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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
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Rezension bezieht sich auf: Kinder bipolar erkrankter Eltern: Wie sich die bipolare Erkrankung eines Elternteils auf die Kinder auswirkt (Taschenbuch)
Im ersten Themenkomplex wird auf circa 30 Seiten das Krankheitsbild der bipolaren Störung beschrieben: Symptome, Verlauf, Diagnose, Behandlung etc. Sicher ist das als Einführung sinnvoll - wer aber jahrelange Erfahrung als Angehöriger gesammelt hat (und durch den Titel denke ich, werden sich hauptsächlich Angehörige angesprochen fühlen), wird diesen Teil nur überfliegen müssen. Hinweise zur Familienplanung sind dann zwar interessant zu lesen, aber ohne Nutzwert und gehörten vielleicht eher in ein Buch, das sich ausdrücklich an Patienten oder deren Partner richtet. Konkreter hingegen hätten die Angaben zur Medikamention ausfallen können, dort wird lediglich gesagt, welche Wirkstoffe (oder Wirkstoffgruppen) Anwendung finden, allerdings nicht in welchen Dosierungen. Natürlich soll niemand zu Experimenten verleitet werden, allerdings werden Angehörige mit dieser Thematik hart konfrontiert, etwa wenn Ärzte die Angehörigen anweisen "bei Bedarf die Dosis von 7,5 mg auf bis zu 20 zu erhöhen" oder untereinander ihre Dosierungen als "viel zu gering, kann ja nicht helfen" kritisieren . Da wäre eine verlässliche, widerspruchsfreie Orientierungsquelle hilfreich, um halbwegs kompetent mitreden zu können.Teil zwei beschreibt nach ähnlichem Schema die Erkrankung von Kindern und Jugendlichen - 15 Seiten. Das Thema wird in einem späteren Kapitel nochmal aufgegriffen, wo es unter anderem darum geht, welchen Vererbungsrisiken Kinder der Patienten unterliegen (Faktoren, die die Entwicklung der Kinder beeinflussen, ebenfalls 15 Seiten). Über 50 Seiten werden Erfahrungsberichten von Patienten und Angehörigen gewidmet. Sie sind meines Erachtens die Stärke des Buches, da man außerhalb von eher spärlich verbreiteten Selbsthilfegruppen (speziell für diese Erkrankung, spezieller für Kinder von Erkrankten) keinerlei Zugang zu den Erfahrungen anderer in ähnlichen Situationen finden kann, es sei denn durch eher zufällige Begegnungen. Die Erfahrungsberichte sind bezüglich der Autoren und den jeweils geschilderten Situationen breit gestreut, da dürfte sich jeder irgendwo einmal wiederfinden. Hierfür also ein dickes Plus. Die Teile "Was können Betroffene tun?" (bei Kinderwunsch, bei Krankheit nach der Geburt, wenn bereits Kinder vorhanden sind), Auswirkungen der Krankheit auf die Kinder und körperliche Gewalt gegen Kinder sind mit zwei bis zwölf Seiten relativ knapp bemessen, je nach Leseinteresse (so sollen auch beruflich Interessierte angesprochen werden) kann das mehr oder weniger stark stören. Nochmals unter Berücksichtigung des Titels ist das Kapitel "Was man als erwachsenes Kind tun kann" mit zwei Seiten verschwindend winzig - man kann wohl nicht viel tun (thematisiert wird die Nötigkeit von Gesprächspartnern/professionellen Hilfen und die Frage, ob eine Betreuung des Patienten übernommen werden soll - aus). Zum Schluss listen die Autoren Ansprechpartner und Literaturempfehlungen auf. Was bleibt unter'm Strich? Für meinen Geschmack schreiben die Autoren in weiten Teilen an der Zielgruppe vorbei - sofern das Buch als Ratgeber betrachtet wird. Aus vielen persönlichen negativen Erfahrungen mit der behandelnden Ärzteschaft bin ich allerdings schon dankbar dafür, dass irgendjemand anerkennt, dass es bei dieser Erkrankung nicht nur um den Erkrankten selbst geht, sondern auch die Familie unter immensem Druck steht - das tun die Autoren. Die konkreten Tipps für Kinder von Patienten sind eher spärlich und auch nicht alle überraschend. Die Erfahrungsbreichte machen das Buch allerdings lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Auf den Blickwinkel kommt es an...,
Rezension bezieht sich auf: Kinder bipolar erkrankter Eltern: Wie sich die bipolare Erkrankung eines Elternteils auf die Kinder auswirkt (Taschenbuch)
Der Grund für den Buchkauf war die Auseinandersetzung mit der Erkrankung und dem eigenen Kinderwunsch. Ein Thema, bei dem die meisten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und vor lauter Schreck vergessen, als Gesprächspartner weiter zur Verfügung zu stehen. Gerade deswegen finde ich das Buch wichtig und auch informativ. Sachlich und nicht beschönigend. Ich halte das Buch auch für Menschen geeignet, die mit betroffenen Familien zu tun haben und auch in Notsituationen der Familie und besonders den Kindern zur Seite stehen wollen und mehr Informationen zu dem Thema wünschen/ brauchen.Für betroffene erwachsene Kinder sind andere Ratgeber oder Selbsthilfegruppen womöglich passender. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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