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Kinder brauchen Wurzeln: Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung
 
 
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Kinder brauchen Wurzeln: Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung [Taschenbuch]

Karl Gebauer , Gerald Hüther
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 14,90  
Taschenbuch, 7. September 2001 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 216 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: 5., Auflage 2005 (7. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3530401242
  • ISBN-13: 978-3530401240
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 269.522 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Immer mehr Kinder sind heute unruhig, unkonzentriert und ausschließlich auf sich selbst bezogen. Die Ursache dieses Verhaltens sind fehlende sichere Bindungen. Um sozial kompetent zu werden, brauchen Kinder stärkende Beziehungen; ohne ausreichende Zuwendung kann sich ihr Gehirn nicht richtig entwickeln.
Dieser Klassiker beschreibt fundiert die Ursachen für auffälliges und problematisches Verhalten von Kindern. Experten präsentieren verschiedene Lösungswege. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Autorenporträt

Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische Grundlagenforschung aufgebaut.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kinder brauchen Wurzeln. Neue Perspektiven für eine gelingen, 18. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Kinder brauchen Wurzeln: Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung (Taschenbuch)
In diesem Buch beschreiben mehrere fachkundige Autorinnen und Autoren, Möglichkeiten einer "gelingenderen Kindheit". Neben der "Bedeutung emotionaler Sicherheit für die Entwicklung des kindlichen Gehirns" (Gerald Hüther) werden die Folgen mangelnder und traumatischer Bindungserfahrungen (Großmann/Großmann), die Auswirkungen von Misshandlung und Missbrauch auf die Entwicklung (Streeck-Fischer) beschrieben. In diesen beiden und in weiteren Kapiteln geben Autoren wie K. H. Brisch Hinweise auf Möglichkeiten der Hilfe für Kinder, die durch lebensgeschichtliche Erfahrungen benachteiligt sind und/oder traumatisiert wurde. So verweisen Großmann/Großmann in der Tradition von Bowlby auf die Notwendigkeit einer bewußten Verarbeitung von kindlichen/frühkindlichen Traumatisierungen, sie sollen Teil eines sprachlichen Repräsentationssystemes werden (a. a. O., S. 49). Sie zeigen damit einen bedeutsamen Weg der Korrektur traumatischer Erfahrungen: In Kenntnis der Lebens- und oft auch Leidensgeschichte können Menschen ihre damals notwendigen und heute selbstschädigenden Verhaltensweisen korrigieren und erfüllte Beziehungen leben. Dazu können Pädagoginnen/Pädagogen z. B. in der Jugendhilfe und Therapeutinnen/THerapeuten beitragen.
Der Beitrag der Kinder- und Jugendpsyichiaterin Streek-Fischer beinhaltet wertvolle Hinweise über das Werden und Sein von rechtsradikalen Jugendlichen. Mir erschien dieses Buch sehr von Verantwortung für Kinder und Jugendliche geprägt, ich habe es mit großem Gewinn gelesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen In der elften Auflage nach einem Jahrzehnt so aktuell wie je zuvor, 16. März 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Zehn Jahre nach seinem ersten Erscheinen liegt von diesem Sammelband über "Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung" mittlerweile die elfte Auflage vor.

"Kinder brauchen Wurzeln" hat sich zu einem Klassiker der Entwicklungspsychologie gemausert, in dem Pädagogen, Hirnforscher, Mediziner und Psychotherapeuten ihre Erkenntnisse beschreiben zu einem Phänomen, das in dem Jahrzehnt seit der Erstauflage in unsere Gesellschaft noch dringlicher geworden ist.

In ihrem Vorwort schreiben die beiden Herausgeber:

"Ohne Sicherheit bietende Beziehungen entwickeln Kinder keine sicheren Bindungen, und ohne sichere Bindungen können sich Kinder nicht zu eigenständigen, sozial kompetenten und verantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln. So ist ein Buch entstanden, das sich endlich einmal mit den Ursachen und nicht mit den Symptomen von Fehlentwicklungen der nachwachsenden Generation in unserer Gesellschaft beschäftigt."

