Es ist schwierig, eigentlich nahezu unmöglich unter allen inzwischen 16 Judas Priest Alben (Live Aufzeichnungen ausgenommen) das bis dato aller beste herauszupicken. Zumal, weil jeder Fan eine andere Phase oder Stilorientierung der Band als optimaler empfindet, dann aber auch, weil jeder Tonträger auf seine ganz eigene Weise als genial zu bezeichnen ist. Gleichermaßen besitzt auch "Killing Machine", das Priest Album, welches im Jahre 1979 auf den Markt geworfen wurde, seinen gewissen Charme. Nun ja, diese Formulierung könnte wohl den Rang einer bodenlosen Untertreibung innehaben. "Killing Machine" gehört nicht umsonst zu einem meiner größten Favoriten aller Bandveröffentlichungen. So enthält das Album schon einmal einige Priest-Klassiker, das Hitpotential trägt jedoch jeder einzelne Titel in sich. Für mich ist "Killing Machine" außerdem DER Vertreter, der die härteste Bandphase in den 70ern repräsentiert. Songs wie "Delivering the Goods", "Hell bent for Leather" oder "Evening Star" gelten selbstverständlich schon lange als absoluter Kult, mir persönlich sagen aber auch die beiden zusätzlichen Bonustracks zu, da sowohl der normale Studio- als auch der Live-Song einen extrem guten Sound besitzen. Zwar wären diese beiden Titel nicht unbedingt zwingend notwendig gewesen, für eine Remastered Edition sind sie jedoch ganz nett. Wie schon in einigen vorherigen Rezensionen erwähnt, ist die remastered Version wirklich zu loben. Da das Album nun mal schon einige Jahre auf dem Buckel hatte, tat ihm die Anpassung des Sounds wohl ganz gut. Bemerkenswert, wie viel unterschied das doch macht! Diese Version des Albums macht, allein schon wegen des "neuen" Sounds, viel mehr Spaß. Es wirkt feiner, krachender, ja ganz einfach besser.
Der Hörspaß ist somit auf alle Fälle garantiert! Hier liegt eben, wie man so schön sagt, ein absoluter Geniestreich vor.
Folglich haben wir es mit einem 5-Sterne Album zu tun.