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Dabei verleiht die puritanische Ausstattung des Film der Geschichte eine gehörige Portion Authentizität. Stellenweise erinnert der Film mehr an Kammerspiele, als an einen Spielfilm. Doch dadurch kann sich der Zuschauer vollkommen auf das perfide Katz und Maus Spiel zwischen den Hauptcharakteren einlassen.
Dabei ist das Ende beinah bis zum Schluss offen, durch wiederholte Wendungen ist nämlich auch der Zuschauer dem Katz und Maus Spiel hilflos ausgeliefert. Dabei enthält der Film genau die nötige Fülle an Wendungen, um die Spannung auf einem hohen Level zu halten, ohne dabei den Zuschauer zu ermüden.
Leider ist die schauspielerische Leistung stellenweise nicht ganz so überzeugend, doch wird dieses Manko durch die Erzählstruktur vollkommmen kompensiert.
Mit Killing Word hat Spanien mal wieder bewiesen, dass Spanien eine Produktionsstätte par exellence für Psychothriller mit Film-Noir-Touch sind.
Im Gegensatz zu den meisten Filmen seines Genres, verzichtet „Killing Words“ fast vollständig auf Gewaltdarstellungen. In „Killing Words“ wird, wie der Titel schon erahnen läßt, das Blutvergießen nicht gezeigt - es wird darüber gesprochen! Der Film lebt von seinen Dialogen, von dem Verwirrspiel, das sich zwischen den Protagonisten entwickelt. Dabei wird der Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten gelockt, überrascht, schockiert und durch ständige Szenenwechsel mitten im ereignisreichsten Geschehen auf die Folter gespannt.
Die Interaktion der Protagonisten ist von Täuschung, Mißtrauen und Hass geprägt. Über den Verlauf der Handlung durchlaufen die Charaktere verschiedene Stadien von Wut über Angst bis Verzweiflung. Jeder der Protagonisten ist mal überlegen, mal unterlegen. Dies erweist sich zuweilen aber auch als Manko des Films, denn stellenweise wirken die Veränderungen im Verhalten der Protagonisten etwas abrupt und schwer nachvollziehbar. Sympathisch ist letztlich keiner der Charaktere.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass „Killing Words“ ein vielschichtiger Psychothriller mit starken Dialogen ist, der aber in der Darstellung der Hauptcharaktere leichte Schwächen offenbart. Insgesamt empfehlenswert!
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