Obwohl sich einzelne Aufsätze auch mit ganz speziellen wissenschaftlichen Themen befassen, ist das Buch doch als Lektüre für interessierte Eltern geeignet, unbedingt aber für alle Erzieherinnen, Lehrer und Pädagogen und für alle, die beratend mit Kinder und den Systemen, in denen sie aufwachsen und sich entwickeln sollen, arbeiten.
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50 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Wichtige Erkenntnisse-von Einäugigen für Einäugige aufbereit, 13. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Kinder brauchen Wurzeln: Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung (Taschenbuch)
Ein tolles Buch, getragen von wahrlich humanistischem Gedankengut, untermauert mit neuesten neurobiologischen Erkenntnissen, hätte dieses Buch werden können. Wenn, ja wenn.
Zunächst meine ausdrückliche Anerkennung für die bemerkenswerten Beiträge von Herrn Resch zu gesellschaftlichen Aspekten, von Frau Neubauer zu kindlicher Wahrnehmung und Kommunikationstheorie sowie von Herrn Gebauer für seine wunderbaren Worte zur Einführung und zum Abschluß.
Über weite Teile dazwischen verliert sich das Buch leider in einer einäugigen Betrachtungsweise der komplexen Aspekte, der so wegweisenden Erkenntnisse der Bindungsforschung.
Mit dem scharf sehenden geöffneten Auge werden die schwerwiegenden Probleme für Kinder, die sich aus gestörter Bindungsentwicklung ergeben, erkannt, analysiert und bewertet.
Mit dem anderen Auge, dem geschlossenen, werden die komplexen Aspekte des Dialoges zwischen Mutter und Kind ausgeblendet, verschwiegen, übergangen.
Eine Schlüsselstelle des Büchleins dürfte die erste Kapitelüberschrift des Beitrages von Grossmann und Grossmann und die darauf folgenden Zeilen sein: Ich zitiere von Seite 35.
Überschrift: Evolutionäre Grundlagen sozialer Bedürfnisse des „normalen" Säuglings nach psychischer Sicherheit: (Die Gänsefüßchen sind im Original!)

Nun, was bitte schön ist „normal"? Vor allem was ist „nicht normal" in nicht gelingenden Beziehungen? Auf eine Antwort warten wir Leser mit schwierigen Kindern bis zum Schluß des Büchleins vergeblich. Fehlanzeige!

Zitat S 35: „Primatenkinder kommen mit einem Repertoire an Ausdruckverhalten zur Welt.
Diesem Repertoire entsprechen Verhaltensweisen der Eltern, meistens Mütter, die auf die kindlichen Ausdrucksweisen reagieren und auf diese Weise die kindlichen Emotionen regulieren." (Anmerkung des Rezensenten: Und ihre eigenen Emotionen natürlich auch; Mütter sind keine Funktionäre sondern Menschen, deren eigenes Verhalten ebenso von ihren Emotionen bestimmt werden!)

„Evolutionsbiologisch gesehen sind die Verhaltensmuster der Jungtiere und der Elterntiere aufeinander bezogen und als solches System ausgelesen worden."
Zitat S 37: Aus stammesgeschichtlicher Sicht ist das Bindungsbedürfnis eines Menschen
genauso grundlegend wie sein Bedürfnis nach Nahrung, Erkundung, Sexualität und Fortpflanzung. Jedem dieser Grundbedürfnisse sind Verhaltenssysteme - Mimik, Laute, Gestik, Bewegungen - zugeordnet, die bei Mangel aktiv sind und bei Sättigung ruhen. Der menschliche Säugling wird mit einem seinen Bedürfnissen entsprechenden Verhaltens- bzw. Signalsystem geboren."
„Er ist für die Kommunikation mit seiner Umwelt vorbereitet. Er ist abhängig davon, daß die Mutter den (Anm d. Rez.: „seinen") Ausdruck von Emotion erkennt (Anm. d. Rez.: „richtig deuten kann") und für seine Bedürfnisse sorgt. Darüber hinaus ist er >>genetisch vorprogrammiert<< (Anm. d. Rez.: Hervorhebung im Original!), im ersten Jahr individuelle, also persönliche Bindungen an eine oder wenige Personen zu entwickeln, die stärker und erfahrener sind und ihn schützen und versorgen. Typische Bindungsverhaltensweisen sind Weinen, Nachlaufen, Rufen, Anklammern sowie Protest beim Verlassenwerden. Die Entwicklung dieser Bindungsverhaltensweisen beginnt direkt nach der Geburt."

Nun schließt sich eine eingehende Betrachtung der Möglichkeiten an, warum „schwierige" Mütter diese kindlichen Signale nicht aufnehmen und darauf reagieren. Überforderung, Überlastung, Störungen im emotionalen Bereich, Konflikte, Egozentrik, mangelnde Feinfühligkeit ect. ect., ok.

