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Kinder, Mütter und ein General
 
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Kinder, Mütter und ein General

Bernhard Wicki , Hilde Krahl , László Benedek    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Bernhard Wicki, Hilde Krahl, Ewald Balser, Klaus Kinski, Maximilian Schell
  • Regisseur(e): László Benedek
  • Format: PAL
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
  • Erscheinungstermin: 23. September 2010
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003Z8ATVY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.449 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Erstveröffentlichung auf DVD im Rahmen der Serie Klassiker der Moderne
Mit TOP-Stars besetzt: Bernhard Wicki, Hilde Krahl, Klaus Kinski & Maximilian Schell
Produziert von Erich Pommer, dem Macher von METROPOLIS

Die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, Ende März 1945. In der Nähe von Stettin entscheiden sich einige resolute und entschlossene Mütter ihre 14- bis 16-jährigen Söhne von der Front zurückzuholen, allesamt Gymnasiasten, von den hohlen Sprüchen an den Wänden des Schulschlafsaals fanatisiert. >br> Tatsächlich schaffen es die Mütter trotz zahlreicher Widerstände bis zur ""Kampfgruppe Dornberg"" vorzudringen, in eine von den Russen belagerte Stadt. Doch dort müssen sie sich nicht nur mit Vorgesetzten und verzweifelten Soldaten, sondern auch mit ihren Kindern auseinander setzen, die nicht mit ihnen zurück wollen. Beim Aufbruch der Division werden die Jungen auf den Wink eines erfahrenen Landsers hin mit ihren Müttern in einer Scheune versteckt. Was aber aus ihnen allen wird, bleibt offen ...

Rezension

Politdrama mit exzellenten Darstellerinnen. (Cinema.de)

Starbesetzter Kriegsfilm (TV-Direkt)

imponierende Darsteller und gute Kameraführung (Lexikon des internationalen Films) (Cinema.de;TV-Direkt;Lexikon des internationalen Films)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Huebner TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Eine große Überraschung war die Veröffentlichung des Films, endlich nach fast 60 Jahren.
1955 wurde dieser Film in der Lüneburger Heide gedreht. Trotz seiner Einteilung in die damals so beliebten "Rechtfertigungsfilme" (Kurze Erklärung: Filme, die die die Seele der Deutschen in der Nachkriegszeit etwas tätscheln sollten. Motto: Wir waren fair, wir haben nur Befehle befolgt, wir sind auch Opfer) sehe ich ihn als absoluten Meilenstein, was die Aufarbeitung des Themas Endkampf und verheizte Jugend anbetrifft und er sich so sehr deutlich abhebt von Kriegsabenteuerfilmen Marke "Hunde, wollt ihr ewig leben?", "08/15", "Der Stern von Afrika" etc.
Damit ist er (neben "Die Brücke" und "Die Abenteuer des Werner Holt", eine DEFA-Produktion) einer der ganz wenigen Filme, die die Atmosphäre und die Hintergründe der seelischen Vorgänge der Soldaten eindrucksvoll beschreiben.

Zum Film:
Eine Gruppe Jungendlicher haut aus der Schule in Stettin ab und schließt sich einer Wehrmachtskampfgruppe an, die gegen die anstürmenden Rotarmisten an der Ostfront kämpft. Eine Gruppe von Müttern, die die Kinder von der Schule nach Hause holen wollen, entscheiden sich nicht für die angeratene Rückkehr. Sie wollen die Kinder von der Front zurückholen. Also machen sie sich auf den Weg an die Front, und mehrere Szenen sind so eindrucksvoll, dass der geneigte Zuschauer noch lange darüber nachdenken wird.
Im hauptquartier bringen sie den General in Gewissensnöte, bis er ausruft: "Ich kann doch nicht bei all den Soldaten ann die Mütter denken!". Sie ziehen weiter an die Front, in ein Dorf, das von der "Kampfgruppe Dornberger" (großartig gespielt von Bernhard Wicki)gehalten wird. Auf dem Weg machen sie Rast in einem verlassen Gasthaus, wo nachts der erschöpfte Zug unter Führung eines Leutnants (gespielt von einem sensationellen Klaus Kinski) einkehrt. Einer der Soldaten (Maximilian Schell) will türmen und wird "an die Wand gestellt". Viele kleine Szenen, die einen Eindruck der Situation damals geben. Claus Biederstaedt als kiegsversehrter Versorgungssoldat und Hans-Christian Blech als Zugführer der Jungens besetzen weitere kleine, aber eindruckvolle Rollen.

