Mit Kindspech legt Bernd Franzinger seinen sechsten Roman rund um den Kommissar Wolf Tannenberg, dem Leiter der K1 in Kaiserslautern, vor. Im vorliegen Fall wird seine Nichte Emma entführt.
Panik im Hause Tannenberg: Emma, der jüngste Spross des Familienclans, wurde entführt. Zunächst deutet alles auf eine Verwechslung hin. Doch als am nächsten Morgen Tannenbergs Todesanzeige in der Zeitung erscheint, erfährt der Fall eine dramatische Wende. Fieberhaft suchen die Ermittler nach einer Person, die ein Motiv für diesen Racheakt haben könnte. Derweil befindet sich die kleine Emma im schalldicht isolierten Keller des skrupellosen Entführers, dem sie auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Eingepfercht in einen Gitterkäfig steht sie Todesängste aus. Der Kidnapper stellt Tannenberg ein Ultimatum und zwingt ihn zur Teilnahme an einem teuflischen Spiel. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...
Das interessante an den meisten Krimis die im Gmeiner Verlag erscheinen ist der lokale Bezug. So auch in diesem Fall. Der vorliegende Roman spielt in Kaiserslautern an Originalschauplätzen. Das ist auch ein erster Pluspunkt für den Roman. Auch die Art wie der Autor die Hauptperson Kommissar Tannenberg zeichnet ist gut gewählt. Man hat das Gefühl das er ein ganz normaler Kommissar von nebenan ist, so wie mein Nachbar der neben mir wohnt. Schön sind auch immer wieder der Witz und Humor den Tannenberg in seiner Kommunikation hat.
Allerdings fehlt dem ganzen die Spannung. Was sich auf dem Buchcover noch spannend anhört, zieht sich recht lang hin und erst zum Schluss auf den letzten Seiten kommt dann die Spannung auf. Das ist sehr schade, weil man schon zuvor gerne einfach aufhören möchte zum lesen bzw. ein paar Seiten überblättern, weil man das Gefühl hat das in diesen nichts entscheidendes passiert.
Alles in allem nur ein mäßiger Krimi. Man findet sicherlich interessantere Krimis in diesem Frühjahr. Wenn man aber eine Beziehung zu Kaiserslautern hat sicherlich keine Schlechte Wahl.