Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr gelungene Neuinterpretation eines wahrlich unsterblichen Genres, 5. Februar 2008
Ein weiterer Vampirroman? Gibt es nicht schon mehr als genug? Kann einem Autor in der heutigen Zeit mit einer unendlichen Vielfalt an Vampirgeschichten überhaupt noch etwas einfallen, dass einen Leser erneut an die Seiten fesselt und mit neuen Ideen aufwartet? Einer kanns! Markus Heitz' neuestes Werk "Kinder des Judas" ist eine weitere Geschichte im Kosmos um die (nicht tot zu bekommenden) Vampire - und eine Geschichte, die diese mystischen "Lebewesen" ganz neu entdeckt und voller Atmosphäre vor des Lesers Augen ausbreitet. "Kinder des Judas" erzählt von der Vampirin Scylla, die ihre Lebensgeschichte aufschreibt und dabei über Jahrhunderte voller Grauen, Schmerz, Verlust und - viel Blut - berichtet. Anhand der Erzählung Scyllas verwebt Markus Heitz in seinem 700seitigen Buch die beiden Genre Mystik und Historik in genialer Weise. Er vergisst dabei weder detailreiche Beschreibungen des 18. Jahrhunderts noch die Notwendigkeiten der Spannung, wie es ein Genreleser im Bereich des Vampirismus erwartet. Seine Geschichte ist - trotz der untoten Schattengestalten - ein Buch voller Leben und seine Protagonisten zeigen sich glaubhaft und detailverliebt gezeichnet. Markus Heitz vergisst diesen Detailreichtum weder in den historischen Begebenheiten und Orten der Vergangenheit noch in der Darstellung der Gegenwart. Hier geht er sogar so weit, seine Affinität zur Gothic-Szene geschickt in seine Geschichte mit einzuweben und wird damit hoffentlich einige Leser dazu führen, sich ein wenig mehr Gedanken über die Musik/Szenen außerhalb des Mainstreams zu machen. Vielleicht gibt es sogar den ein oder anderen Leser, der sich - angespornt durch diese Geschichte - ein oder mehrere CD's von 69 Eyes oder gar Das Ich besorgt - Es wird sein Schaden nicht sein... Aber zurück zum Buch: Erneut wurde durch Heitz gezeigt, dass er wohl der echte Fantasy- und Horrorkönig unseres Landes ist - im Gegensatz zu manch anderen, mittlerweile sehr vorhersagbaren Autoren dieser Genre, schafft es Heitz immer wieder, zu überraschen und legt dabei zusätzlich einen Pageturner nach dem anderen vor. Ein Autor, der weiß wovon er schreibt und wie er damit den Leser nicht nur erreichen sondern auch befriedigen kann. Absolut empfehlenswert! Jürgen Seibold/05.02.2008
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unsterblich geniale Mischung aus Fiktion und Realität, 9. Dezember 2010
Kinder des Judas ist ein Teil des Komplexes "Pakt der Dunkelheit". Dieser setzt sich aus folgenden drei zusammen: dem Werwolf-Zweiteiler "Ritus" und "Sanctum", der Vampir-Trilogie: "Judas 1: Kinder des Judas" "Judas 2: Judassohn" "Judas 3: Judastöchter" und dem Roman "Blutportale" Jeder Teil des Komplexes lässt sich ohne Probleme unabhängig von den anderen lesen. Ja, es gibt noch wirklich gute Vampirromane! Kinder des Judas" ist meiner Meinung nach einer der besten. In keinem anderen Roman dieses Genres habe ich eine bessere Balance zwischen historischen Begebenheiten und erdachten Elementen erlebt. Dabei beweist Markus Heitz ein äußerst kreatives Ideenreichtum und lässt in diesem Genre die Flamme der Unsterblichkeit neu aufglühen. Im November und Dezember des Jahres 2007 schreibt Theresia Sarkowitz, die gute Seele eines Leipziger Krankenhauses, einen Teil der Lebensgeschichte der Vampirin Scylla nieder. Ihr langes Leben beginnt im Jahre 1670 in dem von den Osmanen besetzten serbischen Ort Gruza. Eine große Rolle spielen dabei die Judaskinder, eine besondere Art von Vampiren, die ihr ganzes Leben und Streben in den Dienst der Forschung stellen, um den Menschen