Im Rahmen meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin habe ich eine Hausarbeit unter dem Titel "Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross und der Umgang mit sterbenden Patienten in der Pflege" geschrieben. Zum Transfer in die Kinderkrankenpflege hatte ich mir dieses Buch angeschafft und nach dem lesen der Einleitung auch ein wirklich gutes Gefühl, dass ich das richtige gefunden habe, um etwas über den Umgang mit sterbenden Kindern zu lesen. Das Buch ist schön geschrieben, gut lesbar, wobei Elisabth Kübler-Ross auch in diesem Buch ihrem Hang zum Esoterischen nachgeht, aber wer etwas über die Anwendung der Sterbephasen bei Kindern sucht, findet hier nichts darüber. Die Sterbeforscherin legt außerdem den Schwerpunkt mehr auf die Angehörigen als auf das sterbende Kind selbst. Deshalb war ich am Ende doch enttäuscht darüber, dass ich so viel neues für den Umgang mit sterbenden Kindern nicht finden konnte. Auf die Entwicklung der Todesvorstellungen geht die Ärztin ein, allerdings wirkt das ganze eher aus dem Zusammenhang gerissen, sodass ich mit hinterher selber nochmal alles ordentlich zurecht schreiben musste, bevor ich wirklich etwas damit anfangen konnte.
Ich gebe dem Buch trotzdem 4 Stern, weil ich einsehe, dass die Betreuung der Angehörigen sehr wichtig ist, wenn man ein sterbendes Kind begleitet und weil sie auch auf die Todesvorstellungen eingegangen ist. Den einen Stern nehme ich weg, da mir der Bezug zu den Sterbephasen gefehlt hat und ich die Struktur des Inhaltes teilweise gefehlt hat.