Im Dorf angekommen treffen die Mütter auf die Jungens, einer ist bereits gefallen (die Mutter, Therese Giehse, bekam für die Rolle den Deutschen Filmpreis 1955). Die Kindersoldaten zeigen den Mütter die gegnerischen Sodlaten, die sie getötet haben und wollen nciht nach Hause. Sie seien ja Soldaten.
Jeder Junge hat andere Gründe, weiterzukämpfen, die Mütter haben jede andere Ängste. Nachdem der Hauptmann Dornberger etwas "weichgeklopft" wurde entschließt er sich, gegen den Befehl des Generals den Rückzug anzuordnen.
Im Gefechtsstand muss General entscheiden zwischen Kriegsgericht oder Orden. Die Jungens werden ausgezeichnet, die Kampfgruppe zieht weiter zum nächsten Einsatz. Nur die Jungens, die werden zurückgelassen. Von den alten Landsern, die sie einfach nihht mitnehmen.

Der Film ist in Teilen fast schon eine Charakterstudie diverser Soldatentypen. Leider wurde eine kleine Liebensgeschichte zwischen dem Hptm Dornberger und der Mutter eines der Kinder eingebaut, was zwar den die Gewissensbisse des Offiziers etwas beschreibt (rettet er die Soldaten wegen der Mutter, und macht diese auf Liebe wegen ihres Sohnes?), aber ist erträglich, finde ich.

Ausstattung: 1955 musste man sich keine Gedanken machen um orignale Uniformen. Alles Orignal, sehr eindrucksvoll zusammengestellt (Mischmach halt). Fahrzeuge sind zu 90% sehr gut, die Russen grifen mit britischen Cromwell-Panzern an (die Briten waren ja nebenan in der Lüneburger Heide).

Fazit: Einer der besten Filme zum Thema Ende des 2. Weltkrieges! Tolle Schauspieler, super Atmosphäre, sehr nachdenkliche Szenen.
Nichts für Actionfreaks (es gibt nur 2-3 Gefechtsszenen), aber ein Muss für "Denker".
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich auf DVD! 19. Oktober 2010
Kann mich Frank Huebner nur anschließen.
Ich habe diesen Film im Alter von 14-15 im Fernsehen gesehen, und ich stand tagelang unter der Wirkung. Ähnlich ging es mir in neuerer Zeit etwa mit dem "Pianisten". Oft ist man ja enttäuscht, wenn man sich als Erwachsener die als Kind geliebten Filme oder auch Bücher wieder antut, aber das trifft in diesem Fall nicht zu. Die Schauspieler sind großartig, ich fand besonders Klaus Kinski beeindruckend in seiner recht kurzen Rolle. Klar, die Liebesgeschichte hätte man sich sparen können, aber sie stört nicht wirklich, das stimmt auch.
Ich freue mich, daß es den Film jetzt auf DVD gibt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es gibt für einen Filmsammler immer wieder einmal besondere Glücksmomente. Die Veröffentlichung dieses Antikriegsfilms aus dem Jahre 1955 war für MICH so einer.
Wir hatten in den 1960er Jahren noch zweimal jährlich einen Schulfilmtag, an dem uns Werke gezeigt wurden, die bildungs- und lehrstoffrelevant erschienen. Zu einem solchen Anlass sah ich diesen großartigen Film, wie auch Wicki's "Brücke" zum ersten Mal. Und beide hinterließen, jeder auf seine Weise, ihre Spuren in meinem Denken, in meinem Empfinden und in meinem Handeln. Besser als mein Vorrezensent kann man es nicht ausdrücken: Man stand als junger Mensch tagelang unter der Wirkung dieser Filme.

Beide Filme beinhalten per se das Verheizen junger Menschen, die eigentlich noch Kinder sind, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Ich habe mich oft gefragt, ob sich Bernhard Wicki, der hier einen exzellenten Hauptmann Dornberg abgibt, wohl von diesem Film, der vier Jahre VOR seinem eigenen Geniestreich als Regisseur entstand, zu dieser speziellen Thematik inspirieren ließ.

Die Schauspielerinnen Therese Giehse, Hilde Krahl und Ursula Herking agieren in diesen 104 Minuten schlichtweg großartig und in jeder Phase so überzeugend menschlich, dass man stellenweise vergisst, dass es sich um Film handelt. Bei so viel beeindruckender Schauspielkunst stören dann auch die typischen Reinecker-Monologe (eine Frage wird gestellt, wird dann vom selben Protagonisten beantwortet, um wieder erneut gestellt zu werden) nicht nennenswert.

Erschütternd beeindruckend ist auch die schauspielerische Leistung von Maximilian Schell, der in einer Nebenrolle als kriegsmüder, nach Liebe und körperlicher Berührung suchender Soldat Maßstäbe setzt. Vielleicht seine Fingerübung für den 1956 gedrehten Käutner-Film "Ein Mädchen aus Flandern", dessen Erscheinen auf DVD auch mehr als überfällig ist.

Kurzum: Ich kann diesen Film nur jedem empfehlen, der sich nicht oberflächlich unterhalten möchte und sich ein Herz für solide, besondere Filmkunst aus deutschen Landen bewahrt hat.
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