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Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?
 
 
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Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß? [Taschenbuch]

Rudolf Dreikurs , Vicki Soltz , Erik A. Blumenthal
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit Jahren ist der Erfolg dieses Erziehungsklassikers ungebrochen. "Kinder fordern uns heraus" ist ein kompetenter Ratgeber bei ganz konkreten Alltagsproblemen. Anhand von 34 Erziehungsprinzipien werden genervte Eltern und entnervte Lehrer dazu ermutigt, weniger direkten Einfluss auf Kinder und Jugendliche zu nehmen, und ihnen stattdessen mehr Autonomie zuzubilligen.

Klappentext

Mit mehr als 600 000 verkauften Exemplaren ist der Erfolg dieses Erziehungsratgebers ungebrochen. Mittlerweile zu Eltern gewordene Kinder greifen zurück auf dieses Standardwerk, das schon ihre Eltern benutzt haben.

»Kinder fordern uns heraus« ist ein kompetenter Ratgeber bei ganz konkreten Alltagsproblemen. Anhand von 34 Erziehungsprinzipien werden genervte Eltern und entnervte Lehrer dazu ermutigt, weniger direkten Einfluß auf Kinder und Jugendliche zu nehmen und ihnen mehr Autonomie zuzubilligen. Dem Buch liegen die Auffassungen von Alfred Adler zugrunde, wonach Kinder die Konsequenzen ihres Handelns selbst spüren müssen – je älter sie werden, desto direkter. Im Grunde ganz einfach – könnte man denken. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Seit 30 Jahren ist der Erfolg dieses Erziehungsklassikers ungebrochen. Mittlerweile zu Eltern gewordene Kinder greifen zurück auf dieses Standardwerk, das schon ihre Eltern benutzt haben. "Kinder fordern uns heraus" ist ein kompatenter, demokratischer Ratgeber bei ganz konkreten Alltagsproblemen. Anhand von 34 Erziehungsprinzipien werden genervte Eltern und entnervte Lehrer dazu ermutigt, weniger direkten Einfluß auf Kinder und Jugendliche zu nehmen und ihnen mehr Autonomie zuzubilligen. Dem Buch liegen die Auffassungen von Alfred Adler zugrunde, wonach Kinder die Konsequenzen ihres Handelns selbst spuren müssen - je älter sie werden, desto direkter. Eigentlich ganz einfach - könnte man denken.
"Diese Lektüre könnte durchaus zum pädagogischen Führerschein verhelfen..." Süddeutsche Zeitung

"Das Buch Kinder fordern uns heraus dekliniert mit beharrlicher Konsequenz das Substantiv Partnerschaft durch alle erdenklichen Fälle des häuslichen Alltags anhand von unzähligen praktischen Beispielen..." Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Eine unschätzbare Hilfe für ratlose Eltern, für gequälte Mütter und gereizte Väter." Stern

"Diese Familienbibel gehört in jeden Haushalt..." Die Bücherkommentare -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Dr. Rudolf Dreikurs wurde 1897 in Wien geboren und starb 1972 in Chicago. Er begann seine Laufbahn in Wien als Psychiater und steht in der Tradition der von Alfred Adler begründeten Individualpsychologie, die heute einen wichtigen Teil der psychoanalytischen Theorie, der Psychotherapie sowie der Theorie und Praxis von Ehe- und Paarberatungen und besonders der Erziehungsberatung bildet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Auszug aus Kinder fordern uns heraus Wie erziehen wir sie zeitgemäß? von Rudolf Dreikurs, Vicki Soltz. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort von Jan-Uwe Rogge

Vier oder fünf Jahre bevor in Deutschland ein unerquicklicher Streit über Sinn und Unsinn der antiautoritären Erziehung mit großer Unerbittlichkeit entbrannte; viele Jahre bevor sich ein Stapel an Elternratgebern auf den Nachttischen türmte und Vätern und Müttern den Schlaf raubte, weil sie lesen mußten, was sie alles falsch gemacht hatten und nun richtig tun sollten; Jahrzehnte bevor die Super- Nannys und die Super-Mamas für Recht und Ordnung in den Wohnzimmern, Küchen und Fluren vordergründig sorgten und unbarmherzig vermittelten, wie unfähig die Eltern von heute doch sind, zu einer Zeit, als man Erziehungstechniken im multiple-choice-Verfahren in Fernsehshows abfragte, da kam 1964 ein Buch mit dem gänzlich beiläufigen Titel "Children: The Challenge" auf den amerikanischen Buchmarkt, das unter dem deutschen Titel "Kinder fordern uns heraus" zu einem Erziehungsklassiker wurde. Rudolf Dreikurs, Schüler des Individualpsychologen Alfred Adler, und seine Mitarbeiterin Vicki Soltz haben mit diesem Buch Maßstäbe gesetzt und mindestens zwei Generationen von Eltern den Weg zu einer partnerschaftlichen Erziehung gewiesen.

