An der Schule, die die Kinder der Familie Pietsch in Stuttgart besuchen, tauchen die finstern Moellers auf (wo kommen die her? Offensichtlich vom Oberschulamt ;-)) Sofort fangen die beiden an, die Schüler auf die fieseste Art niederzumachen und zu manipulieren. Eltern, Schulleiter und Kollegen wollen und können nicht eingreifen, denn die Schüler haben gute Noten und das ist ja bekanntlich das Einzige, was Eltern von Gymnasiasten interessiert. (Nur die Guten nicht. Die denken weiter. Und haben damit natürlich jede Menge Ärger.) Und ein bisschen Disziplin kann ja auch nicht schaden. Ein Schüler begeht nach einer Schikane der Moellers einen Selbstmordversuch, aber das scheint weder die Polizei, noch die Eltern noch die Schulleitung weiter zu beieindrucken. Die einzigen, die es blicken, nämlich die Pietschs, werden systematisch von den Bösen fertiggemacht, wobei alle um sie herum (Elternvertreter, Schüler/innen, Jugendamt...) den Bösen in die Hände spielen. Der Autor bereitet alles so auf, dass die Unschuldigen immer weiter in Schwierigkeiten geraten und ihnen keiner helfen will und kann. Da gibt es dumme Polizisten, Ärzte, die von Vorurteilen so nur so strotzen, unfähige Jugendamtmitarbeiter bis hin zu Schulleitern und Lehrern, die im besten Falle bequem, meistens aber auch noch dumm und bösartig sind. Da haben die Bösen natürlich leichtes Spiel, weil die Guten ganz alleine dastehen und jeder Zufall den Bösen in die Hände spielt. Und wie immer in solchen Büchern redet keiner mit keinem, zumindest nicht, wenn es den Guten helfen würde.
Du liebe Güte. Für mich ist das so weit an der Realtiät vorbei, dass es die ganze Spannung nimmt. Die Beschreibung des Elternabends alleine lässt mich vermuten, dass der Autor extrem selten einem beigewohnt hat. Ich möchte ja auch nicht zu viel verraten, falls jemand das Buch noch lesen möchte, aber schon alleine diese Moellers, die ja angeblich Lehrer sind und einem Lord Voldemort Konkurrenz machen könnten... Und natürlich geheimnissvolle Zirkel mit kapuzentragenden Gestalten *o*.
Wer so was mag, bitte schön.
Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen.