Fröhlich, liebevoll, befreiend: Das Buch für alle Frauen, die sich einreden, sie seien zu dick.
Klar - die Figur ist ein Thema. Für alle Frauen. Und sie möchten sooooo gerne einmal ein Buch zu diesem Thema lesen, das ihnen keinen Streß macht: Ein paar entspannte Tips zum cleveren Kaloriensparen, einige Ermutigungen zum echten Genuß ("Wenn schon, denn schon!"), ein paar deutliche Worte gegen Diätwahn einerseits und Selbstbetrug andererseits.
Friederike Klebert hat mit leichter Hand eine kleine Freß- und Trostfibel gegen den Diätfrust und für die Lebenslust geschrieben, die uns lehrt: Essen ist keine Krankheit, keine Wissenschaft und keine Philosophie. Sondern ein schöner Teil unseres Lebens.
Keineid
»... ich habe diese Diät 14 Tage gaaanz konsequent durchgehalten. Ich habe
wirklich nie gesündigt. Ich hatte ja schon manchmal Heißhunger auf was Süßes,
aber dann habe ich mir nur einen Quark mit frischem Obst gemacht. Mittags immer
nur schön Gemüschen obwohl ich das gar nicht so mag. Und dann stell ich mich
auf die Waage und habe kein Gramm abgenommen. Kannste dir das vorstellen? Also,
da hatte ich so die Schnauze voll, daß ich mir erst mal einen dicken Pott Nudeln
mit Soße gekocht habe. Und was glaubt ihr, am nächsten Tag zeigt die Waage ein
Pfund weniger an. Ihr glaubt es nicht, aber so ist es gewesen ...«
Dieses O-Ton-Lippenbekenntnis einer wundervollen kölschen Matrone ist
exemplarisch für die unzähligen täglich geschworenen Meineide in der westlichen
Hemisphäre. Meine Damen, wenn ich mich zu dick fühlte oder es de facto auch war,
dann wußte ich immer, warum. Lügt euch nichts in die Backentasche! Nehmt die mit
Mozzarella gefüllten Schmortomätchen von den Augen. Ihr seht doch, was ihr eßt.
Kein Thema, jeden anzulügen, den es nichts angeht aber nicht euch selbst.
Zählen heißt Quälen
Zähle niemals die Kalorien, zähle lieber die Tage bis Weihnachten. Denn dieses
Zehn-Kalorien-für-meine- Knäckebrotscheibe- und Drei-für-mein-Radieschen-
Krampf-Addieren artet nur in Streß aus, und Streß erzeugt Lust auf was Süßes.
Und wenn du dann schwach wirst und deiner Lust nachgibst, hast du wieder Streß
eben wegen deiner süßen Schwachheit. So beißt sich die Katze in den Schwanz.
Quäl dich nicht, sei ignorant! Nimm die Joules nicht als Anlaß zum Jaulen,
vergiß sie einfach. Du wirst sehen, diese Vergeßlichkeit macht dich schon zu
einer vernünftigen, weil streßfreien Esserin. Und freu Dich auf süße
Weihnachten!
...
Ich für mich
Es ist Sonntagnachmittag. Dein Süßer macht gerade den Wald unsicher mit seinem
Mountainbike, dem Hund und einer Horde Gleichgesinnter. Deine frisch gewaschenen
Haare sind ins Frotteetuch gewickelt, die Feuchtigkeitsmaske ist aufgetragen und
Angélique, Teil 3, kommt gleich im Fernsehen.
Jetzt fehlt nur noch, neben der obligatorischen Kleenex-Schnief-Box, was
Leckeres: Ich empfehle dazu eine Thronfolger-Rolle (nimm das Grinsegesicht mit
der beknackten Frisur) und frische, kalte, fettige, also 3,5%ige (jetzt nicht
geizen, Kinder) Milch.
Das sind Momente, in denen ich mich frage: Was will man mehr im Leben?