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Kinderhaus: Leben und Ermordung des Mädchens Edith Hecht
 
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Kinderhaus: Leben und Ermordung des Mädchens Edith Hecht [Gebundene Ausgabe]

Markus Krischer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421059330
  • ISBN-13: 978-3421059338
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 687.544 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Markus Krischer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Edith Hecht wurde 1944 ermordet, ohne ein Wort gesprochen zu haben. Sie war eines von mehr als dreihundert behinderten Kindern, die zwischen 1940 und 1945 in der Nähe Münchens vergiftet wurden. Insgesamt fielen allein in Bayern 20000 kranke Menschen der Euthanasie zum Opfer. Nach dem Krieg wurde kaum einer der Täter zur Verantwortung gezogen. Man breitete einen Mantel des Schweigens über dieses furchtbare Kapitel.
Der Journalist Markus Krischer arbeitete zwölf Jahre lang an diesem Fall, recherchierte in Archiven und befragte die letzten Zeitzeugen. Er rekonstruiert die Zusammenhänge, nennt die Namen, porträtiert Opfer und Täter: Edith Hecht und die verzweifelt um das Leben ihrer Tochter kämpfenden Eltern. Der Kriegsinvalide Max Gaum, der seinen eigenen Tod herbeisehnte und die Ermordung von Tausenden organisierte. Der spätere Präsident der Bundesärztekammer Hans Joachim Sewering, der als junger Arzt angeblich ahnungslos war.

Der Verlag über das Buch

Ergreifende Fallstudie über Euthanasie im Dritten Reich: katholisches Pflegeheim, nationalsozialistische Vernichtungspolitik, bundesdeutsches Justizversagen

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erschütternde Geschichte 12. Dezember 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr gut recherchiertes und gut geschriebenes Buch über die Euthanasieverbrechen in Bayern. Ich habe in meiner Jugend regelmäßig den Sommer bei meiner Großmutter in Mühldorf am Inn (in unmittelbarer Nähe der Anstalt Ecksberg) verbracht. Selbst sie wusste zu berichten, dass während des Krieges irgendwann "alle abgeholt" wurden und man die Patienten dann irgendwo ermordet hat. Wie lächerlich mutet es da an, dass Täter, Drahtzieher und mittelbar/unmittelbar Beteiligte nach dem Krieg von allem "nichts gewusst" haben wollen? Wie absurd erscheint es aus heutiger Sicht, dass fast alle damit durchgekommen sind und in Amt und Würden weitermachen konnten als wäre nie etwas geschehen? Die Darstellung von Einzelschicksalen führt dem Leser intensiv vor Augen was die Opfer und deren Angehörige damals durchmachen mussten. Dies gelingt dem Autor anhand des zentralen Schicksals des Mädchens Edith Hecht und einer Reihe weiterer Beispiele sehr anschaulich und mit einer Intensität, die einen zuweilen erschauern lässt. Die Darstellung des "Knauer"-Falles entsprach 2006 noch dem Stand der Forschung und wurde bekanntlich inzwischen revidiert. Dass der Autor diese Recherchen auf Ulf Schmidt zurückführt anstatt auf Udo Benzenhöfer erscheint angesichts der eindeutigen Quellenlage etwas verwunderlich, ist für die Qualität des Gesamtwerkes aber vollkommen unerheblich (zumal beide letztlich falsch lagen). Fünf Sterne für ein insgesamt wirklich fesselndes Buch. Die Ausführungen des 1-Stern Rezensenten zu kommentieren wäre an dieser Stelle reine Zeitverschwendung, zumal die bereits vorhandene Kommentatorin auch mir aus der Seele gesprochen hat!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Was für ein wunderbares Buch!

60 Jahre nach ihrem Tod klärt Journalist Krischer in einem gleichermaßen fakenreichen und berührenden Buch den gewaltamen Tod der kleinen Edith Hecht. Ein spannendes Dokument der Zeitgeschichte, aufregend erzählt wie ein Krimi, und doch mehr als das. Letztlich zeichnet der Autor ein scharfes Bild der Zeit, entlarvt die Bigotterie der Täter und zeigt, wie das verbrecherische Handeln Einzelner von vielen geduldet und damit unterstützt wurde.

In seiner Einleitung beschreibt Krischer, wie die Eltern des ermordeten Mädchens um die Wahrheit rangen. Sie wollten wissen, warum ihr Kind sterben musste, doch sie starben, ohne es je erfahren zu haben. In gewisser Weise hat Krischer ihnen diesen Wunsch posthum erfüllt - in einem bewegenden Buch, das ich nur jedem Geschichtslehrer empfehlen kann. Es weckt die Neugierde, Geschichte zu ergründen. Toll!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S. Theim
Format:Gebundene Ausgabe
ich habe schon einige Bücher über die Kinder- bzw. Erwachseneneuthanasie gelesen und kann ganz ehrlich sagen das dies eines der besten ist. Der Autor geht nicht nur auf das Einzelschicksal von Edith Hecht ein, sondern versucht den Lesern einen Eindruck der Täter zu vermitteln und wie diese versucht haben ihre eigenen Unzulänglichkeiten durch absoluten gehorsam und Eigeninitiative auszugleichen. Er vergisst aber auch nicht uns jene nahezubringen die dafür gekämpft haben diese tödliche Maschinerie zu stoppen bzw. zu verlangsamen. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch das zum einen sehr bedrückt macht, aber auch zum Nachdenken anregt, um soetwas in Zukunft zu verhindern!
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