Ich habe nun den Speckgrabber von Kinetronics seit annähernd 2 Jahren im Einsatz. Für mich persönlich liefert dieses "Tool" immer noch die besten Ergebnisse bei der Entfernung von störenden Partikelablagerungen auf dem Sensor meiner Canon EOS 30D.
Annähernd alles habe ich ausprobiert, um den "Dreck" auf meinem Sensor zur entfernen:
* Sensor-Swaps mit der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit hatten für mich den Nachteil, dass die Swaps vereinzelt feinste Fasern und Rückstände der verdunsteten Reinigungsflüssigkeit nach dem Abstreifen des Sensors hinterließen. Bei jeder Reinigung werden 2 Swaps fällig: Einer für die "Nass-Reinigung" und einer für das "Trockenwischen". Alles in Allem etwas kostspielig auf die Dauer. Profis verwenden neben der Reinigungsflüssigkeit noch Nebenprodukte ("SmearAway", "Eclipse", ...), die den Ausstattungspreis nochmals empfindlich in die Höhe treiben. Günstiges Isopropanol (70%) aus der Apotheke eignet sich als Alternative nicht, da ich hier immer Schlieren hatte, die ich dann mit einem neuen Sensor-Swap "wegpolieren" durfte. Die Nassreinigung mit einer alkoholischen Flüssigkeit ist allerdings die einzige Möglichkeit, fetthaltige Verunreinigungen zu entfernen.
* Dann hatte ich mir einen Arctic Butterfly zugelegt. Ein aus feinen Kunststofffasern bestehender Pinsel, der durch ein kleines Motörchen den Pinsel wie ein Ventilator drehen lässt und die Fasern statisch aufläd, die dann ihre "adhäsive" Wirkung entfalten sollen. Na ja. Die Ergebnisse waren nicht berauschend, da die Aufladung der feinen Pinselhaare zu gering ist oder sich zu schnell abbaut. Resultat: Beim Abstreifen des Sensors wurden Schmutzpartikel lediglich vom einen Ende des Sensors zum anderen verschoben.
* Dann zählt ja noch der Blasebalg zur Standardausrüstung für das Reinigungsutensil. Da habe ich auch stets die Krise bekommen, wenn ich zwar bestimmte Partikel vom Sensor weggeblasen bekam, jedoch andere Partikel neu draufgeblasen habe.
* Ach ja: Habe mir auch vor kurzem den SensorKlear von LensPen zugelegt und damit mal einen Versuch gestartet. Das Resultat war hier ähnlich dem Arctic Butterfly: Verschieben irgendwelcher Partikel von links nach rechts (oder umgekehrt).
Letztlich war es dann der Speckgrabber, mit dem ich durch vorsichtiges Abtupfen(!) der Sensoroberfläche tatsächlich die hartnäckigen Staubpartikel entfernen konnte.
Hier gebe ich den Rezendenten völlig recht, wenn diese von dem Spackgrabber begeistert sind. Da im Lieferumfang drei dieser Stifte vorhanden sind, kann man großzügig sein, den Sensor beispielsweise in gedachte drei Felder einteilen und für jedes dieser Felder einen separaten Grabber nutzen. Oder alternativ den Sensor dreimal komplett mit jeweils einem anderen Grabber-Stift abstempeln. Die Reinigung der blauen Spitzen ist ebenfalls denkbar einfach: Lediglich mit klarem Wasser abspülen, den Stift ausschütteln, um die verbleibenden Wassertröpfchen abzuschlagen und dann zum Trocknen etwas liegen lassen, bis der Rest an Wasser verdunstet ist.
Nach 2 Jahren Einsatz funktionieren die Speckgrabber-Stifte noch wie am ersten Tag.
Gesagt sei hier aber noch, dass man mit diesen Stiften keine fetthaltigen Partikel weggestempelt bekommt, da hier sonst die Stiftspitzen nach der Aufnahme solcher Verunreinigungen ihren "Fingerabdruck" hinterlassen, wenn man diese weiterverwendet und fleißig weitertupft. Einleuchtend ist demnach auch, dass man keinesfalls "mal so eben" von Neugier getragen die Stiftspitzen mit den Fingern berühren darf, sonst sind diese gleich kontaminiert und der Reinigungsaufwand der Grabberspitzen gestaltet sich dann als etwas umfangreicher, da bloß Wasser drübergießen nicht mehr ausreicht! Ich weiß, wovon ich rede: Das Kind im Manne ...