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Kindermund (insel taschenbuch) Taschenbuch – 16. Juni 2014


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 267 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (16. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458360085
  • ISBN-13: 978-3458360087
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 2,1 x 19,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (74 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 264.096 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Pola Kinskis Kindermund ist mehr als eine Abrechnung: Es ist auch ein Erinnerungsbuch von literarischem Rang«
Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau 15.01.2013



»In starken Bildern lässt Kinski die Gedanken- und Gefühlswelt eines Kindes entstehen, das sich mal als hübsche Staffage, mal als Fremde in der eigenen Farnilie fühlt. Und noch etwas gelingt ihr: Die Widersprüchlichkeit darzustellen, die die Gefühlswelt eines Missbrauchsopfers beherrschen kann.«
Claire Horst, Jungle World Online 24.01.2013



»Mit ihrem Buch hat sie gegen den Mythos Kinski angeschrieben, es ist der Versuch, ihn zu demaskieren. Vom wahnsinnigen Genie bleibt nur der Wahnsinn.«
SPIEGEL ONLINE 18.01.2013



»Pola Kinski hat für ihre versteckte Qual eine Sprache gefunden. Sie hat damit Ihre Verzweiflung aus sich herausgerissen und neben sich gestellt.«
Jürg Acklin, Süddeutsche Zeitung 01.02.2013



»Mutig nennt ihre Schwester Nastassja Kinski ihr Buch und mutig ist es auch, denn Pola schont sich nicht, schreibt sich nicht selber schön, sie schreibt es nur endlich alles nieder und zeigt der Öffentlichkeit, die den >kolossalen Kinski< immer noch verehrt, ihren Vater - nackt.«
Veronika Bock, WDR 15.01.2013



»Pola Kinski hat das Denkmal ihres Vaters mit Brachialgewalt zum Einsturz gebracht.«
Peter Mohr, Wiesbadener Kurier 16.01.2013



»Kein angenehmes Buch - aber ein gutes, wichtiges und lesenswertes.«
Anne-Dore Krohn, kulturradio 30.01.2013

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Pola Kinski wurde als erstes Kind des Schauspielers Klaus Kinski in Berlin geboren.
Schon als kleines Mädchen tritt sie im Theater auf und übernimmt Rollen in Fernsehproduktionen;
später besucht sie die Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München und hat Engagements
in Theater und Film. Pola Kinski lebt in Berlin.


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andrea Hübner am 24. August 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Mein Umriss:

Pola Kinski erzählt ihr Leben als Tochter eines von der Öffentlichkeit als Genie gesehenen Vaters. Sie wächst wohlbehütet bei ihrer Mutter und deren Vater in München auf, nachdem sich Mutter Gisling und Vater Klaus getrennt hatten. Sie fühlte sich mit ihrer Mutter wohl, nur hatte sie etwas Angst vor ihrem Großvater, dem Arzt, der dem Alkohol verfallen war.
Zu ihrem Vater Klaus Kinski hatte sie lange Zeit fast nur telefonischen und brieflichen Kontakt. Stand er dann doch mal überraschend vor der Tür, so mußte die Mutter ihm ihre Tochter überlassen. Was ihr zu diesem Zeitpunkt nicht ungelegen kam, hatte sie doch gerade ihren zweiten Mann geheiratet und einen Sohn geboren. Somit war ihr die Tochter aus erster Ehe im Weg. Pola wurde jedes Mal von ihrem Vater neu eingekleidet und mit Spielsachen überhäuft. Bis sie fünf wurde und er sich das erste Mal sexuell an ihr verging. Aufgrund seiner Aussage, dass das niemand wissen dürfe, weil er sonst ins Gefängnis käme, fühlte sich die Fünfjährige so unter Druck gesetzt, dass sie niemandem gegenüber ein Wort über den Vorfall erwähnte. Von diesem Zeitpunkt an war Kinskis Hemmschwelle seinem Kind gegenüber überschritten und er nahm sich immer öfter, wonach ihm gerade war. Dass Pola weiterhin niemanden davon erzählte, ließ er sich einiges an Geschenken und großen Geldbeträgen kosten. Immer öfter holte er das Kind zu sich. Obwohl er inzwischen zum zweiten mal verheiratet war und eine weitere Tochter hatte, ließ er nicht von Pola ab. Auch seine dritte Frau konnte den Missbrauch an der Erstgeborenen nicht verhindern.
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129 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von innenreich am 18. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die Autorin beschreibt in ihrem autobiografischen Buch die traumatischen Bedingungen ihrer Familie: sexualisierte, psychische und physische Gewalt durch ihren Vater und emotionale Vernachlässigung durch die Mutter.

