Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Man kann doch nicht eine gute Beziehung gegen guten Sex eintauschen", 15. Oktober 2007
Also ein richtiger A-Film ist es trotz den drei herausragenden Schauspielern eher nicht geworden. Zwar spielt hier Heather Graham die Hauptrolle, die wir in "From Hell" und einer Folge von Austin Powers kennen und lieben gelernt haben. Sie sieht hier wie immer wunderschön aus. Und welche Schauspielerin kann schon mit ihren Augen und Beinen mehr Erotik verströmen als sie? Und da gibt es ja außerdem noch Natasha McElhone zu sehen, deren etwas spröde, elegante Schönheit das optimale Kontrastprogramm zur Graham bildet. Seit "Solaris" bin ich ein stiller und etwas verliebter Bewunderer. Und dann haben wir noch ganz nebenbei Joseph Fiennes, ich sage nur "Shakespeare in Love". Alle drei sorgen für wunderschöne Bilder auf der Leinwand. Und ja, allein die schöne Oberfläche sorgt schon dafür, dass der männliche Zuschauer vom Film gefesselt ist. Buchstäblich. Natürlich ist "Killing Me Softly" vor allem ein Erotikfilm. Tatsächlich gehören die Szenen zwischen Heather Graham und Joseph Fiennes zu den gelungensten und - sagen wir mal - leidenschaftlichsten Darstellungen von Sex in einem Film, vielleicht wirklich nur übertroffen von der Intensität der entsprechenden Szenen in der Verfilmung von "Der Liebhaber". Natürlich ist die Wirkung auf den Zuschauer hier immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks des Betrachters. Aber die Erotik in diesem Film scheint mit Liebe gemacht zu sein - es geht nicht nur um die optische Darstellung von Sex. Jede Liebesszene im Film hat eine kleine Geschichte, die die Spannung langsam steigert und einen die Freude der Personen im Film auf das kommende Ereignis ein wenig spüren lässt. So muss ich sagen, dass ich die erste Hälfte des Films eigentlich ohne Einschränkung gelungen finde. Warum denn trotzdem die Kritik? Ja, es ist einfach ein B-Film. Die Handlung strotzt nur so von Stereotypen. Und der Schluss, die Auflösung der Rätsel um den geheimnisvollen Ehemann, erscheint schlicht misslungen. Wo man bei der Darstellung der Erotik mit Sorgfalt gearbeitet hat, wird hier nur ein Ende mit vorgeblichem Überraschungseffekt und mit wenig Rücksicht auf die Charakterisierung der Hauptpersonen aus dem Hut gezaubert. Filme, die es schaffen, Erotik und eine gute Krimihandlung zu verbinden, sind eben doch seltene Einzelfälle in der Kinogeschichte. Leider. Weiterhin scheint über lange Strecken die Aussage des Films trotz der wunderbaren Nacktszenen eher konservativ zu sein. Lieber Zuschauer, wenn Du wirklich guten Sex hast, muss in Deinem Leben etwas falsch laufen. Denn guter Sex ist böse, also muss der leidenschaftliche Liebhaber und Ehemann gleich noch mit einer Neigung zu Gewaltausbrüchen gesegnet sein. Die Überschrift dieser Rezension ist natürlich ein Zitat aus dem Film. Es ist der moralische Appell der es gut meinenden Freundin. Ich persönlich möchte diesen Satz in der Überschrift hier einfach mal mit "Doch, man darf" beantworten. Warum auch nicht? Gibt es denn überhaupt eine wirklich gute Beziehung ohne guten Sex? Ich fürchte allerdings, dass der Drehbuchautor meine Überzeugung nicht teilt. Und das war schade für den Film, denn so hätten wir vielleicht auch ein anderes Ende gesehen, und das hätte dem Film gut getan. Nun ja, ich hatte trotzdem meinen Spaß. Und nach dem Film auch ein klein bisschen Sehnsucht nach Heather und Natasha. Ob das gut so ist? Ich glaube schon.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Selten einen besseren Erotikthriller gesehen, 10. November 2010
Ich kenne das Buch auch nicht, habe den Film aber über die Jahre schon mehrfach gesehen. Für mich immer noch einer der besten Erotikthriller mit liebevoller Dominanz und erfüllender Hingabe... Mit einer schmalen Grenze zur Selbstaufgabe und Selbstzerstörung. Und zu der Aussage man könne doch eine gutlaufende Beziehung gegen Sex eintauschen.. Ihre Beziehung würde ich nicht geschenkt haben wollen, da lief nichts gut und zwischen den beiden Hauptdarstellern ist es nicht einfach nur Sex... aber das versteht man nur, wenn man auch mit dem Thema des Filmes etwas anfangen kann :-) 5 Sterne! Für die erotische Umsetzung von Sehnsucht, Verlangen, Neugierde, Erfüllung, Leidenschaft, Verschmelzung, Spannung, Hingabe und Vertrauen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Netter aber durchschaubarer Erotik-Thriller, 13. März 2008
Die klassische Szenerie: Mann trifft Frau und es funkt so plötzlich und heftig wie ein Blitzschlag - nicht aus Liebe, sondern aus Lust. Sie opfert ihre Beziehung bedingungslos der neuen Begierde und schneller als sie es sich versieht, hat sie ihren leidenschaftlichen Lover sogar geheiratet. Erst jetzt stellt sie fest, dass sie praktisch nichts über ihrem frisch Angetrauten weiß und beginnt sich für seine Vergangenheit zu interessieren. Was sie dabei findet, ist mehr als nur beunruhigend... Hört sich doch eigentlich nach einem super Thriller an, oder? Wäre es auch, wenn es neben dem gelungenen Szenario und den guten Schauspielern auch eine spannende und atmosphärisch gelungene Umsetzung gegeben hätte. Leider ist letztere etwas holprig geraten. Die Sache ist viel zu schnell zu durchschauen und die Story hätte wahrlich ein paar Facetten und Wendungen mehr vertragen. Zudem kommt bis zum Ende keine richtige Spannung, geschweige den "Thrill" auf und last but not least lässt auch die zunächst gelungene erotische Komponente schon bald sehr zu wünschen übrig. Was bleibt ist eine nette Abendunterhaltung, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die DVD selbst kann mit Bild und Ton überzeugen (DD5.1), das Bonusmaterial beschränkt sich auf das Übliche.
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