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Kinder der Hoffnung: Roman
 
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Kinder der Hoffnung: Roman [Taschenbuch]

Marc Levy , Bettina Runge , Eliane Hagedorn
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426500205
  • ISBN-13: 978-3426500200
  • Originaltitel: Kinder der Hoffnung
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 110.304 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marc Levy
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sie sind jung, noch in der Pubertät, voller Sturm und Drang, Engagement und Ideale. Aber für all das ist kein Platz 1940 in Frankreich. Raymond und sein Bruder Claude schließen sich dem Widerstand an, kämpfen in der Résistance gegen die deutschen Besatzer. Ein Roman, der sich zu tief bewegenden Memoiren entwickelt.

„Eines Tages kehrt der Frühling zurück.“ Dafür wollen sie kämpfen, von überall kommen sie her, viele Einwanderer, der Kampf gegen Hass, Ungerechtigkeit und Diktaturen, ob Hitler, Mussolini oder Franco, vereint sie. In der 35. Brigade Marcel Langer finden sie in Toulouse „eine Art von Familie“, auch wenn das Leben hart, die Regeln streng, der Alltag voller Angst vor der Entdeckung ist. „Du musst eines Tages unsere Geschichte erzählen, sie darf nicht einfach so verschwinden wie ich.“ Das verspricht Raymond einem sterbenden Freund.

Und er hält dieses Versprechen. Denn viele, viele Jahre später wird er seinem Sohn von dieser schicksalhaften Zeit berichten. Sein Name: Marc Levy. Und der, nicht nur Bestsellerautor, sondern ohnehin jemand, der es glänzend versteht, mit sensibler Hand und hervorragendem Gespür Gefühle und Zwischenmenschliches feinsinnig in Worte zu fassen, verwandelt die Lebenserinnerungen seines Vaters in einen außerordentlich berührenden Roman. Ein Zeitdokument, Memoiren, ein Porträt, Vieles vereint sich hier auf 360 Seiten, die man oft am Rande von Sprachlosigkeit und Entsetzen liest. Die letzten Kriegsjahre aus der Sicht eines Widerstandskämpfers, im Frankreich unter Marschall Pétain. „Ob wir eines Tages aus dem Alptraum erwachen, in dem wir seit Monaten leben.“ Wie viel Mut und Zivilcourage, trotz im Nacken sitzender Gefahr von Verfolgung, Folter und Tod, bewiesen diese jungen Menschen für etwas, das heute voller Selbstverständlichkeit nur selten bewusst wert geschätzt wird

Genau hier liegt Levys zweites Anliegen: „Du sagst ihnen, dass wir für sie gekämpft haben. Du erklärst ihnen, dass nichts auf dieser Welt wichtiger ist als diese verdammte Freiheit, diese Hure, die fähig ist, sich dem Meistbietenden zu unterwerfen.“ Was der Vater seinem Freund verspricht, hält auch der Sohn -- erinnern, wach halten, nie vergessen, „welche wesentlichen Werte dieser Kampf verkörperte“, mahnt Levy mit seinem ergreifenden Buch. Und dabei ist es unerheblich, welche Freiheit welchen Landes gemeint ist, weil: „das Wort ‚Fremder’ eines der schönsten Versprechen der Welt ist, ein farbenfrohes Versprechen, schön wie die Freiheit.“ --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Toulouse in den vierziger Jahren: Frankreich ist von den Deutschen besetzt, täglich werden Juden und politische Gegner deportiert – auch die Eltern des achtzehnjährigen Raymond und seines jüngeren Bruders Claude. Eines Tages steigt Raymond in eine Straßenbahn. Als er sie wieder verlässt, nennt er sich Jeannot und hat den Beschluss gefasst, zusammen mit Claude in der Résistance zu kämpfen – ein folgenschwerer Entschluss, denn zusammen mit ihren jungen Kameraden riskieren die beiden mehr als einmal ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Glaube an die gerechte Sache, und was sie beseelt, die Hoffnung, dass ihre eigenen Kinder einmal in einer besseren Welt und in Freiheit leben werden.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor hat hier einen Roman sehr anrührender und mitreißender Art verfasst. Es ist die Geschichte seines Vaters und seines Onkels um 1940 herum. Sie geraten unversehens in den Widerstand Frankreichs gegen die Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg. Voller Hoffnung, voller Zuversicht und voller Energie bekämpfen die Jungen mit vielen Anderen die Deutschen Besatzer.

Für jeden getöteten der ihren wollen sie sich durch den Tod an einem Feind rächen. Dabei stellen sie sich nie die Frage, ob ihr Morden immer gerechtfertigt ist. Zu sehr sind sie in der Struktur des von der Bevölkerung undifferenzierten und anerkannten Heldentums verwoben, als dass sie zwischen Schuld, Teilschuld oder gar Unschuld unterscheiden könnten.