Mit keinem einzigen Wort jedoch - durchgehend durch das ganze Buch - wird darauf eingegangen, daß es auch „schwierige" Kinder geben könnte, die trotzdem „normal" oder wenigstens nicht behindert oder krank sind und die ihre „normalen" Mütter an den Rand deren Kräfte und Möglichkeiten bringen.
Kinder, die sich gegen Nähe wehren, die Zärtlichkeit mit Abwehr beantworten, die keinen Schlaf-Wachrytmus finden, die Probleme mit dem Blickkontakt, der Aufmerksamkeitszuwendung und der gemeinsamen Aufmerksamkeitsausrichtung haben. Kinder, die Probleme haben, Regelhaftigkeiten und damit Regeln zu extrahieren. Kurz, Kinder, die im Bereich der Wahrnehmung, der Sensibilität und der zentralen Verarbeitung ihres Inputs Probleme haben. Wohlgemerkt keine Kinder mit offensichtlichen Krankheiten oder Behinderungen, deren abweichende Signalgebung zwar schwierig und anstrengend aber jedem einleuchtend ist. Kinder mit Geschwistern, deren Bindung gelungen ist trotz der gleichen "schwierigen" Eltern in den selben sozialen Kontexten.
Diese Kinder agieren und reagieren in diesem evolutionär ausgebildeten Dialog zwischen Mutter und Kind außerhalb des Erwartungshorizontes der Mütter. Die Mütter reagieren darauf mit tiefer Verunsicherung, mit der Ursachenforschung bei sich selbst, mit Gewissensbissen und mit Selbstvorwürfen. Die emotionale Sicherheit dieser Mütter ist in ihren Grundfesten durch dieses subjektiv empfundene „Versagen" erschüttert. Was mache ich falsch? Warum kann ich mein eigenes Kind nicht erziehen? Usw. Kein Wort davon im vorliegenden Büchlein.
Im Gegenteil: In den Schilderungen der klinischen Auffälligkeiten werden diese Symptome immer wieder ausführlich behandelt. Im Buch sind dies ausschließlich die Folgen verfehlter oder gar verweigerter Bemühungen seitens der Eltern, zu ihren Kindern sichere Bindungen aufzubauen.
An der Stelle hätte ein Buch, das eine umfassende Aufarbeitung der wichtigen Problematik wirklich anstrebte, bestimmt den einen oder anderen Aspekt zur Entlastung der Mütter, zur konkreten Hilfestellung in „schwierigen" Fällen einbringen können.
Die Autoren haben darauf verzichtet. Bewußt oder unbewußt, beabsichtigt oder aus Unkenntnis, zweckbestimmt oder aufgrund eigener selektiver Wahrnehmung. Das mag der Leser selbst entscheiden.
Es gilt der im Buch ziterte Satz von Paul Watzlawik:
„Wir können nicht „Nicht-Kommunizieren!"
Deshalb ist dieses Büchlein nur für den Leser als Studienobjekt zu empfehlen, der Interesse an der nicht unbeliebten Methodik einer einseitigen Darstellung hat, die geradezu schulbuchmäßig die Legende der so einfachen Schuldzuweisung und Anklage ausschließlich an das Versagen der Eltern fortsetzt, mit gelegentlichen Fingerzeigen auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die es diesen Eltern noch schwerer machen.
Bei der (folgerichtigen) Erfolglosigkeit der Therapiebemühungen solch beschränkter Ansätze oder bei Ablehnung der so oft „frei schwebenden", konstruierten Kausalzusammenhänge wird gegen die Eltern zusätzlich der Vorwurf erhoben, neben den Schwierigkeiten ihrer Kinder nun auch noch das Scheitern der Hilfsangebote „verantworten" zu müssen. Der Kreis schließt sich. Daraus gibt es kein Entrinnen.
„Schwierige" Eltern, die ihre Kinder „schwierig" machen und an denen Hilfsangebote scheitern, gibt es zweifellos.
Der Umkehrschluß, daß alle „schwierigen" Kinder „schwierige" Eltern zu haben haben, ist falsch, zu simpel und in der hier durchgehend vertretenen Dogmatik nicht akzeptabel.

In vielen „schwierigen" Fällen ist dieses Büchlein leider eher Behinderung statt Hilfe.
Trotzdem brauchen unsere Kinder Wurzeln. Da teile ich ausdrücklich die Botschaft der Autoren.

Schade! Kein gutes Buch! Keine Empfehlung!

Dr. Rupert Filgis

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