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Kind aller Länder: Roman [Taschenbuch]

Irmgard Keun
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Taschenbuch, 1. März 2004 --  
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Kurzbeschreibung

1. März 2004
Kully ist erst zehn, aber sie kennt schon Wien, Warschau, Prag und Paris, denn ihre Eltern sind auf der Flucht vor den Nazis. Kully weiß, wie schlimm es ist, keinen Pass und kein Geld zu haben, aber sie gehört nicht zu den Menschen, die sich entmutigen lassen.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 211 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548604153
  • ISBN-13: 978-3548604152
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 544.755 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

»Eine schreibende Frau mit Humor, sieh mal an! Hurra! Hier arbeitet ein Talent.« Kurt Tucholsky

Über den Autor

Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, hat mit ihren beiden ersten Romanen, »Gilgi – eine von uns« und »Das kunstseidene Mädchen« (1931 und 1932) sensationelle Erfolge. 1933 beschlagnahmen die Nazis ihre Bücher. 1935 geht sie ins Exil. Der Schriftsteller Joseph Roth wird ihr Lebensgefährte. 1940, nach der Trennung von Roth, kehrt sie mit falschen Papieren nach Deutschland zurück, wo sie unerkannt lebt. Im biederen Literaturbetrieb der Nachkriegszeit kann sie nicht mehr an die Erfolge ihrer ersten Bücher anknüpfen, bis ihre Romane Ende der siebziger Jahre von einem breiten (Frauen-)Publikum wiederentdeckt werden. Irmgard Keun stirbt 1982.  

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5.0 von 5 Sternen Eine Meisterin des Wechselbades 17. Mai 2007
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Man liest eine Geschichte über das harte Schicksal einer Emigrantenfamilie Ende der 30er Jahre bar jeder Romantik: Der Vater ist ein antifaschistischer deutscher Schriftsteller, der mit seiner Frau und der kleinen Tochter Kully kreuz und quer durch Europa vagabundiert, von Lemberg bis Brüssel und Amsterdam und von Salzburg bis Marseille, in ständiger Geld- und Visumsnot. Dennoch muss man auf fast jeder Seite kichern -- wie das?

Irmgard Keun, eine der großen Vergessenen und Unterschätzten der deutschen Literatur, lässt nämlich Kully von den Nöten der Familie erzählen: Während sie und ihre Mutter in Brüssel im Hotel festsitzen (Sie können wieder mal die Rechnung nicht bezahlen und mogeln sich virtuos an Geldforderungen vorbei), tummelt sich der Vater in Ungarn und Polen, ständig den Kopf voller hochfliegender Pläne, die sich natürlich allesamt in Luft auflösen, aber irgendwie schafft er's dann doch immer. Auch sonst ist der Vater ein liebenswerter Luftikus, der seine Frau mit seinen Amouren oft in echte Verzweiflung stürzt. Und Kully ist eine akribisch genaue Chronistin der Ereignisse, der weltpolitischen ebenso wie der familiären.

"Kind aller Länder" ist also einerseits ein tieftrauriges Buch. Andererseits ist es aber auch komisch -- dank Keuns genialem Trick, das Geschehen aus dem Blickwinkel eines aufgeweckten neunjährigen Kindes zu präsentieren, und dieses Kind interpretiert das Geschehen auf seine eigene Weise: Die zahlreichen Anbeterinnen des Vaters, die Gründe für die Depressionen der Mutter, die Bedeutung eines Visums für einen Menschen... und die weltpolitischen Ereignisse.
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