Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...macht wütend, zerrt an den Nerven, erschüttert zutiefst..." (dpa), 21. August 2009
Diese Einschätzung der dpa trifft es auf den Punkt.
Noch nie vorher hat mich ein Buch so erschüttert wie dieses und noch nie vorher ist es mir bei einem Buch so schwergefallen, weiterzulesen.
Einer der Gründe dafür mag die Tatsache sein, dass ich Mutter von zwei kleinen Jungs bin und die Vorstellung, einer von beiden könnte so in einer Gartenlaube auf seinen Mörder warten, erzeugt einfach ohnmächtige Wut.
Frau Thiesler verzichtet in ihrem Roman auf blutrünstige Schilderungen, die vielleicht den Roman etwas oberflächlicher und damit unglaubwürdiger und leichter erträglich gemacht hätten. Sie packt einen auf einer psychologisch-subtilen Ebene, lässt einen an dem Gedankengut des Pädophilen Alfred teilhaben, an der Ohnmacht der Eltern und der Jungen, macht es damit realistisch und erzeugt so ein viel tieferes Grauen.
Das Ende ist nachvollziehbar, aber es hinterlässt einen als Leser trotzdem nicht zufrieden bzw. ermöglicht einen inneren Abschluss mit dem Thema.
Denn leider ist es viel zu aktuell...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sensibles Thema hervorragend umgesetzt!, 16. Oktober 2007
Die über 10 Jahre umfassende Geschichte von Alfred, dem pädophilen Kindermörder, ist von Anfang bis Ende überaus spannend und vor allem sehr emotional geschrieben! Ohne großartige Schilderung von Brutalität überkommt den Leser dennoch laufend ein Grauen und ein Hass auf diesen Mann! Sicher, in kurzen Szenen wird auch ein Mord geschildert - aber ohne reißerisch zu wirken, sondern eher überaus emotional: der Leser erhält hier Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt des Mörders, wie aber auch der Opfer.
Der Roman fesselt einen von der ersten Seite an! Über 10 Jahre hinweg verfolgt man dann den Lebens- und Leidensweg von Alfred, doch das Buch ist keineswegs einseitig geschrieben. Man erhält ebenfalls tiefe Einblicke in die Seelen der Kinder und ihrer Eltern, erlebt mit wie sie unter Verlust- und Todesängsten leiden. Auch die Ermittlerin begleitet der Leser in ihre Gedankenwelt.
Erschreckend für mich war die Schilderung einer der Eltern: sie haben ihr Kind eindringlichst gewarnt vor solchen Leuten, ihm eingebläut, niemals mit einem Fremden mitzugehen, egal was er verspricht oder sagt,...und dennoch wurde ihr Kind ebenfalls eines seiner Opfer. Dies zeigt mit schauriger Deutlichkeit, dass selbst die perfektesten Eltern nicht an alle Möglichkeiten eines kranken, besessenen Menschen denken können. Zum Glück habe ich selbst keine Kinder - meine Warnung gilt daher den Eltern unter den Lesern: das Buch hat mich als Nicht-Mutter schon sehr mitgenommen, für Eltern muss es noch viel grausamer zu lesen sein!
Das Buch ist erschreckend realistisch, denn das Thema ist leider allgegenwärtig - und genauso stelle ich mir die Gefühlswelt eines Pädophilen vor. Beim Lesen wurde ich in einen Sog von Emotionen gerissen, der von Wut, Trauer, Hoffnung und Hass gezeichnet war. Dies macht für mich ein überaus gut geschriebenes Buch aus, wenn es solche Gefühle in mir wecken kann! Ein großartiges Thriller, der mich auf das Nachfolgewerk von der Autorin hinfiebern lässt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
53 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vor allem spannend, 8. Dezember 2006
Ich vermute, dass "Der Kindersammler" aus zwei Gründen so weit oben in den Verkaufslisten steht: zum einen ist der Titel an sich ein gut gewählter Eye Catcher und weckt Interesse; zum anderen ist die Story spannend geschrieben.
Ein Kind wird getötet, und relativ bald ist klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Dessen Herkunft und Geschichte wird in Rückblenden erzählt. Ob das, was ihm in seiner Kindheit widerfährt, ausreicht, um später zum Mörder zu werden, mag man bezweifeln. Die psychologische "Unterfütterung" aller Personen dieser Story, insbesondere natürlich die des Täters, bleibt an der Oberfläche und geht über das Niveau von Küchenpsychologie nicht hinaus. Überwiegend, und das wird einem allein schon anhand der Zahl der Getöteten deutlich, spielt dieser Krimi auf der Handlungsebene.
Auf dieser Ebene versucht die Autorin mehrere Geschichten miteinander zu verknüpfen und das über einen Zeitraum von gut 30 Jahren. Dies gelingt ihr meistens, nicht immer jedoch, wodurch logische Löcher und Irritationen entstehen, die nicht nötig gewesen wären, wenn sie ein einfacheres Erzählmuster gewählt hätte und dem Motto: "weniger ist mehr" gefolgt wäre.
Zusammengenommen gibt es schon einige Kritikpunkte, allerdings, und das sollte man sich vor dem Kauf überlegen, hängt die Beurteilung eines Buches auch davon ab, was man zuvor von ihm erwartet hat. Will man Spannung, also einen Titel, den man nicht mehr aus der Hand legt, weil man wissen will, wie es weitergeht, ist man mit dem "Kindersammler" bestens bedient: es ist gute Unterhaltungsliteratur - nicht mehr, nicht weniger. Man muss eben über ein paar Logiklöcher hinweglesen, was einem aber auch nicht schwer fällt angesichts der Spannung.
Erwartet man mehr als das, sollte man sich vielleicht nach einem anderen Titel umsehen.
Und wenn man Kinder hat, sollte man sich dieses Buch überhaupt nicht kaufen, denn es triggert massiv die Ängste aller Eltern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|