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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...der Atem Eurer Blicke, 24. Juni 2007
Dieser Film von Christophe Barratier aus dem Jahre 2004 ist ein weiteres klassisches und sehenswertes Dokument über den "Triumph der Musik".
Mit dem französischen Starkomiker Gérard Jugnot als den herzensguten Erzieher Clément Mathieu wählte Barratier einen begnadeten Schauspieler, dem es gelingt, mit seiner schauspielerischen Güte die Verwandlung der, durch die Statuten einer gnadenlosen Institution entstandenen, hoffnungslosen Rabauken in liebenswerte, zukunftsorientierte Sängerknaben glaubhaft zu machen.
Nach dem Motto "Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch" (Erich Kästner) taucht der Zuschauer in die märchenhafte Atmosphäre einer mit Kinderaugen zu sehenden Welt aus erlesenen Bildern, umgeben von den zarten und hoffnungsvollen Lichtern des Frühlings und den tief bewegenden Klängen einer ergreifend schönen Musik.
Ohne Konfrontation zwischen dem Lehrkörper und den Kindern auskommend stützt sich die Geschichte auf Emotionen denn auf Realismus und lässt dieses Dokument über Stolz, Freude über die Versöhnung und Dankbarkeit nahezu zeitlos erscheinen.
...ein heiterer und zugleich ernster, immer wieder wunderbar anzusehender Film über die wachsende Solidarität von geknechteten Schülern und einem unorthodoxen Lehrer"
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Himmlische Stimmen und irdische Not, 31. Januar 2008
Wollten Sie schon lange mal wieder hemmungslos heulen? Oder haben Sie das Gefühl, dass es höchste Zeit ist, sich mal wieder so richtig in Sentimentalität und Rührseligkeit zu wälzen? Mögen Sie erstklassige Chorgesänge, am besten von süßen, engelsgesichtigen Knaben, die in markdurchdringenden Sopranstimmen von einem besseren Leben trällern? Ja?
Dann sind sie mit diesem wunderbaren, bewegenden, Herz erwärmenden und herrlich kindlichen Film von Christophe Barratier genau richtig bedient.
Obwohl es vordergründig aussieht wie der französische Aufguss von "Club der toten Dichter" oder "Mona Lisas Lächeln", ist dieser Film weit von dieser Art ambitionierter amerikanischer High-School-Schmonzette entfernt. Denn dieser liebenswerte und ausgesprochen schlichte Film erhebt gar nicht den Anspruch auf irgendeine (pseudo)intellektuelle Botschaft, sondern er will einfach nur berühren und unterhalten und das schafft er um Längen besser als ein dauergrinsender Robin Williams, der ein paar Gedichte auswendig gelernt hat oder eine lächelfreie Julia Roberts mit aufgesetztem Emanzengehabe.
Monsieur Mathieu (Gérard Jugnot) arbeitet als Lehrer/Pedell an einem heruntergekommenen und trostlosen Internat für schwer erziehbare Jungs. Mit Hilfe von Musik findet er Zugang zu den Kindern, gründet einen Chor, der über sich hinauswächst und es sogar zu einer gewissen Anerkennung bringt. Der Gesang gibt den "armen" Jungs ein wenig Freude und Hoffnung in ihrem tristen Leben und das war's.
Sehr viel Freude hingegen erfährt das Publikum wenn es dem damals 14jährigen Jean-Baptiste Maunier zuhört. In seiner Rolle als das aufsässige Gesangswunder Pierre Morhange lässt er eine Stimme hören, die direkt aus elysischen Sphären stammen muss - da bin ich mir fast sicher. Er war bis dahin Solist bei dem berühmten Schulchor "Les Petits Chanteurs de Saint-Marc" in Lyon, und ich bezweifle, dass viele Kinderchöre über einen Solisten mit einer SOLCHEN Stimme verfügen. Die geht durch Mark und Bein, direkt ins Herz und rollt einem nebenbei noch die Fußnägel auf. Es dürfte klar sein, dass Jean-Baptiste Maunier inzwischen Karriere gemacht hat und das nicht nur wegen seines begnadeten Gesangs, sondern weil er auch einfach zu süß aussieht.
Natürlich sind auch die anderen "Sängerknaben" Gesangsprofis aus demselben Chor, und das macht die filmische Handlung vielleicht etwas unlogisch. Andere haben's schon erwähnt: Warum sollte ausgerechnet ein abgehalftertes Internat voller Versager, die schönsten Knabenstimmen Frankreichs beherbergen? Aber wen kümmert das eigentlich, wenn man dafür so überragende Gesangskunst und Filmmusik zu hören bekommt, dass einem gelegentlich sogar die Tränen in die Augen treten?
