Mal ganz ehrlich: Im Grunde finde ich die Stimme von Jan-Philipp Eißfeldt aka Jan Delay echt fies. Hat zwar einen hohen Wiedererkennungswert, hört sich aber an, als ob ein Gewichtheber auf den Stimmbändern Seilchen springt. Aber als der Kollege dann 2006 das Album "Mercedes Dance" (incl. All-Zeit-Tanz-Klassiker "Klar") raus haut, hat er mich ' und ich war wohl nicht der einzige - volle Möhre erwischt: Funk, Rap, Disco, Swing, Dance, GrooveTotal, yeah! Deswegen war ich auch heiß wie Frittenfett auf die neue Scheibe. Schon die Einstiegs-Single "Oh Jonny" ist ein absoluter Tanzflur-Burner, zum Erfolgsrezept Funk, Swing, HipHop und dicke Beats kommt jetzt sogar noch Ragga dazu, da bleibt kein Körperteil ruhig. Und nun geht's endlich in Albumlänge groovend weiter. Viel zum gepflegten "dancen": "Showgeschäft", "Kommando Bauchladen" "Rave against the Machine", "Disko" und der fette Clubber "B-Boys & Disko Girls". Dann mit "Abschlussball" ein Rap a la Trio meets Falco und in 'Large' klingt's irgendwie als ob Udo Lindenberg rapt. Auch die ruhigen Nummern sind korrekt, vor allem "Überdosis Fremdscham" ist so rückhaltlos real, so unglaublich wahr. Guter Mann, der Jan aus Hamburg!