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Kinder der Ewigkeit: Roman
 
 

Kinder der Ewigkeit: Roman [Kindle Edition]

Andreas Brandhorst
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

textico.de

Deutsche Science-Fiction? Andreas Brandhorst! Nach seinem epischen Kantaki-Zyklus und einem Thriller-Ausflug Aeon legt er mit Kinder der Ewigkeit eine Einzelband-Space Opera vor, die alles bietet, was ein spannendes Weltraumabenteuer zwischen den Seiten haben muss: faszinierende Technologie, große Weltraumreiche, exotische Außerirdische, eine schnelle, schlüssige und vor allem fesselnde Handlung und glaubwürdige Charackter.

Auch wenn die Basisgeschichte aus "Killer im Ruhestand wird zu letztem Auftrag gezwungen und wird selbst zum Gejagten" nicht gerade von Brandhorst erfunden wurde: entscheidend ist, was er daraus macht. Schon aber den ersten Seiten taucht man als Leser tief genug zwischen die Zeilen von Kinder der Ewigkeit, um alles um sich herum zu vergessen - Brandhorst weiß, wie er den Leser mit auf die Reise nimmt.

Ex-Killer Esebian wollte seine Ruhe und hatte sich vom Leben eines Killers an das eines Wissenschaftlers gewöhnt - damit ist sein Weg zur "teuren" Unsterblichkeit zwar schwerer und steiler, aber dafür auch sicherer und ruhiger. Bis er von mächtigen Wesen gezwungen wird, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Galaxis zu töten.

Brandhorst weiß was der SF-Leser will - und liefert - ohne sich in Raumschlachten oder Technologiebeschreibungen zu verlieren; faszinierende Welten, uralte Geheimnisse, Verschwörungen und immer die Frage, ob gut und böse die einzigen zwei Seiten der Medaille sind. Kinder der Ewigkeitist ein deutscher Vorzeige-SF, der, wäre er aus Amerika, unbedingt ins Deutsche übersetzt werden müsste! --Wolfgang Treß/textico.de

Pressestimmen

"Andreas Brandhorst schreibt Space Operas, wie man sie sich nur wünschen kann!" (Wolfgang Hohlbein )

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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fesselndes Weltraumepos 15. März 2010
Von Atlan_4
Format:Taschenbuch
Deutsche SF ist selten. Gute deutsche SF ist noch viel seltener.
Nach den Kantaki entführt uns Andreas Brandhorst mit 'Kinder der Ewigkeit' in sein neues Universum, das in puncto Komplexität und Ideenreichtum den Entwürfen seiner internationalen Kollegen in Nichts nachsteht. Wie immer überzeugt Brandhorst mit flüssigen Erzählstil und bilderreicher Sprache.
Exotische Planeten und Schauplätze, bizarre Lebensformen, ausgestorbene Völker und ihre Geheimnisse und Hinterlassenschaften erwarten den interessierten Leser und versetzen ihn in ein Panoptikum epischer Breite. Besonders wohltuend ist für mich der Umstand, dass nicht ' wie in vielen Weltraumepen ' die waffenstarrenden Flotten irgendwelcher aufgeblasener Imperien in verlustreichen Materialschlachten zum x-ten Mal aufeinandertreffen. Dennoch ist die Handlung von Anfang an fesselnd und aktionsreich und die Spannung steigert sich erwartungsgemäß zum Ende hin kontinuierlich. Wie in einen Thriller entpuppt sich das Geschehen als eine Verschwörung, die sich als Konflikt zwischen unsterblicher organischer Intelligenz und Machtstreben auf der einen Seite und künstlich-elektronischer Intelligenz auf der anderen Seite beschreiben lässt. Welcher der beiden Seiten die Sympathien des Lesers gehören, muss dieser selber entscheiden. Gut gefiel mir ebenfalls, dass sich die Hauptpersonen nicht ohne weiteres in ein Gut-Böse-Schema einordnen lassen: An erster Stelle ist da Esebian, im Prinzip ein Serienmörder, der durch Auftragsmorde die 'Meriten' für die eigene Unsterblichkeit erwerben will. Leandra ist eine stark psibegabte, ehemals internierte Psychopathin, auf deren Konto wohl auch einige Tote gehen und die bis zum Schluss suspekt bleibt. Auf den ersten Blick am sympathischsten wirkt Akir Thalon, der sich unter Selbstaufgabe persönlicher Bedürfnisse dem Gemeinwohl und Regeln der bestehenden Gesellschaftsordnung unterordnet. Aber ist er bei näherer Betrachtung nicht auch nur ein Bürokrat, für den Regeln Selbstzweck sind? Ganz zu schweigen von den selbstherrlichen Unsterblichen, die für mich dennoch immer irgendwie im Hintergrund bleiben. Eigentlich sind es die Sterblichen, die mir als die eigentlichen Haupthandlungsträger erscheinen.