Doch wer vermag das Handeln der Unterdrückten schon beurteilen oder gar verurteilen. Als im Frieden aufgewachsener Bürger steht einem das wohl nur bedingt zu. Fragen, ja fragen muss man sich das aber sicher immer wieder. Der Autor hilft dazu wenig, denn in geradezu von Außen betrachtender Weise schildert er die Vorgänge und Aktivitäten seiner Verwandtschaft, immer aber auch so, dass die Gefühle und Emotionen der Jungen nachvollziehbar werden.

So gelingt es ihm ausgezeichnet, dass man sich geradezu zugehörig den Gruppen des Widerstandes fühlt, jede Tat und jeden Anschlag versteht, ängstlich gar mit fiebert, ob die Bomben auch rechtzeitig hochgehen und vor allem "gerecht" wirken. Interessant, dass einem aufgrund der Kenntnis Deutscher und Französischer Geschichte das 5. Gebot geradezu verloren geht ...

"Kinder der Hoffnung" ist ein ausgezeichneter Roman über die unbekannten Emotionen und Erlebnisse junger Menschen in einer nicht von ihnen gewählten und gewollten Lebenswirklichkeit. Es ist eine Erinnerung, ein Denkmal und ein Aufschrei zugleich für die ersehnte Liebe, die nie versiegende Hoffnung auf eine friedvolle und gerechte Welt für welche es sich lohnt, mit ganzem Herzen, Engagement und mutiger Zivilcourage gegen Widerstände einzutreten.

© 09/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Philothea
Format:Taschenbuch
Dieses Buch beginnt mit dem schönsten ersten Satz, den ich je gelesen habe (Ich werde dich morgen lieben, denn heute kenne ich dich noch nicht.) und endet mit dem schönsten Satz, den ich je gelesen habe (Dann wird mir klar, dass das Wort "Fremder" eines der schönsten Versprechen der Welt ist, ein farbenfrohes Versprechen, schön wie die Freiheit.) und drückt damit meiner Meinung nach genau die Hoffnung aus, von der das ganze Buch Seite um Seite, Zeile um Zeile durchzogen ist.

Toulouse in den 1940ern, es tobt der zweite Weltkrieg, doch auch der Widerstand schlägt Wurzeln. Doch es ist ein sehr einsames Leben, das sich die jungen Leute ausgesucht haben: Alleine wohnen, denn wenn man festgenommen wird, sollte kein anderer beteiligt sein. Keine Liebschaften, denn man sollte nicht gestehen, weil man Angst um den anderen hat. Aber auch wenn das Leben der Brigarde 34 hart ist, sie Hunger leiden, Angst haben, ist ihre Tätigkeit trotzdem auch von Erfolg gekrönt. Es sind die kleinen Siege, die sie erringen. Und niemals, wirklich niemals wird ein Unschuldiger getötet und sei er auch noch so ein Dummkopf. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen schnappt die Falle eines Tages zu und einige Widerstandskämpfer finden sich in Gefangenschaft wieder und werden letztendlich in einem Viehtwaggon Richtung Deutschland deportiert.

Das Schicksal der Kinder (wenige sind über 20 Jahre alt) ist schwer, sie kämpfen für die Freiheit, sie nehmen Entbehrungen auf sich, kämpfen aktiv für ein besseres Leben, für einen neuen Frühling. Marc Levy beschreibt alles sehr eingehend, manchmal ist das, was er schreibt, gar nicht auszuhalten. Er verzichtet auf unnötige Gefühlsduselei und schreibt teilweise in einem sehr nüchternen Stil, der alles zwar "lesbarer" macht, aber dadurch den Schrecken noch viel mehr widergibt. Und immer wieder werden in einzlenen Sätzen die Schicksale der Widerstandskämpfer abgetan: Josephine und Andrè wussten nicht, dass sie in einem Jahr in Dachau sterben würden. (sic!) Diese "Vorausschauen" ließen mich teilweise unbefriedigt zurück, denn ich hätte gerne gewusst, wie es dazu gekommen ist.

Obwohl den Kindern so viele schreckliche Dinge passieren, obwohl viele von ihnen hingerichtet werden, sie wie Tiere nach Deutschland deportiert werden, sie geschlagen werden, nichts zu essen bekommen, (fast) sterben, liest man aus jeder Zeile in diesem Buch die Hoffnung heraus. Vielleicht ist das Buch sehr nüchtern beschrieben, vielleicht hakt es an Levys Schreibstil an manchen Enden, aber die Hoffnung ist es, die alles aufwertet. Die durchdringt einen voll und ganz und obwohl die Geschichte, die das Buch wieder gibt, eine sehr schreckliche ist, hatte ich danach irgendwie ein hoffnungsvolles Gefühl in mir. Irgendwie seltsam.

Ganz besonders gefallen hat mir die Aussage, dass es viele Arten von Widerstand gibt... es sind nicht immer die großen Kämpfe, aber teilweise wird schon dadurch Widerstand geleistet, dass man jemanden nicht verrät, jemanden warnt, dass es in einem Zug eine zweite Kontrolle geben wird.

Das Buch hat einen besonderen Stil, den ich am Anfang etwas befremdend fand: "Weißt du, Claude und ich ...."