Es ist die humanistische Grundhaltung, die "Kinder fordern uns heraus" so wertvoll und unverwechselbar macht. Mitgefühl und Achtung für die Eltern ziehen sich wie ein roter Faden genauso durch das Buch wie der Respekt vor der kindlichen Persönlichkeit. Dreikurs und Soltz nehmen die Kinder ernst, würdigen die Erziehungsarbeit der Eltern, entmündigen sie nicht, verurteilen sie nicht, blicken nicht von oben auf sie herab – wie das in marktschreierischer Form in populären Erziehungssendungen vorgeführt wird. Die Autoren zeigen Handlungsperspektiven auf, nehmen Eltern aber nicht wie kleine Kinder an die Hand. Sie stärken damit die Erziehungsverantwortung von Vätern und Müttern, geben ihnen Selbstvertrauen, denn nur Eltern, die sich ihrer Kompetenz bewußt sind, die das Gefühl haben, mit all ihren Schwächen und Fehlern, die zur Erziehung nun mal gehören, angenommen zu sein, können Kinder mit all ihrer wunderbaren Unvollkommenheit annehmen.

Natürlich: Manche Formulierung in dem Buch kommt einem mittlerweile etwas altmodisch vor, manch geschilderte Alltagssituation scheint gegenwärtig nicht so bedeutsam zu sein, manche Erziehungsthemen, die Vätern und Müttern heute Kopfzerbrechen bereiten und sich in Machtkämpfen zwischen Eltern und Kindern entladen, kommen nicht vor – konnten auch nicht auftauchen, weil sich diese Erziehungsfragen damals nicht stellten, zieht man einmal den Stellenwert der Medien, die Bedeutung des Konsums heran. Und trotzdem besitzt das Buch eine ungeheure Aktualität, und es ist leicht, die Prinzipien, die sich Dreikurs und Soltz in der Kindererziehung zu eigen machten, auf zeitgemäße Erziehungssituationen zu übertragen.

"Kinder fordern uns heraus" – in diesem Satz drückt sich zugleich Haltung und Achtung gegenüber den Heranwachsenden aus. Kinder sind nicht nur zu belehrende, kleine unmündige Wesen, die es mit Wissen vollzustopfen oder zu formen gilt, bis sie den elterlichen Vorstellungen entsprechen. Kinder sind immer auch Lehrer ihrer Eltern – manchmal geduldigere, hartnäckigere, unnachgiebigere, doch immer getragen von viel Lebensweisheit. Weisheit, so schrieb Gandhi einmal, hat mit Geduld zu tun, und Geduld ist, wenn man es immer und immer wieder macht und versucht. Und so sind Kinder: Sie machen's immer und immer wieder, weil sie durchdrungen sind von der Hoffnung, die Eltern werden ihre Botschaften schon irgendwann verstehen.

Hier wird denn auch deutlich, was Dreikurs und Soltz unter partnerschaftlicher Erziehung verstehen – eben nicht die Gleichrangigkeit von Eltern und Kindern, sondern deren Gleichwertigkeit. Eltern und Kinder können nicht gleichrangig sein, denn Eltern tragen die Erziehungsverantwortung. Und Eltern sind in der Regel mindestens eine Generation älter, haben Erfahrungen gemacht, von denen Kinder lernen können: daß das Leben eben Krisen bereithält und daß man Krisen aushalten und bewältigen kann. Eltern haben Erfahrungsvorsprünge, die nur dann ein Problem für Kinder werden, wenn Eltern sie als Besserwisserei oder als das Vorenthalten von Erfahrungen mißverstehen.

Eltern und Kinder sind gleichwertig, soll heißen: Eltern sind nicht nur Lehrer und die Kinder Schüler, Eltern sind immer auch Schüler, und Kinder sind Lehrmeister. Sie sind Lehrmeister der Intuition, der Spontaneität, der Geduld. Die Kindererziehung wird nur dann anstrengend, wenn sich Mütter oder Vater ständig als Gebende begreifen; Erziehung wird dann zu einem Geschenk, wird leichter, wenn man Kinder als Persönlichkeiten sieht, die im Erwachsenen das Kindliche (nicht aber das Kindische!), das Naive, das Anarchische, das Utopische oder das Noch-nicht-Mögliche wachhalten.

Nicht "Kinder an die Macht", wie es einst in einem Song so vordergründig-populistisch lautete, war und ist das Credo von Dreikurs und Soltz, vielmehr lautet ihre Botschaft: Eltern sind Eltern mit einer immensen Verantwortung. Kinder sind Kinder, die im Laufe ihrer Entwicklung körperliche, gefühlsmäßige, soziale, moralische und intellektuelle Aufgaben zu erfüllen haben und die darauf vertrauen können und müssen, daß sie von ihren Eltern in ihrer Entwicklung begleitet werden. Und die Eltern werden in ihrer Begleitung von Dreikurs und Soltz ernst genommen und geachtet. Und deshalb fordert das Buch sogar noch nach über 40 Jahren heraus.

Ich persönlich habe "Kinder fordern uns heraus" immer als eine Bereicherung empfunden: In meiner Ausbildung zum Familien- und Erziehungsberater und als Vater. Ohne Dreikurs und Soltz wäre mein Buch "Kinder brauchen Grenzen" so nicht geschrieben worden.

Bargteheide, im Januar 2006 Jan-Uwe Rogge -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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