Ich habe dieses Produkt erstmals vor fast zwei Jahren für meinen damals 5jährigen Sohn geschenkt bekommen. Wir bekamen Größe 4-5, und die Jacke hat super gepaßt. Mein Sohn hat sie anprobiert, ist ins Wasser gegangen, und wollte sie nicht mehr ausziehen. Zuvor hatten wir für unsere beiden Söhne die Schwimmscheiben (von Jako-O) - die lagen danach nur noch bei uns in der Ecke rum. Mein Sohn fand es klasse, dass die Jacke so angenehm warm ist, und dass er so viel Armfreiheit hat, und ich hatte fortan am Strand oder Baggersee nicht mehr ein so mulmiges Gefühl im Bauch, denn wenn ich mich mit dem jüngeren Sohn am Strand beschäftige, ist der ältere beim Spielen am Strand schnell aus den Augen verloren, und wenn ich dann weiß, dass er die Jacke an hat und damit umzugehen weiß (falls er ins Wasser fällt), fühle ich mich einfach sehr viel besser. Natürlich darf er trotzdem nicht unbeaufsichtigt mit der Jacke ins Wasser, aber wenn er in Wassernähe spielt, muß er die Jacke tragen, und er weiß, dass er sie dann nur mit meiner Erlaubnis wieder ausziehen darf. Das hilft ungemein, vor allem wenn man mehr Kinder hat, als man gleichzeitig im Auge behalten kann.
Jedenfalls hat mein Sohn 3 Monate nach Erhalt der Jacke sein Seepferdchen gemacht, das ging dann also dann ziemlich schnell. 3 weitere Monate später - mit gerade 5,5 Jahren - machte er dann schon das Jugendschwimmabzeichen Bronze! Diese Schwimm-Erfolge haben wir sicherlich auch der Jacke zu verdanken. Natürlich haben wir mit ihm die Schwimmbewegungen geübt, und als wir nach und nach das Auftriebmaterial entfernten, war es prima, dass er die Jacke trug, denn im brusttiefen Wasser konnten wir ihn dann ggf. immer halten. Wenn wir nur eine Hand über seinen Rücken gehalten haben, hat er sich gleich viel mehr getraut (weil er dachte, wir würden ihn an seiner Jacke festhalten, was wir anfangs auch taten - später aber nicht mehr!). Die Jacke ist wirklich super griffig, und man kann das Kind darin gut festhalten, ohne dass es einem durch die Hände fluppt.
Nun war die Jacke frei für den jüngeren Sohn. Der war knappe 3 Jahre, als der ältere sein Seepferdchen-Abzeichen machte, und die Jacke hatte Größe 4-5. Das Problem: die Jacke rutscht dann am Körper etwas nach oben, was dazu führt, dass die Schwimmklötze, die für den Auftrieb sorgen, nicht mehr alle unter Wasser sind (und damit gibt's weniger Auftrieb). Zudem hat mein Kleiner einen riesigen Kopf, er liegt im Untersuchungsheft weit über der 97-Prozent-Linie. Im Alter von 10 Monaten hat ihm eine Mütze nicht mehr gepaßt, die sein damals 3,5-jähriger Bruder dann problemlos aufgezogen hatte. Mit 3 Jahren hatte er 56cm Kopfumfang! Nun schaut ja ausgerechnet der Kopf aus dem Wasser und arbeitet gegen den Auftrieb. Fazit: er hing bis über's Kinn im Wasser, das war nicht gut! Ich kann's der Jacke aber nicht anlasten, ich hatte ja die falsche Größe! Mein Kleiner protestierte zwar lautstark, aber er mußte wieder die Schwimmscheiben verwenden.
Irgendwann später kam mir dann die zündende Idee: ich habe Estrich-Randstreifen auf die passende Größe geschnitten, und diese zusammen mit den bereits vorhandenen Schwimmklötzen in den 8 Taschen der Schwimmweste verstaut. Das funktioniert prima, denn diese Taschen sind aus einem sehr elastischen Material, ähnlich wie ein Strumpf, man kann locker 1cm mehr Dicke hineinstopfen, es würden sogar 2cm oder mehr reinpassen! Allerdings macht der eine Zentimeter die Jacke schon deutlich vulominöser, ich würde es also nicht übertreiben. Die original-Schwimmklötze sind jeweils ca. 3 cm dick. Ach ja: Estrich-Randstreifen ist ein harter Schaumstoff, ähnlich wie Styropor, aber nicht so bröselig. Man findet diese Randstreifen im Baumarkt. Wir hatten noch Reste davon auf dem Dachboden, und in ein paar Minuten hatte ich mit der Schere entsprechende Streifchen zurechtgeschnitten. Es geht sicherlich auch jedes andere, ähnliche Material, vermutlich würde auch einfach Luftpolsterfolie funktionieren!
Nun hatte ich jedenfalls zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: durch die ca. 1cm dicken zusätzlichen Streifchen (ich verwendete zwei jeweils ca. 5mm dicke Streifchen zusätzlich pro Tasche), wurde die Jacke um einige Zentimeter enger. Ich hab's zwar nicht nachgemessen, aber wenn ich rundrum 1cm zugebe, müßte die Jacke laut Mathematikunterricht 2xPI cm, also gute 6cm enger werden. Das kann gut hinkommen. Jedenfalls lag die Jacke nun wunderbar eng an, und mein Sohn hatte zusätzlichen Auftrieb, und war fortan genauso glücklich in der Jacke wie sein älterer Bruder.
Daher mein Tipp: wenn man beim Brustumfang schon am oberen Ende des erlaubten Bereichs ist, kann man die nächste Größe kaufen, und die Jacke dann durch Befüllen der Taschen etwas enger machen - dann hat man länger etwas davon! Bei Kindern mit normal großem Kopf würde ich jetzt kein Material mit Auftrieb nehmen, sondern eher etwas gewichtsneutrales (ähnliches Gewicht wie Wasser), damit es nicht zu zusätzlichem, unerwünschtem Auftrieb kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass alte, ausgediente Socken prima passen würden. Bei Kindern mit großem Kopf evtl. zusätzlichen Auftrieb in die Taschen stecken, und die Jacken groß genug kaufen, damit das Material auch noch reinpaßt! Normal gebauten Kindern müßte die Jacke prima passen.
Die Jacke ist nun schon seit fast 2 Jahren im Einsatz, hat zwei Kinder erlebt, und sieht noch aus wie neu - obwohl sie wirklich schon viel getragen wurde. Ich behaupte mal, die Jacke hält mehrere Kinder völlig problemlos aus. Bei unseren Schwimmscheiben hingegen lösen sich immer die blauen Knubbel und die blauen Manschetten ab, obwohl die Schwimmscheiben wirklich nicht billig waren. Bei der Jacke bekommt man defintiv deutlich mehr für sein Geld!