Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Enforce The Kilians, 12. September 2007
Das erste Album der Kilians liegt also vor mir. Nachdem mich die Band von ihren Livequalitäten im Pier 2 in Bremen auf dem Fest van Cleef überzeugt hat, erwartete ich das Album mit Spannung. Schließlich gibt es immer wieder Bands, die Live überzeugen, das Album aber das nötige Feuer nicht in die Aufnahme retten kann. Anders bei den Kilians.
Das Album überzeugt durch Abwechselung, schöne Gitarrenparts, einer rastlosen Stimme des Sängers van Hartog und einer Dynamik, die nur entsteht, wenn die Instrumente sich zu einem ganzen verschmelzen. Besonders schön ist das auf den Titeln Fight The Start, enforce yourself, when will I ever get home und sunday zu spüren.
Eine absolute Kaufempfehlung.
Zu den Tracks:
(1) Short life of Margott: Perfektes Lied für den Auftakt: Verspricht viel, hält einiges, aber lässt Spielraum nach oben. (6,5/10)
(2) Fight the Start: Macht gute Laune ab dem ersten Akkord, ideal dafür geeignet, um sich davon morgens wecken zu lassen, aufzuspringen und genug Energie für den Tag zu haben. Auch schön: reisst zum Tanzen hin. Schöne Gitarrenparts und dezent auffälliger Bass. (9/10)
(3) Enforce yourself: Hier passt so ziemlich alles. Kraftvoll, abwechselungsreich, ungeduldig, ohrwurmig. Der Sound schmiegt sich ideal an die Stimme von van Hartog. Setzt den Standard für die CD. Anspieltipp No. 1. (10/10).
(4) Little Billie, little Brother: Etwas zum sanften Hüftenschwingen mit Mundharmonika. Kein herausragender Song aber gehört ins Album! (7,5/10)
(5) Can't get along: Verzweifelter Liebessong, zwischen Vermissen und die Anwesenheit nicht Ertragen. Der Refrain ist mir deutlich zu verzweifelt, die langgezogenen leidenden Eskapaden des Sängers passen zwar in den Charakter des Liedes, aber für mich sind sie eindeutig zu viel. Dennoch: (5/10)
(6) When will i ever get home: Der Spiegelsong zu Can't get along. Eine hoffnungsvollere "Ballade", positive Melancholie, gradliniger Refrain, der durch schöne Brücken und Strophen umrandet wird. Ein Song mit vielen Rhythmenwechsel, die den sonst so häufigen Schmalz bei solchen Songs verhindert. (10/10)
(7) Sunday: Wer hat Angst vor einfachen Songs? The Kilians nicht. Ab geht's und hektisch dazu getanzt. Ein Feel-Good-Song. Sehr zugängig. (9/10)
(8) Fool to fool: Für die ruhigeren Vertreter unter euch. Ruhiger Song, der zum Hinhören der Lyrics verführt: "I am empty, lost, left below but not tired to deny to die at least in old-fashioned style", ein Song für hoffnungslos Verliebte. Sehr gut platziert, denn er zeigt: The Kilians können auch anders (7/10)
(9) Jealous Lover: Jo. So oft wollen wir gar nicht wissen, dass du ein eifersüchtiger Liebhaber bist. Gefällt mir musikalisch auch nicht so gut, obwohl es einige schöne Elemente hat. Diese werden aber dominiert von dem nervigen Gekreische vom "Jealous Lover", gut, dass das Lied so kurz ist. Für mich ein Skip-Track. (3/10).
(10) Something to Arrive: Diese Unruhe kennt jeder: "Wofür?" ist die leitende Frage des Songs. Auch hier wieder die Abwechselung in der Stimmung zwischen lässiger Ruhe und hektischer Unruhe im Rhythmus und Melodie. (8/10)
(11) Inside Outside: Der Bass gibt das Lied vor. Ein lässiger Grundrhythmus, Text und Stimme gehen den selben Weg und die Gitarren holen sich ihr wohlverdientes Solo. Ein Lied für das Ende einer Party. (7,5/10)
(12) Klare Akkorde, geradlinige Gitarren, tragender Rhythmus. Ganz ordentlich, aber keine Überraschungen. (6/10)
(13) Fassen wir es so zusammen: Man hätte den Song nicht vermisst, wenn er nicht mehr auf dem Album gewesen wäre. So ist er noch mit drauf und er stört auch nicht wirklich. (5,5/10)
|
|
|
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Band, top Musik, geiles Album!, 19. September 2007
Habe die Kilians als Vorband von Sugarplum Fairy gesehen. Da sie bereits auf dem Konzert den eigentlichen Hauptact in den Schatten stellten, musste ich diese CD haben.