Natürlich ist Lesergeschmack eine subjektive Angelegenheit. Ich jedenfalls gebe für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und hoffe, dass der Autor in seinen nächsten Werken wieder in dieses Universum zurückkehrt, dass noch viele Fragen offenhält.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von fallobst
Format:Taschenbuch
Nach dem Mystery-Triller "Äon" versucht sich Brandhort mit diesem Buch wieder als Science Fiction Autor, eine Talent das er schon in der Vergangenheit erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Zwar erreicht "Kinder der Ewigkeit" nicht die Brillanz von "Äon" ist aber trotzdem ein guter Vertreter deutschsprachiger Science Fiction.

Der Roman handelt von dem Profikiller Esebian, der den Auftrag erhält einen Unsterblichen zu ermorden.
Obwohl die Unsterblichkeit von je her ein beliebtes Thema der Science Fiction ist, ist dieses Ansatz neu und Esebians Auftrag nur der Beginn einer Verschwörung von galaktischen Ausmassen.
Das Buch selbst ist spannend geschrieben und nur machmal etwas verwirrend, wenn die beschriebene zukünftige Technologie doch zu fremdartig ist. Das ist aber nur wenig störend, denn im Grunde hat man eine klassische Verschwörungsgeschichte, die eben in der Zukunft spielt wo und man nicht weiss, wer denn nun die Bösen und wer die Guten in diesem Spiel sind.

Die beschriebene Zukunft selbst ist so komplex und facettenreich, dass es nicht verwunderlich wäre, würde Brandhorst eine Fortsetzung nachlegen. Überhaupt scheint dieses Buch nur der Eingang in ein größeres Universum zu sein, denn viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Da der Autor auch in der Vergangenheit Mehrteiler geschrieben hat, kann man fast sicher sein, dass hier noch etwas folgt. Mehr Hintergrund Informationen würden dieses Buch sogar aufwerten und es noch etwas besser machen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lucky
Format:Taschenbuch
Es ist wohl wahr - neu ist die grundlegende Story von "Kinder der Ewigkeit" nicht: Ein Auftragskiller, der versucht eine ehrliche Laufbahn einzuschlagen, wird von einem mysteriösen Auftraggeber zu einem letzten Job getrieben und wird schließlich selbst vom Jäger zum Gejagten. Aber, die Welt und die Hintergründe, in der Brandhorst diese Geschichte ablaufen lässt, entschädigt für den etwas abgedroschenen Plot.

Die Story spielt in der fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich über viele Lichtjahre hinweg in der Galaxis ausgebreitet. Mit Hilfe von Transport-Netzen, die von so genannten Webern gebaut werden, ist auch überlichtschnelle Raumfahrt möglich.
Darüber hinaus sind die Menschen nicht unwesentlich von den so genannten Magistern abhängig. Diese künstlichen Intelligenzen überwachen nicht nur die Transport- und Kommunikationsnetze, sondern stellen auch Regeln und Gesetze auf, nach denen die Menschen zu leben haben. So kontrollieren die Magister auch einen langwierigen, über mehrere Stufen ablaufenden (Behandlungs-) Prozess, nach dem sich bestimmte Menschen die Unsterblichkeit verdienen können. Diese Rahmenbedingungen spalten die menschliche Zivilisation in drei Schichten. Die Unsterblichen - Erlauchte genannt - die sich mit umfangreichen Privilegien ausgestattet, auf ihnen vorbehaltenen Planeten an ihrem ewige Leben erfreuen. Die Kandidaten, die auf dem Weg zur Unsterblichkeit sind, je nach Phase, in der sie sich befinden, einen gewissen Rang bekleiden und entsprechendes Ansehen genießen. Und Menschen von den niederen Welten, denen durch die Magister der Zugang zur Unsterblichkeit allein wegen ihrer Herkunft untersagt wird.

