Pressestimmen
»Eine amüsante Liebeserklärung an die Kindheit.«
Szene, Hamburg»Die Geschehnisse sind durch und durch unspektakulär. Und doch leist man das buch atemlos. Die Welt wird, durch Martins Augen betrachtet, nicht schöner. Aber sie ist wieder so taufrisch, wie sie in der Kindheit war.«
Jörg Giese, Märkischen Allgemeinen »Henschel macht aus Hunderten von Momenten und Mini-Geschichten eine faszinierende Collage. Und im unnachsichtigen Kinderblick (Walter Kempowski lässt grüßen) entlarvt er ironisch die Enge und Spießigkeit einer Kleinbürger-Familie.«
Paul Kersten, bücherjournal, NDR»Ein ungemein dichtes und vielschichtiges Panorama deutschen Kinderalltags. […] Eine tief berührende Chronik deutschen Familienalltags von unvergleichlicher Intensität und Ehrlichkeit.«
Isa Schikorsky, Lesart »Henschel hat nun ein Buch geschrieben, das die Zeit der 70er vor unseren Augen wiederauferstehen lässt und zwar so deutlich, dass es beinahe weh tut. […] Aus einer Ansammlung von Anekdoten und kleinen Episoden entwickelt Henschel eine Geschichte, die ohne Übertreibung als Chronik einer ganzen Generation bezeichnet werden kann.«
Petra Hartlieb, ORF »Höchst unterhaltsam.«
Anja Wischer, Südkurier »Toll geschrieben, mit Gefühl, Traurigkeit und Witz.«
Express»Urkomisch. Man ruft beim Lesen dauernd ›Genau!‹«
Lenz»Für frühe Sechzigerjahrgänger ist dieser Roman ein einziges großes Aha-Erlebnis. Henschel leistet riesige Erinnerungsarbeit und schafft eine eindrückliche Mentalitätsgeschichte dieser vermieften und verklemmten Epoche, in der das Kindsein so einfach nicht war. Köstlich unterhaltsame Lektüre.«
Schweizer Familie»Soviel ist sicher: Wer die beiden großen Romane Henschels liest, nimmt nicht nur an einem spannenden Erzählexperiment teil, sondern taucht tief ein in die Alltags- und Mentalitätsgeschichte der alten Bundesrepublik.«
Joachim Feldmann, Freitag »Henschel hat sein hervorragendes Buch nicht nur seinem sprachlichen Einfühlungsvermögen und seinem Sprachwitz zu verdanken. Sondern auch seinem Mut und seiner Konsequenz, die Hauptfigur genau das wahrnehmen und auf den ersten Blick ungefiltert weitergeben zu lassen, was dem jeweiligen Alter entsprechen dürfte.«
Tim Kosmetschke, Rhein-Zeitung »Ein Wunderwerk, zutiefst anrührend und ebenso komisch. […] Henschel baut aus den Erlebnissen seiner Hauptfigur und einem wahren Kompendium vergangener Alltagssprache einen Resonanzraum, in dem er die Komik nur sanft anschubsen muss, um sie verstärkt widerhallen zu lassen.«
Karsten Kredel, die tageszeitung »Kollektive Nostalgie zum wegschmökern.«
Ira Panic, Hamburger Morgenpost »Für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erinnerungsarbeit bekommt Gerhard Henschel die Bestnote.«
Marit Hofmann, Weltwoche »Vor allem aber, und das macht diesen Roman zu so einem beglückenden Leseerlebnis, wird hier Erinnerung mit dem daran hängenden Gefühlsgemisch aus Wut, Scham, Verletzlichkeit, Stolz, Glück und Traurigkeit erfahrbar.«
Frank Schäfer, Konkret
Kurzbeschreibung
Klementine, Tritop, »Nichts geht über Bärenmarke«. Karneval, Ostereiersuchen, Ferien bei den Großeltern. Augsburger Puppenkiste, Daktari, »Man ruft nur Flipper, Flipper
«: Ein Kind erzählt aus seinem Leben, vom Kindergarten bis zur Pubertät, von den ersten Liebesperlen im Hinterhof bis zum Wunschtraum, der neue Eddy Merckx, Mark Spitz oder Gerd Müller zu werden oder am besten alles auf einmal.
Ein richtiger Rabauke ist er, der kleine Martin Schlosser, der da in den 60er und frühen 70er Jahren als zweitjüngster von vier Geschwistern in einer ganz normalen Mittelstandsfamilie heranwächst. Während in Bonn erst Erhardt und Kiesinger und danach Willy Brandt regieren, Benno Ohnesorg stirbt und die Kaufhäuser brennen, prügelt er sich auf dem Spielplatz, klebt Pril-Blumen an Küchenschränke, bekommt eine Sechs in Biologie oder ärgert sich über die von den Eltern zusammengeklebten Seiten des Stern, weil die Bilder von Vietnam zu grausam sind. Zehn Jahre eines ganz normalen bundesrepublikanischen Kinderlebens: ein gewitztes Kindheits-Puzzle, das man mehr fühlt als liest. Schließlich war es doch erst gestern, dass wir Bonanza im Vorabendprogramm gesehen haben.