zu helfen. Aber ist das wirklich alles oder haben einige noch andere Ziele vor Augen? Scylla bringt nach und nach einige interessante Wahrheiten über die Kinder des Judas in Erfahrung. Im Verlauf der Jahrzehnte geht es dann u. a. in den Ort Medvegia, in welchem eine Gruppe von Vampirjägern einiges zu tun bekommt. Scylla muss wichtige Entscheidungen treffen und sich einigen Gegnern stellen, darunter auch sich selbst. Heitz weiß einfach genau was er tut. Ihm gelingt es Geschichte lebendig zu machen und sie geschickt mit Fiktion zu vermischen. Er zeigt, dass Vampire auch sehr gut ohne kitschige Überzeichnungen funktionieren. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite und ich mochte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Kampfszenen haben es zudem in sich. Hier wird nicht einfach nur ein wenig am Hals rumgeknabbert, um dann zwei unscheinbare Einstiche zu hinterlassen. Wenn Vampire Blut wollen, dann richtig. Köpfe rollen, nachdem sie auf unterschiedlichste Weise vom Träger entfernt wurden. Es ist also durchaus recht brutal an manchen Stellen, aber Vampire sind nun mal nicht zum Schmusen da. Sie sind, wie es auch die Vorstellung im Volksglauben Osteuropas ist, blutrünstige Bestien. Einige können ihre Blutgier kontrollieren, andere nicht. Besonders die Einbeziehung der historischen Begebenheiten in Medvegia, die Erwähnung etlicher Vampirunterarten und aller Fakten über Blutsauger, wie Abwehr, Aufspürung bis zur Vernichtung, haben mir ausgesprochen gut gefallen. Fazit: Markus Heitz ist neben den ganzen Mainstream Vampirromanen ein wirklich herausragendes Werk gelungen, das sich von den zuvor Erwähnten deutlich abhebt. Es geht um Vampire an sich, sie wirken nicht wie Kunstfiguren sondern tatsächlich real und unglaublich faszinierend. Der Spagat zwischen Realität und Fiktion ist ausnahmslos gelungen. Eines der besten Vampirbücher, das ich kenne. Empfehlenswert ist zudem die Lektüre des Lach- und Sachbuches Vampire! Vampire!: Alles über Blutsauger, ebenfalls von Markus Heitz.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vampire der etwas anderen Art, sogar mit geschichtlichem Hintergrund., 29. November 2007
Ich bin der Meinung das dieses Buch sehr empfehlenswert ist, für alle die sich sehr für Vampire interessieren und auch für vampiristisch-geschichtliche Ereignisse, denn einiges aus der Feder von Markus Heitz kann auch tatsächlich geschichtlich belegt werden. Das Buch handelt von der schweren, traurigen, aber dennoch atemberaubenden Geschichte der Vampirin Scylla und wie sie die Ewigkeit bestreitet. Wie bei normalen Menschen auch stößt sie in ihrem Leben auf einige Probleme die es zu bewältigen gilt, allerdings sind diese ein wenig schwieriger als die Probleme von "Normalsterblichen", aber im Grunde werden auch Bedürfnisse und Probleme angesprochen, mit denen sich jeder gut identifizieren kann, die Sehnsucht nach Liebe und einer normalen Familie trägt schließlich fast jeder Mensch mit sich herum. Es gibt von mir nur vier Sterne weil ich die die Kampfsituationen nach und nach als sehr monoton empfinde und sich vom Gefühl her die Wortwahl desöfteren wiederholt. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist, solche Dinge schön zu schreiben, aber wenn einem beim vierten Mal nichts neues einfällt, sollte man die Kämpfe vielleicht reduzieren, bei letzteren ist auch Vorsicht geboten, denn die ausführlichen Erläuterungen sind absolut nichts für Menschen mit einem zarten Gemüt. Im Ganzen betrachtet ist es eine gute Mischung aus Gefühl und Spannung mit dem gewissen Charme, den ein Buch zum Thema Vampire mitbringen sollte. Gruß an alle Leser Nissa
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