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Meine Kinder, deine Kinder, unsere Familie. Wie Stieffamilien zusammenfinden.
 
 
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Meine Kinder, deine Kinder, unsere Familie. Wie Stieffamilien zusammenfinden. [Taschenbuch]

Verena Krähenbühl , Anneliese Schramm-Geiger , Jutta Brandes-Kessel
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499603276
  • ISBN-13: 978-3499603273
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 15 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 547.081 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Schneewittchens Mutter. Nicht die Stiefmutter war in der Urfassung von Grimms Märchen (1812) die Böse, sondern Schneewittchens leibliche Mama. Dass die Brüder Grimm sieben Jahre später die Mutter in eine Stiefmutter umwandelten, inspirierte die Autorinnen, drei erfahrene Familien-Therapeutinnen, eher zu soziokulturellen als zu tiefenpsychologischen Betrachtungen: Die steigende Autonomie und Individualität der Frauen und die stärkere Beachtung der Mutter generierten einen neuen «Mutterschaftsmythos», dem die Märchen-Urtexte nicht mehr gerecht wurden. Deshalb musste die lieblose Stiefmutter an die Stelle der eifersüchtigen Mutter treten. Gegen tradierte Vorurteile und für ein erfolgreiches Zusammenleben von sogenannten Patchwork-Familien – also von Stiefmüttern, Stiefvätern und Stiefkindern – plädiert dieser Leitfaden für moderne, oftmals «neu zusammengesetzte» Familien. Ein Anhang mit Adressen von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und unterstützender Literatur ergänzt den Ratgeber. ipr.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Erstaunlich offen und sehr gut strukturiert wird in dem Buch aufgezeigt, welch vielschichtige neue Beziehungskonstallationen entstehen, wenn eine Familie auseinanderbricht, weil die Partner (die gemeinsamen Eltern der Kinder) sich trennen und meistens nach einiger Zeit eine neue Partnerschaft eingehen. Kinder erleben das als einen bitteren Verlust, manchmal auch Verrat und müssen sich dann auf zwei Bezugsfamilien, zwei Zuhause einstellen lernen. Weil heute die Erwartungen an Ehe, Partnerschaft und Familie mit einem größeren Anspruch an gegenseitiges Verstehen, Identifizieren und Selbstverwirklichung einhergehen und das private Leben auch als Refugium in einer rasant sich verändernden Gesellschaft gesehen wird, auch der ökonomische Zwang zusammen zu bleiben, nicht mehr im gleichen Umfang gültig ist wie früher, sind die familiären Bindungen auch größeren Belastungs- und Bewährungsproben ausgesetzt und verletzbarer. Das Scheitern einer Familie, oder vielmehr ursächlich die Trennung der Partner, stellt alle Betroffenen vor große Herausforderungen. Da heute ca. jede dritte Ehe in Deutschland geschieden wird, ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung von diesen Erfahrungen betroffen - die immer einen Bruch ursprünglicher Lebensplanung bedeuten. Hier setzt das Buch an und empfiehlt sich als wirklich aktueller Lebenshilfe-Berater! Ganz prägnant zeigt es die möglichen verschiedenen Beziehungskonstellationen auf, die durch das Auflösen alter Strukturen und Zugehörigkeiten entstehen. Es zeigt auch das Leid, die Kränkungen, Verletzungen und die Chancen die durch die Trennung entstehen können, wenn man die Probleme und Hoffnungen zu benennen und aufzuarbeiten beginnt. An vielen Stellen wird aufgezeigt, wie man den Gehalt und die Position innerhalb einer Stieffamilie deutlicher wahrzunehmen und zu reflektieren lernt. Es ist nun mal äußerst kompliziert, wenn man eine neue intensive Beziehung aufbauen und leben will und die Liebe, Loyalität und Verantwortung geteilt werden müssen, weil der Partner bzw. die Partnerin ihre eigenen Kinder mit einbringt. So sind die Kapitel zum leichteren Nachlesen und Orientieren unterteilt in verschiedene Themenkomplexe, hier nur einige: Abschied von der alten Partnerschaft; Neue Partnerschaft und die Stieffamilie/, Die Kinder nicht aufteilen; Kinder brauchen Mutter und Vater/, Gemeinsame Familiennormen entwickeln; Verwandtschaftsbeziehungen in Stieffamilien/; Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen. Dass die Befassung mit einem Thema häufig auch etwas mit der ursprünglichen eigenen Betroffenheit zu tun hat, wird in den kurzen biographischen Angaben über die Autorinnen deutlich. Ihr Ratgeber basiert auf langjährigen Erfahrungen in Therapie und Beratung mit Stieffamilien. Da kann man nur vielen Betroffenen wünschen, dass sie dieses Buch in die Hände bekommen und sich davon ermutigen lassen, als Stieffamilien zusammenzufinden!

Ulla Roberts, Autorin

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Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die in einer Stieffamilie das oft komplizierte Leben meistern wollen oder aber gedanklich eine Stieffamilie zu gründen beabsichtigen, weil sie gerade das Scheitern ihrer ersten Beziehung einer Kernfamilie realisieren müssen.
Einleitend wird herausgestellt, dass die Stieffamilie von einer Tabuisierung weg langsam eher zu einem Zukunftsmodell wird. Das Entstehen einer Stieffamilie wird nachgezeichnet: Abschied von alter Partnerschaft, einer evtl Phase der Teilfamilie (also noch kein Stiefelternteil der getrennt lebenden Eltern) bis zum Gründen neuer Partnerschaft und damit der Stieffamilie. Bei inzwischen über 2 Millionen Stieffamilien in Deutschland, das sind ca. 10 % aller Familien - Tendenz steigend - ist dieses Buch fürwahr ein wichtiger Wegbegleiter, handelt er doch die komplizierte Beziehungswelt der Zweitfamilie aus der Sicht der verschiedenen Alles-Stief-Personen ab: die Mutter, der Vater, der getrennt lebende Vater, die getrennt lebende Mutter, die Stiefmutter, der Stiefvater, die Stiefkinder, das gemeinsame Kind.
Weitere Kapitel beschreiben zum einen das Thema, "trotz Trennung Eltern zu bleiben", also für die Kinder bewusst Elternebene und Paarebene auseinander zu halten, zum anderen den enormen Erfolgsdruck der zweiten Partnerschaft nach der gescheiterten ersten. Wie etabliert sich die neue Stieffamilie, welche Normen müssen entwickelt werden, wie sind die Verwandtschaftsbeziehungen, wie gestaltet man Familienfeste und welche institutionellen Hilfen gibt es für Stieffamilien? Auf all diese Fragen gibt das Buch fundiert Antworten, zumal die Autorinnen selbst privat dieses Modell Stieffamilie leben. (14.01.08)
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