Esebian ist ein Kandidat hohen Ranges und hat sich seinen Status auf illegalem Weg als Auftragskiller verdient. Zwar versucht er, diesen Job an den Nagel zu hängen und sich den Rest seines Aufstiegs auf ehrlichem Weg zu erarbeiten, aber als plötzlich ein mysteriöser Fremder beim ihm auftaucht und ihm einen Auftragsmord anbietet, scheint die Unsterblichkeit greifbar nahe. Die Verlockung ist groß, doch Esebians Zielperson ist kein geringerer als der Vorsitzende des Dirketoriats der Erlauchten...
Tatsächlich gelingt es Esebian schließlich, seinen Auftrag zu erfüllen. Doch muss er bald feststellen, dass er betrogen wurde, ihm sein Auftraggeber nun selbst nach dem Leben trachtet und auch die Ermittlungsbehörden mit aller Macht die Jagd auf den Mörder des Erlauchten eröffnet haben.

Brandhorst erzählt diese Space Opera packend und spannend. Die Tatsache, dass der Hauptprotagonist alles andere als "ein Guter" ist, gibt der Story durchaus einen zusätzlichen Reiz. Die Figur des Esebian erinnert mich dabei durchaus an Valdorian, den Brandhorst-Leser aus der Kantaki-Trilogie (s. Diamant, Der Metamorph und Der Zeitkrieg) kennen werden. Außerdem bilde ich mir ein, einige Zitate oder Anleihen bei anderen Science Fiction Romanen wieder erkannt zu haben. Die Möglichkeit Unsterblichkeit "verliehen" zu bekommen und die möglichen evolutionsbedingten Nachteile von Unsterblichkeit, erinnerten mich z.B. an Scott Westerfelds' Weltensturm (Weltensturm, den zufällig Brandhorst ins Deutsche übersetzt hat). Den Weber, der sein Netz durch Galaxien webt, gibt es im gleichnamigen Buch von China Mievielle (Der Weber: Perdido Street Station, Bd. 2) und wer John Keats (... dessen Name in Wasser geschrieben ist ...) in einem SF zitiert, der weckt natürlich die Erinnerung an Dan Simmons' Hyperion-Gesänge (Die Hyperion-Gesänge, mein absoluter Favorit unter den Space Operas). Dabei hatte ich in keinem der o.g. Fälle das Gefühl, Brandhorst hätte bei anderen SF-Werken abgeschrieben oder Ideen geklaut - es waren eben einfach Zitate oder Reminiszenzen, die möglicherweise noch nicht mal beabsichtigt waren.

Aber wo wir gerade bei SCIENCE Fiction sind: mit wissenschaftlicher Fundierung hat Brandhorst offensichtlich nichts am Hut. So erklärt er auch nicht ansatzweise, wie die Weber-Netze eigentlich funktionieren oder gewebt werden, entledigt sich damit aber sehr einfach dem Problem der Zeitdilatation. Auch wie man sich das mit der Unsterblichkeit vorzustellen hat oder was nun wirklich bei den dazu notwendigen Behandlungen passiert, bleibt völlig unklar. Freunde der Hard-SF werden hierüber enttäuscht sein.

Mein letzter Kritikpunkt sind die unzähligen und aus meiner Sicht teilweise völlig überflüssigen Cliffhanger, mit denen Brandhorst fast jedes größere Kapitel abzuschließen versucht. Ständig schaut Esebian in den Lauf einer Waffe, stürzt irgendwo ab oder führt an sich selbst aussichtslose Not-OPs' durch. Da sich die Gefahr dann sehr oft und sehr schnell wieder verflüchtigt oder im wahrsten Sinne des Wortes in Luft(-spiegelungen) auflöst, hat mich das Ganze irgendwann echt genervt und gestört. Das war mir auch schon (und vor allem) beim letzten Teil der Kanataki-Trilogie aufgefallen, dass bei Brandhorst viel zu viel (fast) gestorben wird... und dann doch nicht. Ich habe mich bei diesen konstruierten Spannungsspitzen nicht selten an "Western von Gestern" (Western von gestern - Zorro reitet wieder u.a.) erinnert. Wer diese Schwarz-Weiss-Serie damals im Fernsehen gesehen hat, wird wissen was ich meine.

Nichtsdestotrotz hat Brandhorst wieder gezeigt, dass er gute Space Operas schreiben kann und bei allen o.g. Mängeln habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt.
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