Der Filmtitel benennt den Ort des Geschehens, den zentralen Platz in Madrid, von dem aus alle Entfernungen in Spanien bemessen werden. „Kilometer 0"erzählt im screw-ball-Stil Geschichten von vierzehn ganz verschiedenen Menschen, die sich dort paarweise an einem heißen Sommernachmittag ohne sich zu kennen verabreden. Verwechslungen und Verspätungen haben zur Folge, dass die meisten von ihnen ganz unerwartete Begegnungen haben, die zum Wendepunkt in ihrem Leben werden: ein Filmstudent will die Freundin seiner Schwester treffen und landet bei einer Prostituierten, die in ihrem Gewerbe nur mäßigen Erfolg hat; ein Callboy empfängt eine Kundin, die wegen eines Fotos, die sie in seiner Wohnung findet, meint, er sei ihr Sohn; die Schauspielschülerin, die den Filmstudenten treffen wollte, läuft absichtlich einem Musicalregisseur vors Auto, ein schwuler Flamenco-Tänzer hält den Sohn der Callboy-Kundin für seinen Internet-Chat-Partner, dieser wiederum schleppt einen verklemmten Bürohengst in eine Bar, der eigentlich mit der Prostituierten verabredet war, um vor der Ehe endlich Sex zu haben. Der Barbesitzer schließlich hat Stress mit seiner Verlobten Amor, die bei ihren Einkäufen ständig beklaut wird und auf der Polizeiwache ihre große Liebe wiederfindet...
Den Verwicklungen fehlt leider das Überraschungsmoment, und die Dialoge wirken auch etwas platt („Sex und Geld, das sind die Dinge, die die Welt bewegen"). Das Tempo vergleichbarer spanischer Komödien (wie der von Pedro Almodovar) erreicht „Kilometer 0" nicht.