Als ich den ersten Teil von Jennifer Fallons "Demonchild Trilogy" aus dem Regal gezogen habe, hab ich die Autorin automatisch mit Sara Douglass und Elizabeth Haydon verglichen, was mich in eine Zwickmühle brachte. Denn obwohl mich Sara Douglass' "Unter dem Weltenbaum" sehr überzeugt hat, konnte ich mich mit Elizabeth Haydons "Rhapsody-Saga" einfach nicht anfreunden.
Dennoch hat mich die "Demonchild Triology" überzeugt. Zwar war Teil 1 des öfteren etwas langatmig, da R'shiel und Tarja bei jedem Plan geschlappt und fasst aufgehängt wurden, doch am Ende von Band 1 ging es zum ersten Mal richtig zur Sache und es wurde verdammt spannend. Außerdem danke ich der Autorin viele Male für Adrina und Damin, die die Story ab Band 2 ordentlich aufgemöbelt haben. Ohne diese beiden Nebenrollen würde die Trilogie wahrscheinlich ziemlich langweilig werden.
Diese Buchreihe hat aber vor allem das, was ich an Elizabeth Haydons Werk vermisst habe: sympatische Charaktäre. Die Intrigenspinnende R'shiel, die eigentlich nicht weiß, wofür sie Göttern und Menschen helfen sollte, die ja auch nie für sie etwas getan haben, ist für mich westentlich einfacher zu verstehen als Rhapsody, die einfach Gutes tut, weil sie muss. R'shiel braucht lange, um in ihre Aufgabe hineinzuwachsen und wirkt deshalb auch nicht so Superfrau mäßig wie Elizabeth Haydons Hauptperson.
An der Demon Child Triology gibt es Kleinigkeiten, die mich stören, doch die Bücher lesen sich flüssig und ohne langatmige Kapitel. Die Personen wirken autentisch und menschlich und so kann ich dieses Buch vor allem den Lesern weiterempfehlen, die nicht immer nur über perfekte Helden und Heldinnen lesen wollen!
Gäbe es noch einen Teil, würde ich ihn sofort lesen!