Bereits in seiner Lagerzeit 1945 muss Kinski die Theatergruppe verlassen, weil er einen Kollegen körperlich angegriffen hat (siehe Klaus Kinski (Suhrkamp BasisBiographien)). 1950 greift er eine Ärztin körperlich an; über seine Kindheit erzählt er Lügen, die heftig von seinen Brüdern und Bekannten dementiert werden. Er ist ein auf sich bezogen sensibler Mensch, mit einer starken ICH-Schwäche. Klaus Kinski fällt sein ganzes Leben durch seine Wutausbrüche, Promiskuität, Konsumrausch, Suizidalität, Lügen, Kontrollwahn über seine Mitmenschen, Reizbarkeit, Impulsivität, Hygienezwang, seine Idealisierungen & Abwertungen von Menschen auf. Seine psychische Persönlichkeitsstörung ist in den Medien leider kein Thema. Kaum jemand wagt es, ihm Grenzen zu setzen. Es regiert die Angst vor ihm. Wer bitteschön, möchte so einen Vater haben? Die unkritischen Fans von ihm?

Hinzu kommt die dysfunktionale Familie Pola`s. Die Rahmenbedingungen sind günstig für ihn als Täter, denn ihrer Mutter kann Pola sich nicht anvertrauen. Sie fühlt sich von ihr abgelehnt und ungeliebt. Die Sehnsucht nach der Liebe der Mutter bleibt bis heute bestehen.

Die AnhängerInnen der Täterlobby kommentieren die Buchveröffentlichung mit den
üblichen Parolen: "Der Arme kann sich ja gar nicht mehr wehren."; "Warum schreibt die das Buch so spät?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Vanny72 am 20. Dezember 2014
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Ich habe bevor ich von dem Buch gehört hatte, Frau Kinski in einem TV-Interview gesehen, in dem sie ihr Buch vorstellte. Und ehrlich gesagt glaube ich ihr. Wenn sie lügen würde, wenn ihr Vater ein guter, liebevoller Vater war, warum hätte sie dann mit ihm abrechnen sollen? Nur weil sie als Schauspielerin kein Star geworden ist? Das sind andere Künstlerkids auch nicht, und dennoch bezichtigen sie ihre Eltern nicht des sexuellen Missbrauchs. Oder vielleicht weil sie unbedingt im Rampenlicht stehen will? Dann hätte sie aber doch das Buch zu Lebzeiten ihres Vaters veröffentlichen können. Kinski hätte dementiert, und wenn sie gelogen hat, hätte er sie vielleicht sogar vor Gericht gezerrt, um seinen Namen reinzuwaschen, und BINGO! sie hätte noch viel länger im Rampenlicht gestanden und viel mehr Aufmerksamkeit erregt.Sie hat nichts von alldem getan, sie hat viele Jahre gewartet und dann das Buch veröffentlicht. Und ich denke nicht, dass es nur um Geld oder Rampenlicht ging. Diese Frau hat eine Geschichte zu erzählen, die keiner wirklich hören will. Geschichten von sexuellem Missbrauch sind nicht schön. Der Gedanke, dass ein Mann eine Fünfjährige vergewaltigt, ist gräßlich. Wenn dieser Mann dazu noch der Vater oder Großvater des Kindes ist, dann wird es widerlich. Und die Tatsache (ja, TATSACHE) dass ein Vergewaltigungsopfer egal welchen Alters statistisch gesehen durchaus Gefahr läuft, nochmals vergewaltigt zu werden (mit anderen Worten, dass Mehrfachübergriffe nicht selten sind) ist unangenehm. Dafür kann aber Frau Kinski nichts, und es macht sie nicht zur geltungssüchtigen Lügnerin. Aber eigentlich sind die Zweifler hier ja keine Einzelfälle. Wenn Missbrauchsopfern geglaubt würde, gäbe es ja keine Fälle jahrelangen sexuellen Mißbrauchs. Denn der gedeiht nur, wenn er unsichtbar bleibt.
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