In der Musikindustrie wird der Verblödungskommerz verzweifelt auf der Siegerstraße gehalten. Doch die Umsätze schmelzen seit Jahren dahin. Tim Renner, Ex-Chef von Universal, fordert jetzt die radikale Abkehr von alten Geschäftsmodellen. Im Januar 2004 ist er ausgestiegen. Er hat den Verfall der Musikwirtschaft hautnah miterlebt. Messerscharf seziert er die jahrzehntelange Abwärtsbewegung. Eines der Übel: Die ganze Branche geht immer nur auf Nummer Sicher. Was schnell Geld bringt, was schnell und unproblematisch in die Charts gehievt, in Hit-Compilations zweitverwertet und bei MTV und Viva aufgezuckert werden kann, ist des Kapitaleigners liebstes Kind.
Doch der schnelle Euro schützt vor der Krise nicht. Musik- und Medienindustrie stecken in weiten Teilen mittendrin. Der Grund: Die Explosion der Kommunikationskanäle, über die Musik, Informationen und andere Botschaften in die Welt befördert werden. Mit den digitalen Kommunikationstechnologien ist eine unendliche Vervielfältigung der Kanäle möglich, auf welche die Monopole und Kartelle jedoch immer weniger Zugriff haben. Der Verbraucher sucht sich die bequeme und kostengünstigere Alternative. Wozu teuere CDs kaufen, wenn alles zunehmend auf tausend digitalen Wegen günstig bis kostenlos abzugreifen ist. Die Entwicklung der neuen Kommunikationstechnologien spielt dieser Konsumunabhängigkeit direkt in die Hände. Musik wird in immer kleineren und kurzfristig konsumierbaren Datenmengen auf die Reise zum Verbraucher geschickt.
Renner geht es um eine Demokratisierung der Musik- und Medienwelt von unten. Spartensender in TV und Radio, Online-Medien und Weblogs im Internet sowie Mikromedien aller Art suchen die Vernetzung mit den individualisierten Verbrauchern. In TV und Musik gilt künftig das Gesetz des individuellen Downloads. Peter Felixberger
23.09.2004 / Wirtschaftswoche: Buch des Monats "Renners Stil ist präzise und unterhaltsam, geschickt montiert er persönliche Erlebnisse neben die Darstellung der technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, bissig karikiert er ebenso profit- wie profilgierige Manager."
25.09.2004 / Die Tageszeitung: Musik kommt von oben "Das Buch zeigt, dass Renner etwas Wesentliches weiß: Musik ist heilig. Musik ist Manna. Musik kommt von ganz oben. Wer das ignoriert, dem entfleuchen die Schäfchen und somit die Kundschaft ... Renner analysiert aus der glaubhaften Perspektive des echten Insiders ... amüsant und kenntnisreich." Hans Nieswandt
26.09.2004 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Universal-Genie "Tim Renner gilt als Wunderkind des Musikbusiness."
26.09.2004 / Euro am Sonntag: Porno-Industrie als Vorbild "Ex-Manager Tim Renner liest dem Musik-Business die Leviten."
27.09.2004 / Der Spiegel: Berliner Pop-Aufschwung? "Das Wunderkind der Branche meldet sich mit einer Mischung aus Biografie und Überlebenstipps für die Musikindustrie zurück."
27.09.2004 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ohne Chimären "Renners Urteil über das System, dem er selber 16 Jahre gedient hat, ist schonungslos."
27.09.2004 / triggerfish.de: Tim Renner "Dieses Buch wird die Musik- und Medienlandschaft schwer durcheinander rütteln."
28.09.2004 / Spiegel Online: Musikmanager Tim Renner "In seinem Buch erzählt Renner die Geschichte des Scheiterns der Musikindustrie und entwirft eine Perspektive für die Zukunft der kriselnden Branche."
29.09.2004 / Financial Times Deutschland: Es gibt ein Leben nach dem Tode "Renner beleuchtet gekonnt die schwierige Position des Managers als Medium zwischen Kapital und Künstler."
01.10.2004 / style & the family tunes: Tim Renner "Der Bogen spannt sich von einer bündig informativen und Anekdoten reichen Geschichte des Musikbiz aus deutscher Perspektive bis zu Renners Plädoyer für neue globale Strategien, seinen Konzept-Visionen für die Zukunft."
21.10.2004 / Falter: Vertreibung aus dem Paradies "Ein höchst informativer und unterhaltsamer Schmöker."
25.10.2004 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Jedem seinen Opportunismus "So anschaulich wie hier bekommt man selten etwas erzählt über eine Branche, deren Entscheidungsträger sich manchmal wie die ersten Menschen benehmen ... Renner analysiert kühl, erzählt gut ... ein erstaunliches Buch."
01.11.2004 / de:bug: Musik ist tot, es lebe... "Renner beschreibt die Mechanismen der Musikindustrie als Geschichte eines Geschäfts mit dem kenntnisreichen Blick des Machers und vor allem dort, wo er selbst dabei war, besonders anschaulich und lebhaft."
04.11.2004 / stern.de: Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm! "Kann man Popmusik und Kapital miteinander versöhnen? Tim Renner erzählt von seinem gescheiterten Versuch - angereichert mit einer Prise Glamour, Insiderwissen und Musikgeschichte."
06.11.2004 / Süddeutsche Zeitung: Jenseits medialer Verblödung "Wer wissen will, wie die Zukunft der Medienindustrie aussieht, sollte Rennes Buch lesen. Keiner hat dies bisher so anschaulich und plastisch erläutert."
27.11.2004 / Tages-Anzeiger: Die Plattenfirma wird zum Webradio "Eine Mischung aus Tagebuch, Business-Report und Management-Fibel."
01.12.2004 / Buchmarkt: Lesetipp "Pflichtlektüre für alle im Medienbereich arbeitenden Menschen."
06.12.2004 / Die Welt: Renner rät "Renner schafft es zu zeigen, wie der wirtschaftliche Erfolg zu einem Stolperstein für die gesamte Branche wurde."
24.12.2004 / Falter: Sachbücher 2004 "Eine smarte Abrechnung mit der Musikindustrie von einem ihrer smartesten (Ex-)Manager."