Klappentext
Ein Kindergarten hat, wie jede Institution, seine festgefügten Formen und Rituale. Diese erleichtern den Erzieherlnnen die tägliche Arbeit und geben den Kindern durch ihre Regelmäßigkeit Halt und Orientierung. Problematisch aber wird es, wenn die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder dadurch nicht mehr wahrgenommen werden, weil diese den wohlgeordneten Tagesablauf stören würden, und wenn die Entwicklungsförderung der Kinder durch das freie Spiel immer wieder durch festgelegte Rituale unterbrochen und unmöglich gemacht wird.
Der Autor zeigt solche "Schwachstellen" auf und beschreibt auch einige weitere Phänomene im Kindergartenalltag (wie die zunehmende Berufstätigkeit der Mütter, die Notwendigkeit der Konzeptionsanpassung der Kindergärten in den neuen Bundesländern oder den Ausgleich des absehbaren Mangels an Fachkräften), die nach einer konzeptionellen Neuorientierung verlangen.
Das vorliegende Buch macht die zentralen Entwicklungsbedürfnisse von Kindern zur Grundlage dieser Reform und fordert eine an ihren Befindlichkeiten und Bedürfnissen orientierte Gestaltung des Kindergartenalltags. Das pädagogische Geschehen soll den Kindern zu einem Mehr an Selbstbewußtsein verhelfen, als es die bisherige Erziehungspraxis konnte.
Der Autor stellt in seinem Buch zunächst die aktuelle, oft sehr ritualisierte Kindergartenpraxis vor und setzt sich dann mit den Themen Kindheit sowie den kindspezifischen Entwicklungen und Bedürfnissen auseinander. Er entwickelt Planungskonzepte und sehr konkrete Praxishilfen für eine zukunftsweisende, kindzentrierte Kindergartenpädagogik.
Dieser Band bietet eine Diskussionsgrundlage für eine völlig neue Kindergartenpädagogik, gibt zugleich aber wertvolle Tips und Ratschläge für die Praxis. Ein wichtiges Buch für Erzieherlnnen in Ausbildung und Praxis.