Aniceti Kitereza schafft es, durch die wundervolle Direktübersetzung von Herrn Dr. Möhlig, den Leser für die präkoloniale Zeit zu begeistern. Zeiten, bevor die vor Jahrzehntausenden ausgewanderten Mitmenschen plötzlich auf den Kontinent ihres Entstehens zurückkehren mit dem Ziel, ihn zu erforschen, zu erobern, zu missionieren, manche auch, ihn sich untertan zu machen, manche, um Menschen von eigenen Überzeugungen zu überzeugen. Natürlich waren Araber und später Portugiesen schon lange in Ostafrika unterwegs, auch um Sklaven in ihre Länder zu bringen. Aber der Einfluß ihrer Kultur blieb zumindest in Ostafrika abgesehen von einigen sprachlichen vergleichsweise gering. Genug der Geschichte, es ist ein Buch, das sicher Längen aufweist, die jedoch angesichts der wundervollen Beschreibungen des damaligen Lebens, des Alltages, aber auch der Mystik und kultureller Hintergründe mehr als aufgewogen werden. Ich empfinde das Buch als wunderbare Möglichkeit, einen Einblick in die wenig aufgearbeitete und noch weniger historisch aufgezeichnete präkoloniale Epoche der ostafrikanischen Bevölkerung zu bekommen.