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Doch der schnelle Euro schützt vor der Krise nicht. Musik- und Medienindustrie stecken in weiten Teilen mittendrin. Der Grund: Die Explosion der Kommunikationskanäle, über die Musik, Informationen und andere Botschaften in die Welt befördert werden. Mit den digitalen Kommunikationstechnologien ist eine unendliche Vervielfältigung der Kanäle möglich, auf welche die Monopole und Kartelle jedoch immer weniger Zugriff haben. Der Verbraucher sucht sich die bequeme und kostengünstigere Alternative. Wozu teuere CDs kaufen, wenn alles zunehmend auf tausend digitalen Wegen günstig bis kostenlos abzugreifen ist. Die Entwicklung der neuen Kommunikationstechnologien spielt dieser Konsumunabhängigkeit direkt in die Hände. Musik wird in immer kleineren und kurzfristig konsumierbaren Datenmengen auf die Reise zum Verbraucher geschickt.
Renner geht es um eine Demokratisierung der Musik- und Medienwelt von unten. Spartensender in TV und Radio, Online-Medien und Weblogs im Internet sowie Mikromedien aller Art suchen die Vernetzung mit den individualisierten Verbrauchern. In TV und Musik gilt künftig das Gesetz des individuellen Downloads. Peter Felixberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ooch keene echten Zukunftsaussichten!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!: Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Tim Renner ist ziemlich unterhaltsam und lesenswert. Es ist allerdings vergangenheitslastiger, als ich gedacht hätte. Konzeptionelle Ansätze, wie der Musikmarkt sich weiterentwickelt, liefert es nicht wirklich und bleibt konzeptionell an einer Gegenwartsschau stehen. Parallel empfiehlt sich eine Lektüre der neueren Bücher über Großkonzerne wie Bertelsmanns BMG, z.B. "Lehning/Das Medienhaus", in dem die Entwicklung eines Ladens wie der BMG mit seinem krakenhaften Vertriebsstrukturen dargestellt wird, die nicht von heute auf morgen rekonstruierbar sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gute Updates in der Neuauflage,
Rezension bezieht sich auf: Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm: Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie (Gebundene Ausgabe)
Zeitschriften wie Park Avenue und Max werden eingestellt, Fernsehsender wie SAT 1 geraten ins Schlingern, EMI ist in der Hand von Heuschrecken - 5 Jahre nach Erstveröffentlichung besitzt dieses Buch eine überraschende Relevanz und Aktualität. Wie heisst es in "Kinder, der Tod..." so schön: "Die Folgen der Digitalisierung erreichen jedes Medium - wann ist nur eine Frage von Datenkompression und Verbreitung von Breitband". Die Neuauflage lohnt ob einiger Aktualisierungen, eines neuen Vorworts und diverser neuer Interviews und einem neuen Cover (mag ich mehr :-)) den Kauf.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Business as usual - Musik geht nur mit Seele,
Von norbert-p-p (Recklinghausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!: Über die Zukunft der Musik- und Medienindustrie (Gebundene Ausgabe)
Packend geschrieben, was Tim Renner da so seit den 80igern im Musikbusiness erlebt hat. Man sieht sie geradezu vor sich, die feinen Herrn, die alles entscheiden -ohne jegliche Ahnung von Musik und vor allem ohne musikalische Seele. Als alter Polydorfan, aufgewachsen mit Freddy, Lolita, Mina, Peterchen Kraus und..... (ein sehr schönes Buch dazu ist der "Sternenhimmel" von Bettina Greve)kann man die kleine Revolution des musikbegeisterten Jungspundes nachvollziehen. Und er hat es ja auch geschafft, bis an die Spitze kommt er und zeigt den alten ... wie man mit Herz und Verstand einen Konzern zum Erfolg führt. Aber jetzt will er mehr: Die Musikindustrie ist am Ende und er sucht nach neuen Wegen. Für unsere Nachwuchskünstler hoffentlich mit Erfolg.
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