Und es hat sich gelohnt! Hier handelt es sich nicht um ein Album, auf dem sich nur 2 bis 3 gute Lieder befinden...Ein Song ist besser als der andere.
Die Texte sind aus dem Leben gegriffen und bunt gemischt. Es wird viel gerockt, dabei ist jedoch alles recht melodisch und es gibt viel "Gute-Laune-Musik". Lied 8 (Fool to Fool) sorgt für einen zusätzlichen Überrascheungseffekt.
Tolles Album, das man einfach haben muss und das auch noch toll aussieht (cooles Booklet). KAUFEN!
|
|
|
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jetzt gehts erst richtig los..., 11. September 2007
Mal kurz vorab: Auf der amazon.de-Bestsellerliste steht das Album bereits auf Platz 62, also vor Größen wie beispielsweise Nelly Furtado.
Ich bin noch immer recht erstaunt über den Durchbruch der Kilians, da ich schon damals - als die Kilians noch 'ne Dorfband waren - von ihnen wusste und auch von der Demo-EP. Aber an einen richtigen Erfolg hat wohl keiner aus ihrer Umgebung geglaubt. Wahrscheinlich sie selbst auch nicht.
Umso mehr freut es mich, dass es endlich eine mir bekannte Band geschafft hat, einen solchen Karrieresprung hinzulegen, auch wenn die werten Herren mir das nachtragender Weise wahrscheinlich nicht abkaufen wollen.
Zum Album:
Ich halte den ständigen Vergleich mit den Strokes für nicht gerechtfertigt. In "Kill The Kilians" steckt zumindest in einigen Songs viel mehr Power als in den Liedern der Strokes. Natürlich ist das Debüt der fünf nicht unbedingt etwas Innovatives, etwas nie Dagewesenes, aber welche CD ist das heutzutage schon? Auch wenn sich viele Musiker dieser Herausforderung gewachsen fühlen, bin ich der Auffassung, dass dies gerade in dem Genre nahezu unmöglich ist, es sei denn man experimentiert viel herum. Und besonders experimentell ist das Album nun wirklich nicht.
Aber das tut der Musik zunächst ja keinen Abbruch:
Die Entscheidung, "Short Life Of Margott" als Opener zu nehmen, hätte besser nicht ausfallen können. Ein zwar wahrscheinlich kurzweiliger Song, der aber durch den ständigen Wechsel von Spannung und Energie Lust auf das Album macht und nicht zuletzt durch Phrasen wie "I wanna find someone who's wasting my time - all of you know try to get to waste all my time" als "Ode" an die Zuhörerschaft gedeutet werden kann.
Mir gefällt eigentlich der überwiegende Teil des Albums, wenn man die Songs im Einzelnen betrachtet.
An "Enforce Yourself" und "Jealous Lover" gefällt mir besonders Simons kratzige, freche Stimme, die der Scheibe einen gewissen Biss verleiht. Zu überzeugen weiß auch "Little Billie, Little Brother" durch das Mundharmonika-Intro, zunächst undurchschaubare (abwechslungsreiche) Gesangsmelodien und einem insgesamt in sich abgeschlossenen Konzept. "Inside Outside" fällt durch den skalastigen Gitarrenriff auf und ist wahrscheinlich nicht nur deshalb mit "Something To Arrive" mein persönlicher Favorit der Scheibe.
"P.L.E.A.S.U.R.E." ist auch ein gut gewähltes Outro. Ich vermute, dass der Song sonst völlig untergegangen wäre. Er wirkt auf mich absolut überbelastet und erinnert in weiten Teilen sehr stark an "Jealous Lover" - das darf auf einem einzigen Album eigentlich nicht passieren.
Mit "Can't Get Along", "When Will I Ever Get Home" und "Fool To Fool" kann ich leider rein gar nichts anfangen. Dafür fehlt mir einfach die Geduld (das sind dann wohl eher die an den Strokes anlehnende Lieder). Und das ist auch der Grund, warum das Album für mich schonmal auf gar keinen Fall Album des Jahres werden kann. Denn: Obwohl mir, wie bereits erwähnt, der Großteil der CD gefällt, kann ich mir absolut nicht vorstellen, mir sie zwischendurch immer wieder anzuhören, da es mir trotz teilweise auch energischen Songs zu langweilig und "einheitsbreiig" wird. Denn INSGESAMT wirkt "Kill The Kilians" auf mich zu eingängig - ein Lied in verschiedenen Variationen, könnte man sagen. Mag sein, dass das Ganze Stiltreue symbolisiert, mir ist es auf Dauer trotzdem zu beschränkt.
Allgemein ist es aber nunmal ein gelungenes Debüt, zumal ja alles im Leben Geschmackssache ist. Von mir gibt's dafür 4 Sterne.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|