Kurz nach dem der junge Franko-Kanadier Xavier Dolan seinen ersten Film "I Killed My Mother",den er mit 19 Jahren
und kleinem Budget drehte und dann publik machte,da waren sich Kritiker,Presse und Festivals einig: hier erleben
wir die Geburtsstunde eines neuen Regiewunders.
Xavier Dolan erzählt in seinem Erstlingswerk auf berührend-spektakulärer Weise den Konflikt zwischen der allein -
erziehenden Mutter Chantal(Anne Dorval)und ihrem Sohn Hubert(Xavier Dolan),nebst dessen pubertäres Verhalten und
unfreiwilligen Coming-out.
Die Tragik in diesem Plot: Chantal ist restlos überfordet und in Hubert - ihrem Sohn - lodert das Feuer der Auf -
lehnung. Die Wohnung der Mutter,ein Zuhause,das nicht mehr seins ist,die endlosen Streitereien,die Hassliebe zu
Chantal und der vermeintliche Zwang,seine Gefühle und Sehnsüchte zu verschweigen,lassen Hubert glauben,dass es
nun nicht mehr so sein kann,wie es einmal war...
Xavier Dolans Regiedebüt zeigt quasi,in eindrucksvollen,poetischen Bildern,die Wiederbegegnung mit sich selbst
und seinen damaligen Nöten. In dem Film,der sehr autobiographisch angelegt ist,geht es aber auch um sensible
Einblicke in die Seelen seiner Charaktere,um den Versuch,Liebe Lust und Frust in Einklang zu bringen und sich
auf die Suche zu machen,nach der eigenen Identität.
I Killed My Mother ist visuell und akustisch ein fesselnder Film,authentisch,unheimlich Sexy und mit einem
mitreissenden Soundtrack.- Bitte mehr davon!