des höchst populären, von Lisa Gerrard interpretierten "Now We Are Free" aus Gladiator. Davon abgesehen dominiert Zimmers bekannter Stil, in dem synthetische Elemente geschickt in den Klangkörper eines großen Orchesters integriert werden. Dazu eine gehörige Prise Chor. Folkloristische Instrumente wie Dudelsack und das im Sound der Klarinette ähnliche armenische Holz-Blasinstrument Duduk werden zudem pointiert eingesetzt.
Auffällig: Der dramaturgisch sehr abwechslungsreich gestaltete Score mit seinen vielen Spannungsbögen, der als ein in sich geschlossenes, komplexes Opus daherkommt, verzichtet meist auf stilistische Akzente durch Soli. Die Atmosphäre, die durch das klanglich detaillierte Klangbild erzeugt wird, ist es, was zählt. Keine Frage: Das Resultat hat Biss und versprüht die für den Film erforderliche düstere Bedrohlichkeit, klingt an den entsprechenden Stellen aber auch majestätisch. Fazit: Derart hat Hans Zimmer in den vergangenen Jahren seine (Musik-)Muskeln nicht mehr spielen lassen! Thomas Hammerl
Ein großes Plus auch deshalb, weil Lisa Gerrards zauberhafte Stimme (Gladiator) und männliche Chöre wieder ausschlaggebend sind, dass dieser Score eigentlich 10 Punkte verdient.
Als Höhepunkte dieser CD gelten eindeutig Track 5 und Track 7 aber auch die anderen Tracks sind einfach zum träumen schön oder vielmehr heroisch komponiert worden.
Im Ganzen ist dieser Score mit Abstand der beste Zimmerscore in den letzten jahren... deshalb 5 aber am liebsten 10 Punkte für King Arthur.
Kaufen lohnt sich!!!!
Alles in allem hat Hans Zimmer wieder mal bewiesen, dass er zu den besten seines Fachs gehört... Und die mit Sicherheit aufkommenden Vergleiche mit der Musik zu "Gladiator", "Fluch der Karibik" oder auch "Herr der Ringe" braucht dieses neuste Werk Zimmer's nicht zu scheuen...ganz im Gegenteil. Ein Muss für Genießer!
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