Es steht auch außer Frage, dass der Film voll gestopft ist mit allen nur denkbaren Internats-Klischees und wer gegen so was allergisch ist, der sollte sich vorher wappnen. Dennoch dienen diese Schwarz-Weiß-Klischees als perfekter und gelungener Rahmen um den Chor in Szene zu setzen. Denn es ist doch klar, je trauriger und monotoner die Lebensumstände der Kinder sind, umso schöner und überirdischer erscheint ihr Gesang.
Abgesang:
"Die Kinder des Monsieur Mathieu" ist ein traurig-schöner, angenehm naiver und sehr berührender Film, vorausgesetzt man liebt engelgleiche Stimmen, überwältigende Chormusik und natürlich vorausgesetzt, man möchte sich ganz entspannt in eine Wanne voller Seelenschmalz fallen lassen.
DVD:
Bildformat 2.35:1 in 16:9, Sprache: Deutsch, Französisch Dolby Digital 5.1, DVD: Typ 9, Ländercode 2, Laufzeit ca. 93 Min Film, Untertitel: Original deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Menue: Teilw. animiert mit Ton.
Extras: Making of in der franz. Originalfassung mit/ohne dt. Untertitel (27 Min), Interview mit Arthur Cohn (9 Min. Deutsch) Darsteller und Crew, Arthur Cohn bei Johannes B. Kerner (25 Min).
P.S.
Die CD mit dem Soundtrack zu diesem Film ist natürlich das komprimierte Audioglück. Ich kann sie jedem empfehlen, der bei diesem Film den Gesang mehr schätzte als die Handlung. Mein Lieblings-heul-und-Seelenschmalz-Lied (mit einem überirdischen Solo von J-B Maunier) ist "Caresse Sur L'océan" nur falls es jemanden interessiert ;-).
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78 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Charmantes Plädoyer für die Schönheit, 21. Februar 2006
Französische Filme haben ohnehin einen besonderen Charme. Doch dieser Film bekommt durch die Thematik und die eigenwillige Einstellung der Macher noch einen Extrapunkt. Die Geschichte erzählt von Schuljungen in einem Internat, das mit eiserner Hand von einem gefühlskalten Direktor geführt wird. Das Härte wird aufgebrochen, als der Lehrer Mathieu in die triste Welt betritt und versucht, an die widerspenstigen Jungen heranzukommen. Als er damit zu scheitern droht, versucht er, im Klassenzimmer einen Chor zu gründen, der Kompositionen von ihm selbst einübt. Es ist bewegend zu beobachten, wie sich die rauen Kinder von der Begeisterung ihres Lehrers anstecken lassen und in ihrer abstoßenden Welt einen Ausgleich durch Harmonie und Schönheit erfahren. Selbstverständlich kann Lebensfreude an sich von der Obrigkeit nicht akzeptiert werden, deshalb entwickelt sich Mathieu nach und nach zum Gegenspieler des Direktors. Dem gelingt es allerdings zu beweisen, dass Mathieu einen schädlichen Einfluss auf die Kinder ausübt ... Im Grunde ein einfacher Film, der sehr mit den üblichen Dualismen arbeitet. Die Grundkonstellation ist durchaus vergleichbar mit ,Das Lächeln der Mona Lisa' oder ,Der Club der toten Dichter'. Die Klischees gewinnen wie in diesem Filmen auch bei ,Mathieu' nicht die Oberhand, sondern dienen nur der Grundaussage: Es lohnt sich, Schönheit in einer dunklen Welt zu verteidigen, weil sie dem Leben eine Qualität zurückgibt. Letztendlich ist dies ein Ziel, das Produzent und Regisseur mit diesem Film verwirklicht haben. Die Geschichte beginnt als Rückblende: Zwei Schulfreunde, von denen einer Dirigent geworden ist, treffen sich nach Jahren wieder und rufen die alten Erinnerungen ins Gedächtnis zurück. Es überrascht nicht, dass auf diese Weise die Geschichte verklärt und ein wenig unwirklich dargestellt wird - denn so sind schöne Erinnerungen immer. Der Film stellt die Geschichte dar, wie sie die beiden Männer sich wohl gegenseitig erzählen. Im Mittelpunkt steht jedoch tatsächlich die Musik, der Mathieu selbst staunend gegenüber zu stehen scheint. In der düsteren Umgebung der Schule wirken die Stimmen der Kinder wie überirdisch, als wären sie gar nicht wirklich dort. Mit den Tönen tauchen sie in eine andere, bessere Welt ein, die ihnen Kraft gibt, ihre Umgebung zu ertragen. Ich will den Film nicht zerreden, dazu ist er mir zu wertvoll geworden. Möglicherweise kann man ihn als etwas kitschig empfinden - das ist mir aber gleichgültig. Auch der Kommentar des Produzenten am Anfang der DVD (der in der Kinofassung nicht vorkam) mag Manchem überflüssig und etwas lehrerhaft vorkommen, doch er wirkt auf mich, wie die ganze DVD, glaubwürdig und echt. Wenn's nur mehr davon gäbe - aber dazu müsste sich wohl der Durchschnittsgeschmack des Publikums ändern.
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