Alles in allem ist dieses Buch einfach wundervoll, es ist ein besonders Zeugnis, eine Mahnung, nie die Hoffnung aufzugeben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
blass 5. Oktober 2011
Von Sarahs Bücherwelt TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt es zahlreich. Warum nicht auf den Zug aufspringen und als Bestseller Autor sein Bestes zu diesem Thema geben. Das dachte sich wohl auch Marc Levy, als er sich an das Buch 'Kinder der Hoffnung' setzte. Wie viele Leser gehöre ich zu den Skeptikern, da es einfach zu viele Werke gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Da aus der Menge positiv hervorzustechen, ist gar nicht so einfach. Dementsprechend gespannt war ich, wie ein so bekannter Autor den zweiten Weltkrieg sieht.

Der Leser wird in 'Kinder der Hoffnung' in das Frankreich der 40er Jahre entführt. Raymond alias Jeannot und sein Bruder Claude schließen sich dem Widerstand an, um gegen die Nazis und die französischen Sympathisanten zu kämpfen. Aus dem Untergrund versuchen sie die Nazis mit Sabotage zu schwächen. Ihre Aktionen bleiben nicht unentdeckt, sodass es immer wieder zu blutigen Kämpfen mit Verlusten auf beiden Seiten kommt. Es kommt, wie es kommen muss, sie werden verhaftet. Sie werden Zeugen von Folter, Exekutionen und den anderen Gemeinheiten, die sich die Nazis ausdenken. Kurz vor Ende des Krieges werden sie nach Deutschland gebracht. Für die Brüder bleibt nur noch eine Hoffnung zu Überleben ' sie müssen fliehen.

Eigentlich bietet dieser Inhalt alles was eine spannende Geschichte benötigt ' einen bewegenden Hintergrund, dramatische Ereignisse, etwas Blutvergießen und zahlreiche Höhepunkte. Doch eine gute Idee alleine reicht selbst bei einem bekannten Autoren wie Marc Levy nicht aus. Man merkt, dass der Autor hauptsächlich durch seine Liebesromane berühmt wurde. Mit diesem Werk konnte mich der Autor überhaupt nicht überzeugen.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Der Ich-Erzähler, aber auch die anderen Protagonisten bleiben für mich blass und schwammig. Es entstand bis zum Schluss kein Bild vor meinem inneren Auge. Dadurch ist es beim Lesen schwer die Handlungen, Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen. Für mich erschwerte dieser Aspekt das Lesen ungemein. Besonders der Einstieg wurde für mich dadurch sehr schwer. Der Stil, den Marc Levy verwendet, erschwert das Ganze noch mal eine Spur. Abgehackte, kurze Beschreibungen und zahlreiche Sprünge lassen keine Spannung oder Verbundenheit aufkommen. Zudem geht der Autor nach einem Schema vor, das sämtliche Spannung im Ansatz zu Grunde richtet. Kaum wird eine Figur umgebracht, folgt die nächste Figur. Es ändert sich lediglich die Art und Weise. Sicherlich hätte dies auch spannend dargestellt werden können, wenn der Stil nicht so gähnend langweilig und abgehackt gewesen wäre. Teilweise wirken die Beschreibungen monoton. Hier hätte der Autor lieber zusammenhängender und ausführlicher manche Szenen beschreiben müssen, um mich als Leser zu überzeugen. Es wirkte auf die Dauer eher verwirrend durch die immer neuen Charaktere, die dann doch wieder sterben. Irgendwann kommt der Punkt, wo man die Lust am Lesen verliert. Trotz zahlreicher Kämpfe und der dramatischen Grundsituation mit den Nazis ist es zähflüssig, alles andere als spannend, sodass ich mich nicht gefesselt fühlte. Auf den letzten Seiten ändert sich diese Schwäche jedoch schlagartig. Plötzlich gelingt es dem Autor mit einem flüssigen und zusammenhängenden Text zu überzeugen, der einen bis zur letzten Seite mitfiebern lässt. Besonders überrascht der Schluss mit der Tatsache, dass es hierbei um eine familiäre Geschichte seitens Marc Levy handelt.

Der Schluss alleine kann den schlechten Anfang jedoch nicht verblassen lassen. Die schwachen Charaktere und Beschreibungen, sowie der abgehackte Stil konnten mich persönlich nicht überzeugen. Die Geschichte selbst ist weniger spannend, aber wirkt trotzdem authentisch, wenn man selbst die damalige Zeit kennt oder zumindest schon viel darüber gelesen hat. Für meinen Geschmack hätte Marc Levy bei seinen Liebesromanen bleiben sollen.

===Bewertung===
Marc Levy ist ein Bestseller Autor, der mit seinen Liebesromanen zahlreiche weibliche Leser überzeugen konnte. Obwohl es sich um eine familiäre Begebenheit handelt, gelingt ihm die Umsetzung eines so wichtigen Buches nicht. Unspannend, ruckelig und blass wirkt der Großteil des Buches. Für den guten Schluss gibt es jedoch zwei Sterne.
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