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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
70 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
eine Perle unter den Thrillern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 (Taschenbuch)
Anfang der fünfziger Jahre werden in der Sowjetunion immer wieder ermordete und grausam verstümmelte Kinder aufgefunden, die alle die gleichen Merkmale aufweisen.Der Magen wurde herausgeschnitten und die Leichen haben eine Schnur um das Fußgelenk und den Mund voller Erde und Baumrinde.Da es aber im real existierenden Sozialismus keine Kriminalität gibt, weil ja alle Leute zufrieden sind, da sie alle gleich behandelt werden und somit keinen Grund haben kriminell zu werden, werden die ersten Kinderleichen zu Unfallopfern erklärt, oder aber man findet sehr schnell einen Täter, der abgeurteilt wird, um das Ganze nicht public zu machen. Nur Leo ,ein linientreuer Geheimdienstler, scheint diese Vertuschungstaktik zu durchschauen. Er versucht, nachdem er von einem Kollegen denunziert und zu einem kleinen Milizangestellten degradiert, in einen abgelegenen Ort abkommandiert wurde, dem Serientäter auf die Spur zu kommen.Dabei bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch seine Frau und seine Familie haben unter seiner Abtrünningkeit vom Regime zu leiden. Dieses Buch, das in der Stalin,-bzw. Post-Stalinära spielt, ist nicht nur ein fantastischer spannender Thriller, sondern zeichnet auch ein sehr genaues Bild der politischen Situation in Russland zu dieser Zeit.Bespitzelung und Denunziation, aber auch die desillusionierte Bevölkerung und die allgegenwärtige Angst dieser Zeit , sind auf jeder Seite spürbar. Dieses Buch empfehle ich all jenen, die sich für Geschichte interessieren und einen spannenden Thriller schätzen. Es wäre schön, wenn dieses Buch eine breite Leserschft fände, des es ragt aus dem großen Angebot an Thrillern heraus und verdient es berühmt zu werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schwer zu verkraften!,
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 (Gebundene Ausgabe)
"Kind 44" ist auf dem Weg zum Weltbestseller.Das ist insofern eine Überraschung, weil Tom Rob Smith eine Geschichte erzählt, die für die meisten Leser sicher nicht leicht zu verkraften ist. Rund um eine ziemlich konstruierte Thriller-Handlung berichtet er eindringlich und glaubwürdig von einer vollkommen mundtot gemachten Gesellschaft, die von verkommenen, perversen und grausamen Bespitzelungssystemen beherrscht wird. Kurz vor Stalins Tod, im Winter 1953, nimmt diese Geschichte ihren Anfang. Auf Moskauer Bahngleisen wird eine grausig zugerichtete Kinderleiche gefunden. Der Vater des Jungen wendet sich mit seinem Mordverdacht an seinen Vorgesetzten, den Geheimdienstler Leo, der sich im System zwar zurechtgefunden hat, aber spürt, dass seine Glaubwürdigkeit angezweifelt wird. Tatsächlich gerät Leo selbst ins Fadenkreuz interner Ermittlungen und soll seine Frau ans Messer liefern. Da er sich weigert, wird er schließlich degradiert und erhält einen Milizposten in der Provinz. Dort wird er mit einem ganz ähnlichen Verbrechen konfrontiert und ahnt nun, das ein Serienmörder völlig unbehelligt sein grausames Werk fortführt. Unter schwierigsten Bedingungen, immer in der Angst, entdeckt und verraten zu werden, führt Leo nun seine Ermittlungen durch. Dabei vollzieht er selbst eine persönliche Wandlung. Mithilfe seiner Frau gelingt ihm schließlich die Klärung des Verbrechens, doch den Preis, den er dafür zahlen muss, ist sehr hoch. Denn auch der Täter hat in Leos Leben eine längst vergessen geglaubte Rolle gespielt... Die Wandlung des Leo ist das einzig tröstliche an diesem Buch -- anderenfalls wäre es noch viel weniger auszuhalten gewesen. Tom Rob Smith hat ein Buch geschrieben, das sicher eine Menge ausrichten kann! Er schildert eindringlich, wie ein Überwachungsstaat funktioniert. Die stalinistische Sowjetunion war ein mehr als unwirtlicher Ort, in dem nicht nur das nackte Überleben für die Menschen einen tagtäglichen Kampf bedeutete. Wie wenig es braucht, Menschen zu brechen und zu welchem Luxus persönliche Integrität in einem solchen System wird, ist die eigentliche Botschaft dieses Romans. Und wenn das Transportmittel einer solchen Message eine manchmal nicht ganz schlüssige Krimihandlung ist, ist das durchaus verzeihlich! Ein starkes Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Historischer Krimi mit Bestseller Qualitäten nach Orwell und Solschenizyn,
Von
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 (Taschenbuch)
Mit seinem Erstling "Kind 44" ist Tom Rob Smith ein großer Wurf gelungen. In erster Linie, weil er es mit diesem Krimi schafft das Elend der Sowjet Union, der ehemaligen UDSSR, und der stalinistischen Herrschaft und Unterdrückung mit einer rasanten und spannenden Geschichte zu verknüpfen. Denn, es ist m.E. mehr wie ein Kriminalroman eingebettet in die Zeitära "Ende Stalin"(also 1953), sondern darüberhinaus auch die Darstellung zu was Menschen fähig sind, die um ihr Leben fürchten. Sei es aus Hunger oder aus Rache. Die dadurch aufkommenden Greueltaten an Frauen, Kinder und Freunden werden dabei nicht voyeristisch von TR Smith ausgeweidet, sondern lediglich als Mittel zum Zweck bedient. Zu diesen schon für ein spannendes Buch ausreichenden Stoffen kommt noch die dynamische Entwicklung der Ehe des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow, die in ihrem Pragmatismus auch in Alltäglichen wieder zu erkennen ist.Lediglich die Psychose und die daraus resultierende Motivation des Serien Mörders ist für mich wenig nachvollziehbar bzw. überzogen. Deshalb auch ein Stern Abzug. Ein wirklich lohnenswertes Buch; für Generationen, die wie ich im Schulunterricht in den 80ern Farm der Tiere und Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag" gelesen haben und sicherlich für diejenigen jüngeren Jahrgänge, die manchmal vergessen, dass Freiheit (in jeglicher Hinsicht) ein kostbares und schützenwertes Gut ist. Ein gutes Buch, spannend unterhaltend und auch ein wenig lehrreich ohne belehrend zu sein- was will man mehr an Unterhaltung in ein paar Tagen ? Bitte mehr davon. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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