Pressestimmen
Lamey dokumentiert Hannes Suche nach seiner Identität von seiner Kindheit an und verzichtet dabei nicht auf Anekdoten. Man kann die Betroffenheit der Autorin von diesem Schicksal, das Dollinger mit vielen "Lebensbom"- Kindem teilt, nachfühlen. Trotzdem kommen die Infos zur erschreckenden Idee hinter den "Lebensborn"-Heimen nicht zu kurz. --Daniela Thiel, Nordis - Das Nordeuropa-Magazin, 5/08
Das Leben eines "Kindes unbekannter Herkunft" beschreibt die Augsburger Autorin Annegret Lamey sehr anschaulich in der gleichnamigen Biografie, die in enger Zusammenarbeit mit Hannes Dollinger entstanden war. Sie schildert ein deutsches Einzelschicksal, das doch auch wieder exemplarisch für eine ganze Generation stehen kann, deren Leben von den ungeheuren Vorgängen im Zweiten Weltkrieg bestimmt sein sollte, wie der Historiker Andreas Wirsching im Vorwort des Buches anmerkt. --Claudius Wiedemann, Augsburger Allgemeine, 08.09.2008
Wie sich alles abspielte und wie sein weiteres Leben verlief, das hat die Schriftstellerin Annegret Lamey auf Wunsch Dollingers aufgeschrieben. In ihrem einfühlsamen Buch "Kind unbekannter Herkunft" schildert sie nicht nur sein Einzelschicksal, sondern macht die ethischen und menschlichen Probleme der Lebensbornkinder deutlich. --Roswitha Mitulla, Katholische Sonntagszeitung, 07.09.2008
Annegret Lamey nahm sich der Bitte Dollingers an, seine Geschichte aufzuschreiben. In stetem Kontakt und in Abstimmung mit ihm, gestützt auch auf zahlreiche amtliche Dokumente, gelingt ihr ein anrührendes Lebensbild des Mannes. Sie bündelt die oft auseinanderliegenden Geschehnisse zu einzelnen Kapiteln, lässt auch wie selbstverständlich zeitgeschichtliche Hintergründe einfließen. Sie vermag sogar ganz nebenbei den noch jungen Hannes etwa auch sprachlich mit manchmal kurzen Sätzen und dem Gebrauch des süddeutschen Perfekts lebendig werden zu lassen. Und sehr behutsam, Schritt für Schritt, wie es Hannes Dollinger erlebte, entwickelt sie, mit gelegentlichen Vorhinweisen für den Leser, das Hauptthema des Buchs, das so lange quälende "dunkle Loch". Mitten in dieser ganz dem Thema hingegebenen, völlig uneitlen Prosa blitzt dann ab und zu ein Satz auf wie dieser: "Offenbar ist es für einen Menschen leichter, eine schwierige Geschichte als keine Geschichte zu haben." Wie schon in früheren Büchern (s. Funkfeuer Nr. 52und 64) erweist sich auch diesmal die Begabung der Autorin, klug, einfach und schön zu erzählen. Wir lesen das Buch als Zeugnis eines Mannes, für dessen Identität die längste Zeit seines Lebens niemand Zeugnis abgelegt hat. Wir lesen es auch als zeitgeschichtliches Dokument, als das es in seinem Vorwort der Augsburger Historiker Andreas Wirsching würdigt. --Ernst-Otto Erhard, Funkfeuer, Nr. 71, 12/2008
Roswitha Mitulla, Katholische Sonntagszeitung, 07.09.2008
Wie sich alles abspielte und wie sein weiteres Leben verlief, das hat die Schriftstellerin Annegret Lamey auf Wunsch Dollingers aufgeschrieben. In ihrem einfühlsamen Buch "Kind unbekannter Herkunft" schildert sie nicht nur sein Einzelschicksal, sondern macht die ethischen und menschlichen Probleme der Lebensbornkinder deutlich.