Die Reihe "Meetings Sextet" beleuchtet die Vergangenheit der Helden der Lanze, wie sie sich kennenlernten und schließlich Freundschaft schlossen. Im ersten Band geht es um Tanis, den Halbelfen und den Hügelzwerg Flint Feuerschmied.
Auf Einladung der Stimme der Sonnen kommt der Zwerg Flint Feuerschmied in die Elfenhauptstadt Qualinost, um dort einige Kunstwerke anzufertigen. Dort freundet sich Flint mit dem Halbelfen Tanis an, der aufgrund seiner Abstammung ein Außenseiter in der Elfengesellschaft ist. Als Tanis in eine Palastintrige verwickelt wird, ist Flint der Einzige, der ihm helfen kann, seine Unschuld zu beweisen.
Obwohl die Geschichte nicht besonders originell ist, man erahnt beispielsweise ziemlich früh, wer hier der wahre Bösewicht ist, macht es dennoch Spaß sie zu lesen. Flint und Tanis werden von den Autoren ziemlich originalgetreu dargestellt, besonders die Isolation von Tanis zwischen all den reinblütigen Elfen ist sehr gut nachvollziehbar. Bei Solostaran bzw. der Stimme der Sonnen haben sich Anthony & Porath jedoch ziemlich vertan. Statt des hochmütigen, fremdenfeindlichen Herrschers, wie man ihn aus der Chronik kennt, findet sich hier ein sympathischer Elf, der Tanis trotz seiner Herkunft liebt und zudem Freundschaft mit einem einfachen Hügelzwerg schließt. Ansonsten passt sich die Geschichte jedoch gut in den bereits bestehenden Kanon ein, so wird Lauranas Schwärmerei für Tanis und die daraus resultierenden Probleme zu einem bedeutsamen Aspekt der Handlung.
Fazit:
Für Fans von Tanis und Flint ein leichtgewichtiger, aber stimmiger Roman, der einiges über die Vergangenheit der beiden beliebten Charaktere enthüllt. Wenn man kein Drachenlanze-Fan ist, bietet das Buch jedoch nur begrenzten Unterhaltungswert.